Bignasco
Bignasco war bis zum 22. Oktober 2006 eine Gemeinde im Distretto_di_Vallemaggia des Kantons Tessin.
Geographie
Das Territorium von Bignasco bestand aus zwei getrennten Teilen. Einerseits dem Dorf (443 m.ü.M.) am Zusammenfluss der Maggia und der Bavona 28 km nordwestlich von Locarno. Andererseits gehörte auch der Weiler San Carlo (960 m.ü.M.) im Val Bavona zur Gemeinde. Vom gesamten Areal von 8143 ha sind 63,4% unproduktive Fläche (Gebirge und Gewässer) und 29,1% von Wald und Gehölz bedeckt. Nur 7,1% des Gebiets können landwirtschaftlich genutzt werden. Die restlichen 0,4% sind Siedlungsfläche.
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung
Im Gegensatz zu anderen Gemeinden des Maggiatals konnte Bignasco seine Bevölkerungszahl bis 1870 halten. Dann folgte bis zum Beginn des 1. Weltkriegs eine Auswanderungswelle nach Holland (temporär) und nach Kalifornien (dauernd). Dennoch verlor die Gemeinde vergleichsweise wenig Bewohner (1870-1910:-17,3%). Die 1910-er-Jahre waren das einzige Jahrzehnt mit Massenauswanderung (1910-1920:-23,1%) auf einen historischen Bevölkerungstiefstand. Diese veränderte sich in der Zwischenkriegszeit kaum. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs begann ein starkes Bevölkerungswachstum, welche bis ins Jahr 2000 anhielt (1941-2000:+106,8%). Grund waren die besseren wirtschaftlichen Möglichkeiten innerhalb der Gemeinde. Seit dem Jahr 2000 stagniert die Einwohnerzahl.
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!colspan="2" | Bevölkerungsentwicklung
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!Jahr
!Einwohner
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|align="center"|1870 /'>| align="center"|225
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|align="center"|1941 /'>| align="center"|148
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|align="center"|2000 /'>| align="center"|306
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|align="center"|1965 stillgelegten Maggiatalbahn, welche Bignasco mit Locarno verband.
Heute ist sie durch die Linie 10 der FART, Locarno-Cavergno, ans Netz des Öffentlichen Verkehrs angeschlossen. Von Bignasco aus verkehren zwei Postautolinien. Eine ins Val Bavona (Bignasco-Foroglio-San Carlo) und eine ins Val Lavirazza (Bignasco-Fusio).
Geschichte
Allgemeine Geschichte
1230 wurde Bignasco erstmals unter dem Namen Bugnascho erwähnt. Unter dem heutigen Namen erscheint die Gemeinde in einem Dokument von 1364. Die Gemeinde gehörte im Mittelalter zum Gebiet Roana superior. Sie beteiligte sich mit einem grösseren Kontingent an der Vertreibung der Walliser im Jahr 1484. Vom frühen 16. Jahrhundert bis 1798 war sie Teil der Ennetbirgischen_Vogteien. Danach gehörte Bignasco bis 1803 zum Kanton Lugano. Seither ist Bignasco als Teil des Distretto di Vallemaggia (Bezirks Maggiatal) ein Teil des Kantons_Tessin.
Fusion mit Nachbargemeinden
Am 22. Oktober 2006 wurde Bignasco mit Cavergno und Cevio zur Gemeinde Cevio fusioniert. Die per 23. Januar 2005 geplante Fusion musste zurückgestellt werden, da noch eine Klage vor Bundesgericht hängig war (Bundesamt für Statistik: Angekündigte Änderungen seit der Mutationsmeldung Nr. 81 zum Amtlichen Gemeindeverzeichnis der Schweiz, Ausgabe 20. Januar 2006). Im April 2006 wurde die Beschwerde der Gemeinde Bignasco gegen die Zwangsfusion durch das Bundesgericht abgewiesen.
Sehenswürdigkeiten
Etliche Bauwerke aus vergangenen Jahrhunderten sind noch vorhanden. So eine alte Steinbrücke, die Dorfkirche, die Kapellen San Rocco (aus dem Jahr 1597) und Santa Maria del Ponte (1512, mit Fresken), sowie diverse Bauten aus dem 19. Jahrhundert.
Die grösste Sehenswürdigkeit auf Seiten der Natur ist der Wasserfall beim Weiler Foroglio.
Weblinks
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