Walkringen
Walkringen ist eine politische Gemeinde im Amtsbezirk Konolfingen des Kantons Bern in der Schweiz.
Geographie
Walkringen liegt auf , 13 km östlich der Kantonshauptstadt Hasle bei Burgdorf, Lützelflüh, Landiswil, Arni_(BE), Biglen, Worb und Vechigen.
Bevölkerung
Mit 1852 Einwohnern (Ende 2005) gehört Walkringen zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Bern. Von den Bewohnern sind 97.1 % deutschsprachig, 0.5 % sprechen Serbokroatisch und 0.5 % Albanisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Walkringen belief sich 1850 auf 2055 Einwohner, 1900 auf 1932 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts pendelte die Bevölkerungszahl zunächst im Bereich zwischen 1900 und 2050 Personen, nahm dann aber bis 1990 auf 1735 Einwohner ab. Seither wurde wieder eine Bevölkerungszunahme verzeichnet.
Wirtschaft
Walkringen war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben der Ackerbau, die Milchwirtschaft und die Viehzucht einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Zahlreiche weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. In Walkringen sind heute Betriebe des Baugewerbes, des Landmaschinenbaus, des Metallbaus, mechanische Werkstätten, Schreinereien, Sägereien und Autogaragen vertreten. Das Rüttihubelbad ist heute ein auf anthroposophischer Grundlage geführtes Sozial-, Kultur- und Tagungszentrum mit Alters- und Pflegeheim. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in den grösseren Ortschaften der Umgebung und in der Agglomeration Bern arbeiten.
Verkehr
Die Gemeinde ist verkehrstechnisch recht gut erschlossen. Sie liegt an einer Hauptstrasse, die von Burgdorf via Grosshöchstetten nach Thun führt. Am 21. Juli 1899 wurde die Eisenbahnlinie von Hasle-Rüegsau nach Thun mit Bahnhöfen in Walkringen und in Bigenthal eröffnet. Für die Feinverteilung im öffentlichen Verkehr sorgt ein Postautokurs, welcher die Strecke von Worb via Rüttihubelbad nach Walkringen bedient.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1220 unter dem Namen Walchenringin. Später erschienen die Bezeichnungen Walkeringen (1234), Walchenrengen (1239), Walgeringen, Waltgeringen (1314), Walcringen (1384) und Walkringen (1389). Der Ortsname geht auf den althochdeutschen Personennamen Walheri oder Waldger zurück und bedeutet demnach bei den Leuten des Walheri/Waldger''.
Seit dem 13. Jahrhundert gehörte Walkringen zur Herrschaft Worb, welche unter der Oberhoheit der Grafen_von_Kyburg stand. 1397 gelangte das Dorf als Geschenk an die Kartause Thorberg. Es befand sich ab 1406 unter der Oberhoheit der Stadt Bern. Nach der Säkularisation des Klosters (1528) wurde das Gebiet von einem auf Thorberg residierenden Landvogt verwaltet. Die hohe Gerichtsbarkeit lag beim Landgericht Konolfingen.
Der nördliche Gemeindeteil mit Bigenthal erlebte eine andere Geschichte: Er gehörte zum Emmentaler Landgericht Ranflüh und ab dem frühen 16. Jahrhundert zum Schultheissenamt Burgdorf.
Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) wurden beide Teile vereinigt und gehörten während der Helvetik zum Distrikt Höchstetten und ab 1803 zum Oberamt Konolfingen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt. Durch die Melioration des Walkringenmooses und die Anlage von Schleusen und Entwässerungsgräben wurde 1860 fruchtbares Kulturland gewonnen.
Sehenswürdigkeiten
Die reformierte Pfarrkirche von Walkringen wurde in spätgotischen Stilformen erbaut. Im alten Ortskern sowie in den Weilern Wikartswil und Schwändi sind zahlreiche charakteristische Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten.
Weblinks
• Offizielle Website der Gemeinde Walkringen

