Bierfalle
Als Bierfalle bezeichnet man eine mechanische Methode, Schnecken im Haus- und Gartenbereich zu bekämpfen.
Aufbau einer Bierfalle
Der Aufbau ist einfach. Es werden Becher eingegraben, die etwa zur Hälfte mit Bier gefüllt sind. Gelegentlich wird eine Überdachung der Falle verwendet, um die Verwässerung des Bieres mit Regenwasser zu vermeiden. Der Biergeruch zieht die Schnecken sehr stark an, sie geraten in die Falle und ertrinken.
Bierfallen müssen gewartet werden. Biersorte und Alkoholgehalt haben keine Auswirkung auf die Funktion der Falle.
Vorteile der Bierfalle
Schnecken lassen sich damit direkt und kostengünstig vernichten. Es entsteht zudem keine Gefährdung für andere Tiere.
Nachteile der Bierfalle
Sie zieht auch Schnecken aus weiter Umgebung an, die auf ihrem Weg zur Falle Fraßschäden anrichten und Eigelege ablegen können. Deshalb wird sie vor allem im Frühling eingesetzt, wenn das Nahrungsangebot für die Schnecken noch gering ist. Rechtzeitig eingesetzt lässt sich das Auftreten einer späteren Schneckenplage im Sommer verhindern, weil bereits gefangene Tiere keine Nachkommen mehr zeugen. Erstmalig im Sommer angewendet, können Bierfallen eine größere Ansammlung von Schnecken bewirken. Sie locken die Tiere herbei. Das Bier wirkt auch anziehend auf weitgehend unschädigende Schneckenarten wie z. B. die unter Naturschutz stehende Weinbergschnecke und andere Gehäuseschnecken.
Alternativen zur Bierfalle
Schneckenzaun
Schneckenkorn
Laufenten
* Ansiedelung und Schutz natürlicher Fressfeinde der Schnecke, zum Beispiel Igel, Frösche, Eidechsen. Weinbergschnecken ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenen Pflanzen (Welkfutter). Darüber hinaus fressen sie Eigelege von Nacktschnecken und tragen damit zur natürlichen Kontrolle des Nacktschneckenbestandes in einem Garten bei.
* Absammeln und die Schnecken, sofern man sie nicht töten möchte, mindestens ein bis zwei Kilometer von der Fundstelle entfernt aussetzen.* Eine tierfreundliche, Naturschutz-konforme und effektive Möglichkeit ist das Besprühen der Pflanzen mit einer Lösung aus Lebermoosextrakt und Wasser. Prof. Dr. Jan-Peter Frahm vom Botanischen Institut der Universität Bonn hat nachgewiesen, dass Schnecken solcherart behandelte Pflanzen selbst dann meiden, wenn ihnen keine weitere Nahrungsquelle zur Verfügung steht. Der Schutz sollte nach starken Regenfällen erneuert werden. Die Lösung ist sehr ergiebig, einfach anzuwenden und kostengünstig.
* Sinnvoll ist es im Hobbygartenbereich, auf schneckenresistente Stauden, Sommerblumen und Nutzpflanzen auszuweichen. So kann auf die Schneckenbekämpfung verzichtet werden. Im Buch "Pflanzen, die Schnecken mögen oder meiden sowie Abwehrtipps" von Susanne Sailer werden schneckenfeste Pflanzen vorgestellt und der Gefährundsgrad der wichtigsten Gartenpflanzen aufgeführt.
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