Phacelia
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Phacelia
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Die Gattung Phacelia gehört zur der Wasserblattgewächse (Hydrophylloideae) in der der Rauhblattgewächse (Boraginaceae). Sie wird auch Büschelschön, Bienenfreund, oder Bienenweide genannt. Das Wort Phacelia kommt von griechisch phakelos = Büschel.
In der Landwirtschaft am meisten verbreitet ist die Art Borstiger Bienenfreund (Phacelia tanacetifolia), von der es mehrere Zuchtsorten gibt.
Botanik
Phacelien sind einjährige krautige Pflanzen und werden bis zu 70 cm hoch. Oben sind sie ästig und steifhaarig. Die Stängel sind röhrig. Die Blätter sind doppelfiederschnittig. Die endständigen Blütenstände sind wickelig-schneckenförmig eingerollt. Die glockig-radförmigen Blüten sind blau-violett bis hellblau. Die Pflanze hat ein flach streichendes, dichtes Wurzelsystem.
Standort
Phacelien kommen verwildert an Straßen- und Wegrändern, auf Äckern und Schuttplätzen vor. In ihrer Heimat Kalifornien wachsen sie an trockenen, steinigen Berghängen. Sie sind anspruchslos und trockenheitsverträglich, aber nicht winterhart. Deshalb können sie sich in Mitteleuropa als Neophyten nicht großflächig durchsetzen.
Verbreitung
Das ursprüngliche Heimatgebiet der Phacelia ist der US-Bundesstaat Kalifornien.
Verwendung
Verwendung als Imkerpflanze
thumb|240px|Feld_mit_Phacelia
Phacelia wird in Mitteleuropa häufig als Bienenweide angesät. Sie gilt als sehr ertragreiche Bienentrachtpflanze, deren Trachtwert dem von Weißklee entspricht. Erträge von 500 kg Honig je Hektar sind möglich.
Verwendung als Bodenverbesserer
Phacelia eignet sich sehr gut zur Gründüngung. Mit ihrem dichten Wurzelsystem nutzt sie die Nährstoffvorräte im Boden gut aus und übergibt sie nach Verrottung leicht an die Nachfolgefrucht. Sie hinterlässt eine dicht durchwurzelte, gare Krume. Die feingliedrigen Blätter führen zu einer sehr guten Bodenbeschattung und wirksamen Unkrautunterdrückung.
Die hohen Mengen organischen Materials, die im Boden verbleiben, erhalten oder erhöhen den Humusgehalt und damit die Ertragsfähigkeit der Böden. Dadurch wird die Bodenstruktur verbessert und die Ertragssicherheit nimmt langfristig auch auf leichteren Böden zu.
Resistenz gegen Schädlinge und Hemmung von Schädlingen
Die Phacelia wird auch deshalb gerne als Zwischenfrucht und Gründünger verwendet, weil sie die einzige Kulturpflanze in der Familie der Hydrophyllacea ist. Dadurch gibt es keine Probleme bei der Fruchtfolge, wie dies bei verwandten Sippen oft der Fall ist. Dem gegenüber wird bei kreuzblütigen Kulturpflanzen wie beispielsweise Raps, Kohl, Rettich das Auftreten familienspezifischer Erkrankungen wie der Kohlhernie begünstigt, wenn die Fruchtfolge nicht eingehalten wird.
Vor allem in Betrieben mit Rübenanbau wird die Phacelia angebaut, da sie eine hemmende Wirkung auf Rüben-Nematoden (Rübenälchen) hat.
Verwendung im Weinbau
Zur Zwischenbegrünung im Weinbau werden im Frühjahr ca. 10 - 12 kg Saatgut pro Hektar ausgesät.
Bedeutung in der Genetik
Am Beispiel der ebenfalls in Nordamerika vorkommenden Phacelia magellanica?Gruppe konnte nachgewiesen werden, dass Fortpflanzungsbarrieren zwischen einzelnen Arten im Pflanzenreich weit weniger gut funktionieren als im Tierreich, oder anders ausgedrückt, dass pflanzliche Genome sehr flexibel sein können.
So gehören der P. magellanica-Gruppe Arten mit mehreren Ploidiestufen an, das heißt, es gibt jeweils Rassen, die diploid, tetraploid und hexaploid sind, und die sich nicht oder nur schlecht kreuzen. Die Tetraploiden der verschiedenen Arten dagegen kreuzen sich untereinander relativ leicht. Der Genaustausch zwischen den "Tetraploiden unterschiedlicher Arten" ist also leichter als zwischen den Ploidierassen der jeweils gleichen Art.
Systematik
Es gibt 150 Phacelia-Arten (Auswahl):
*P. calthifolia
*P. fremontii
*P. magellanica
*P. parryi
*P. secunda
*P. tanacetifolia

