Biegung (Reiten)
Die Biegung ist eine gymnastizierende Übung für das Reitpferd.Im Gegensatz zur Stellung, erfolgt Biegung nicht nur im Genick, sondern über die gesamte Längsachse des Pferdes, das heißt sie erfolgt vom ersten Halswirbel (Atlas) bis zum Schweif. Dabei muss beachtet werden, dass das Pferd im Hals nicht stärker gebogen wird als in den Rippen. Dazu wird der innere Schenkel eingesetzt, um den das Pferd gebogen wird. Auf gebogenen Linien, z.B. Zirkel oder Volte soll die Biegung des Pferdes der Krümmung der Linie entsprechen. In einer Volte mit 10 Metern Durchmesser wird also mehr Biegung verlangt als auf dem Zirkel mit 20 Metern.
In Seitengängen wird ebenfalls eine Biegung verlangt, obwohl sich das Pferd auf einer geraden Linie bewegt.
Während man Stellung auch ohne Biegung reiten kann (z.B. Schenkelweichen), ist das Biegen des Pferdes ohne eine gleichzeitige Stellung schon aus reiner Überlegung sowie anatomischen Gründen nicht möglich.
Lektionen mit Stellung und Biegung sind z. B. Zirkel, Schlangenlinie und Volte (vgl. Bahnfigur).

