Joe Biden
Joseph Robinette "Joe" Biden, Jr. (20. November 1942 in Scranton, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen_Partei. Der Professor für Rechtswissenschaft ist Mitglied des US-Senats für Delaware und hat erklärt, bei den US-Präsidentschaftswahlen 2008 zu kandidieren.
Frühe Karriere und Familie
Biden studierte an der University of Delaware in Newark und nach dem erfolgreichen Studienabschluss am der Syracuse University College of Law. 1968 graduierte er dort und arbeitet ab 1969 als Anwalt in Delaware. Seit 1991 leitet er ein Seminar über US-amerikanischen Verfassungsrecht an der Widener University School of Law.
Seine erste Frau Neilia geb. Hunter und sein jüngstes Kind, Amy, starben 1972 bei einem Autounfall, seine beiden Söhne überlebten schwerverletzt. 1977 heiratete er Jill Tracy Jacobs mit der er ein weiteres Kind hat. Sowohl Joe als auch Jill Tracy sind Mitglied der römisch-katholischen Kirche.
Politische Karriere
Biden trat 1973 zu seiner ersten Amtszeit als US-Senator an und hat seitdem fünf weitere Wahlen gewonnen. Als regelmäßiger Bahnfahrer vertritt er dort die Interessen von Amtrak und sieht sich als Interessenvertreter der Dover US-Airforce-Base und der Hühnerverarbeitungsindustrie Delawares. Als Redner ist er bekannt für seine artikulierten und emotionsweckenden, wenn auch oft, langen Reden. Derzeit (2006) sitzt er im United States Senate Committee on the Judiciary und United States Senate Committee on Foreign Relations, im letzten ist er Ranking Minority Member.
Im Justizausschuss war er von 1987 bis 1995 Vorsitzender und von 1981 bis 1987 sowie von 1995 bis 1997 als Ranking Minority Member. In seine Amtszeit als Vorsitzender fielen die stark umstrittenen Ernennungen der Supreme-Court-Richter Robert Bork (1987) und Clarence Thomas (1991).
Er war maßgeblich am Violent Crime Control and Law Enforcement Act (1994) beteiligt, der Waffenbesitz einschränkte, die Todesstrafe auf Bundesebene ausweitete und eine Reihe neuer Verbrechen in den Bereich der Bundesbehörden definierte wie bestimmte Immigrationsverbrechen, Hate Crimes, Bandenverbrechen oder Sexualverbrechen. Teil des Gesetzes war der Violence Against Women Act, der die Rechte von Frauen ausweitete. Ebenso war er 2003 Autor des RAVE Acts (Reducing Americans' Vulnerability to Ecstasy Act), der aufgrund seiner sehr umfassenden Maßnahmen Kritik der elektronischen Musikszene auf sich zog. Barone, Michael The Almanac of American Politics 2005.
Als Vorsitzender des International Narcotics Control Caucus verfasste Biden die Gesetze, die den US-"Drogenzar" etablierten, welcher die Anti-Drogenpolitik der USA koordiniert. Als Mitglied des Ausschusses setzt sich Biden für weitere Maßnahmen gegen Flunitrazepam, MDMA (Ecstasy), Ketamin oder Steroide ein. Barone, Michael The Almanac of American Politics 2005.
Außenpolitisch war er bereits früh Anhänger einer aktiven und notfalls gewaltsamen US-Außenpolitik im Balkan. Er nannte Slobodan Milo?evi? schon früh einen Kriegsverbrecher, setzte sich dafür ein das Waffenembargo gegen die Gegner der Serben aufzuheben und bosnische Muslime militärisch zu trainieren. Sein Einsatz für Lufteinsätze der NATO war mit ausschlaggebend, Bill Clinton von dieser Option zu überzeugen.Barone, Michael The Almanac of American Politics 2005.
Nach den Anschlägen vom 11._September unterstützte Biden US-Präsident George W. Bush und forderte mehr Bodentruppen_in_Afghanistan; ebenso pflichtete er der Einschätzung bei, dass Saddam Hussein eliminiert werden müsse. Im Senat stimmte er der endgültigen Resolution zum Irak-Krieg zu.Barone, Michael The Almanac of American Politics 2005.
Präsidentschaftskandidaturen
Bei den Präsidentschaftswahlen 1988 stieg Biden aus dem Rennen aus, nachdem Plagiatsvorwürfe gegen ihn erhoben wurden. Er hatte eine Rede des britischen Labour-Vorsitzenden Neil Kinnock kopiert, die Einzelheiten zum persönlichen Leben enthielt, die in Kinnocks Fall stimmten, bei Biden aber nicht. Für die Präsidentschaftswahlen 2008 gilt er seit 2004 als potenzieller Kandidat der Demokraten und erklärte am 27. März 2006, dass er kandidieren würde.Dickinson, Tim (21. März, 2006). [http://www.rollingstone.com/politics/nataffdaily/story/9518235/biden_in_gore_out?rnd=1143406767000&has-player=true Biden In; Gore Out] Rolling Stone.
Anmerkungen
Weblinks
*U.S. Senate (2005). [http://biden.senate.gov/ Website beim Senat]
• USC Center on Public Diplomacy Profile
*Richard Cohen (2006). [http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2006/01/11/AR2006011102041.html Loose Lips Sink - Biden's Leadership Is Lost In All His Talk] Washington Post.
*Dan Balz (2005). [http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2005/06/19/AR2005061900693.html Biden to Seek Presidential Nomination].
*Joseph R. Biden Jr. (2005). [http://washingtontimes.com/commentary/20051110-080159-3589r.htm Wise investment in war on terror]
*Citizens for Biden (2005). [http://www.joebiden.com/ Wahlkampfsite].
*Unite Our States (2005). [http://www.uniteourstates.com/ Joseph R. Bidens PAC]

