Bibliotheksmagazin
Ein Bibliotheksmagazin ist ein Lager für Medien in einer Bibliothek, das in der Regel für den Bibliotheksbenutzer nicht frei zugänglich ist.]]
Diese werden oft nicht nach Fachgruppen aufgestellt, sondern aus Platzgründen nach dem Zeitpunkt der Erwerbung (Akzession) ? so genannter Numerus Currens. Dabei wird auch das Buchformat berücksichtigt, Großformate stehen meist separat.
Als Service für den Benutzer versucht man auch in wissenschaftlichen Bibliotheken heute, möglichst viele Bücher in der Freihandaufstellung, also für den Nutzer direkt zugänglich, anzubieten. Man spricht insofern auch von Freihandmagazinen.
In Universitätsbibliotheken genossen Ordinarien früher das Privileg, freien Zugang zum Magazin zu haben. Heute wird in der Regel Benutzern nur in Ausnahmefällen auf Antrag die Möglichkeit eingeräumt, Bestände am Regal im Magazin zu sichten.
Bauliche Anforderungen an Magazine, die sich insbesondere aus den Aspekten Katastrophenschutz, Sicherheit, Arbeitsschutz ergeben, regelt die Kunde vom Bibliotheksbau.
Zur Erhöhung der Kapazität von Magazinen werden auch Kompaktregalanlagen (auch "Fahrregale" genannt) eingesetzt. Hierbei werden die einzelnen Regale (genauer: Regalachsen) ohne einen so genannten Bediengang aneinander gestellt, wofür die Regale auf einen Fahrboden stehen, der wiederum auf Schienen steht und verschoben werden kann. Damit könnten alle Regale dicht an dicht aneinandergeschoben werden, ohne Platz für einen Bediengang zu lassen, von dem aus an das Regal getreten werden kann. In der Regel sind diese Regalanlagen ein Block, der mindestens Platz für einen Bediengang zwischen 0,75m und 0,9m lässt.
Um an ein bestimmtes Regal zu gelangen, werden die übrigen Regale manuell oder elektromotorisch verschoben, so dass ein Bediengang zwischen zwei Regalen entsteht. Der Vorteil dieser Bauweise besteht in einer bis zu 100% höheren Speicherkapazität gegenüber festen Regalanalgen. Nachteilig ist, dass in einem Kompaktmagazin immer nur eine (bzw. eine pro Kompaktmagazinblock) Regalachse zugänglich ist und eine erhöhte Gefährdung einer Person zwischen den Regalen besteht (versehentliches Zuschieben).
Selten werden in Bibliotheken automatische Hochregalanlagen, wie sie aus der industriellen Logistik bekannt sind, eingesetzt.
Siehe auch: Chaotische Lagerhaltung

