Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Das Haus der Geschichte des Ruhrgebiets in Bochum ist eine Einrichtung der Ruhr-Universität Bochum und versteht sich als interdisziplinäre Forschungsstätte. Unter seinem Dach sind die Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets und das Institut für soziale Bewegungen untergebracht.
Die Stiftung wurde von Klaus Tenfelde initiiert und im Juni 1998 von der Bezirksregierung_Arnsberg genehmigt. Zum Stiftungszweck zählt "..., die ihr übertragenen Buchbestände und Archive zu schützen und zu erhalten, sinnvoll zu nutzen, wissenschaftlich zu erforschen, zu erweitern und öffentlich zugänglich zu machen." An der Stiftung beteiligen sich Ruhr-Universität Bochum, die Stadt Bochum, die RAG AG, der Unternehmensverband Ruhrbergbau, die DMT-Gesellschaft_für_Lehre_und_Bildung_mbH und die IG Bergbau, Chemie, Energie.
Der Bestand an einsehbaren und ausleihbaren Büchern beträgt über 450.000 Einzelbände und 580 Fachzeitschriften. Besonders bemerkenswert ist der Bestand der 1859 gegründeten Bergbaubibliothek mit 240.000 Einzelbänden, der bis zu 200 Jahre alte Einzelstücke enthält. Dazu zählen neben Fachbüchern zu diversen Themen von Technik und Bergbau auch historische Karten und die vollständig vorhandenen Geschäftberichte der im Ruhrgebiet tätigen ehemaligen Eisenbahngesellschaften.
Zu den weiteren Beständen gehören die Bibliothek des Instituts für soziale Bewegungen (ca. 140.000 Bände) sowie die Bibliothek der vormaligen Industriegewerkschaft Bergbau und Energie (ca. 35.000 Bände). Die Dokumentationsstelle Ruhrgebietsforschung (DSR) erfasst insbesondere einschlägige Ruhrgebietsliteratur.
Das Haus der Geschichte des Ruhrgebiets ist in der ehemaligen Druckerei der IG Bergbau und Energie nahe dem sogenannten Bochumer Bermuda-Dreiecks untergebracht.
Lage
* Anschrift: Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstr. 17-19, 44789 Bochum
* ÖPNV: Bochum, Haltestelle Schauspielhaus
Weblinks
• Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
• Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets

