Biba-Modell
Das Biba-Sicherheitsmodell dient zur Kontrolle von Lese- und Schreibzugriffen in Computersystemen anhand von existierenden Benutzerrechten und deren Einstufung in ein Policy-basierendes Autorisierungssystem.Das Biba-Modell wurde 1977 von Ken Biba beschrieben. Biba, K. J. "Integrity Considerations for Secure Computer Systems", MTR-3153, Mitre Corporation, April 1977.
Gegenstand des Modells ist die Integrität der Daten. Das Biba-Modell ist eine Umkehrung des Bell-LaPadula-Sicherheitsmodelles, welches vor allem die Vertraulichkeit von Datenzugriffen adressiert. Eine Variation des Biba-Modell ist auch unter der Bezeichnung Low Watermark Mandatory Access Control bekannt.
Es werden vor jedem Zugriff zwei Regeln überprüft:
#No-Read-Down: Es darf einer höher eingestuften Ebene nicht möglich sein, Informationen einer tieferen Sicherheitsebene zu lesen.
#No-Write-Up: Es darf Schichten, welche über eine tiefere Sicherheitsebene verfügen, nicht erlaubt sein, Daten in eine höhere Sicherheitsebene zu schreiben.
Beispiel:
*Kalibrationsdaten eines EKG dürfen von normalen Benutzern nur gelesen werden, nie geschrieben, da den Daten nicht vertraut werden kann (no-write-up).
*Weiterhin darf der Kalibrationsvorgang nie Daten lesen, die von einem normalen Benutzer erstellt worden sind, da diese nicht über genügend Integrität besitzen (no-read-down).
Fussnoten
Siehe auch
• Access Control]
*Computersicherheit
*Bell-LaPadula
*Clark-Wilson-Modell

