Berlin-Südende
Südende (Suedende) bezeichnet eine ehemalige Villenkolonie im heutigen Berliner Ortsteil Steglitz des Bezirks_Steglitz-Zehlendorf.Geschichte
Die Villen- und Landhauskolonie Südende wurde 1872 gegründet und ab 1873 schrittweise errichtet. Sie war damals Teil der Gemarkung Mariendorf (Kreis_Teltow) an der Stadtgrenze Berlins. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahre 1920 wurde Südende Teil des 12. Berliner Bezirks_Steglitz. Seit 2001 ist Südende eine Ortslage in Steglitz und gehört zum sechsten Verwaltungsbezirk Steglitz-Zehlendorf.
Große Teile Südendes wurden in den Jahren 1943?1945 durch Bombenangriffe und andere Auswirkungen des Zweiten_Weltkrieges zerstört. Seit Ende der 1950er Jahre setzte ein Wiederaufbau bzw. eine völlige Neubebauung ein, die teilweise bis heute anhält. Bekanntestes Sanierungsopfer wurde das ehemals zweitgrößte Ausflugslokal Berlins, das ?PaReSü? (Park Restaurant Südende), mit damals rund 2000 Plätzen, der mit 16 Bahnen größten Kegelhalle Europas, großem Tanz- und Sitzungssaal, sowie Ruderbootverleih und Badeanstalt direkt am ? zum Grundstück gehörenden ? natürlichen Teich, dem Hambuttenpfuhl.
Der Name Südende ist keine Besonderheit in Berlin, es gibt aus der gleichen Gründungszeit auch die Bezeichnungen Ostend in Köpenick und in Schöneberg (Teil_der_Roten_Insel), Nordend (Pankow) und Westend (Charlottenburg).
Persönlichkeiten
In Südende lebten unter anderem Günther_Freiherr_von_Hünefeld, Rosa Luxemburg, Arnold Schönberg, George Grosz, Jochen Klepper, Adolf Reichwein und der Schauspieler Rolf Zacher. 1892 unternahm hier Otto Lilienthal Flugversuche.
Verkehr
In der Ortslage befindet sich die gleichnamige S-Bahnstation an der Anhalter Bahn sowie die Station Attilastraße an der Dresdner Bahn. Südende wird vom Steglitzer Damm durchquert.
Weblinks
• Steglitz-Südende [http://www.dose-suedende.cabanova.de/], Geschichte und weitere Informationen zu Südende, Hrsg. Ralf Dose

