Berlin-Neukölln
Neukölln ist der namensgebende Ortsteil des Berlin. Bis 1912 hieß das Stadtgebiet Rixdorf bei Berlin.
Ortsteile und Stadtquartiere
]]Zum Ortsteil Neukölln gehören die Stadtteile Rixdorf (um den Richardplatz) und Böhmisches Dorf (um die Kirchgasse). Bekanntere Stadtquartiere im Ortsteil sind die Rollbergsiedlung (an der Rollbergstraße), die High-Deck-Siedlung und das Gebiet der Schillerpromenade. Die größten Straßen sind die Karl-Marx-Straße, die Hermannstraße und die Sonnenallee.
Geschichte und Bebauung
Neukölln hieß bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung in der Gründungsurkunde vom 26. Juni 1360 Richardsdorp, später Rieksdorf und schließlich Rixdorf. Der Ortskern befand sich am Richardplatz. Richardsdorf gehörte anfangs dem Johanniterorden, dem Nachfolger der Tempelritter, die in Tempelhof ansässig waren. Aus diesem Grund trägt das Wappen des Bezirks das Johanniterkreuz.
1737 gestattete Friedrich_Wilhelm I. die Ansiedlung böhmischer Exilanten in Rieksdorf, die wegen ihres evangelischen Glaubens vertrieben wurden. Diese Anhänger der Herrnhuter Brüdergemeine bauten ihre eigene Kirche und siedelten in einem eigenen Bereich abseits des Dorfangers, entlang der heutigen Richardstraße. Das entstandene Böhmische Dorf erhielt schließlich im Jahre 1797 als Böhmisch-Rixdorf eine eigene Verwaltung.
Mit der Wiedervereinigung der beiden selbstständigen Gemeinden Böhmisch-Rixdorf und Deutsch-Rixdorf am 1. Januar 1874 zur Einheitsgemeinde hatte der Ort Rixdorf bereits 8000 Einwohner, und wuchs im Folgejahr auf 15.000 Einwohner. Seit dem 1. Mai 1899 bildete Rixdorf, bis dahin als größtes Dorf Preußens zum Kreis Teltow gehörig, einen eigenen Stadtkreis.
Die Änderung von ?Rixdorf? zu ?Neukölln? erfolgte im Jahre 1912 und wurde von den Behörden deshalb beschlossen, weil der damalige populäre Gassenhauer ?In Rixdorf ist Musike? negativ für den Ort empfunden wurde. Der Name leitet sich von den nördlich des alten Rixdorf gelegenen Neucöllner Siedlungen ab, die auf die Lage vor den südlichen Toren des alten Berlin-Cölln hinweisen.
Mit dem 1. Oktober 1920 wurde der Stadtkreis Neukölln zusammen mit den Dörfern Britz, Rudow und Buckow als 14. Verwaltungsbezirk nach Groß-Berlin eingemeindet. Nach der Verwaltungsreform am 1. Januar 2001 gehört der Ortsteil Neukölln nunmehr zum achten Berliner Bezirk Neukölln.
Wichtige Straßen
Karl-Marx-Straße
Sonnenallee
Hermannstraße - mit ausführlichen Beschreibungen verschiedener Kieze und Friedhöfe an der Straße
Schillerpromenade - mit Schillerkiez
Erkstraße
Wichtige Plätze
Hermannplatz
Richardplatz
Reuterplatz
Größere Parkanlagen und Friedhöfe
Volkspark Hasenheide (südlich der Straße Hasenheide, welche zu Kreuzberg gehört)
Körnerpark
Schulenburgpark
Lessinghöhe
Böhmischer Gottesacker Rixdorf
Friedhöfe_an_der_Hermannstraße
Türkischer Friedhof Berlin
Kultur
Neuköllner Oper neben dem Passage Kino
Saalbau Neukölln
* Puppentheatermuseum Neukölln
* Galerie im Körnerpark
* Museum Neukölln
In Neukölln hat sich in in den letzten Jahren eine bemerkenswertes Künstlernetzwerk entwickelt.
So findet jährlich das Kulturfestival 48 Stunden von Neukölln statt.
Aber auch außerhalb der Festivals gibt es Kunst zu entdecken, wo sie möglicherweise gar nicht vermutet wird.
In Neukölln wurde am 3. Januar 1915 auch die bekannte UFA-Schauspielerin Mady Rahl geboren.
Gewässer
Neuköllner Schiffahrtskanal
Landwehrkanal
Teltowkanal
Sehenswürdigkeiten
Amtsgericht Neukölln
Betlehemkirche
Böhmisches_Dorf
Dammwegsiedlung
Geyer-Werke
Körnerpark
* Neue Welt Veranstaltungssaal
Rathaus Neukölln
Rixdorfer Schmiede
* Schultheiß-Saalbau an der Hasenheide
Sehitlik-Moschee
Stadtbad Neukölln
Volkspark Hasenheide
Einkaufszentren
* Kindl Boulevard
* Neukölln Arcaden, ehemals Forum Neukölln
Gropius Passagen
* Neucölln Carree
Literatur
* Verena S. Diehl, Jörg Sundermeier, Werner Labisch (Hrsg.): Neuköllnbuch. Verbrecher-Verlag, Berlin 2003. ISBN 3935843283
* Christiane Borgelt, Regina Jost: Architekturführer Berlin-Neukölln. Stadtwandel Verlag, Berlin 2003. ISBN 3-933743-9-15
* 100 Jahre Bauen für Neukölln ? Eine kommunale Baugeschichte. Herausgegeben vom Bezirksamt Neukölln von Berlin, Abt. Bauwesen. Berlin 2005. ISBN 3-00-015848-0
* Falk-Rüdiger Wünsch: Neukölln - Alte Bilder erzählen. Sutton Verlag, Erfurt 1998. ISBN 3-89702-096-3
* Wolfgang Borowski: Berlin-Neukölln - seine Geschichte und Denkmale Rixdorf. Hrsg. v. Bezirksamt Neukölln von Berlin. Berlin 1999.
Weblinks
• Der Bezirk Neukölln im Internet
• Kulturelles Bezirksfernsehen im Internet aus Neukölln
• Geschichte Neuköllns, bei Forum Neukölln, Hrsg. Arts@Work (H.Lenius)
• Berlin-Neukölln: seine Geschichte und Denkmale - Rixdorf
• 48 Stunden Neukölln (Kunst- und Kulturfestival)

