Berlin-Dahlem
{| cellpadding="2" style="float: right; width: 307px; background: #FFDEAD; margin-left: 1em; border-spacing: 1px;"! colspan=2 | Karte
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Lage von Dahlem im Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin
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! colspan=2 | Basisdaten
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| Bundesland: || Berlin
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| Steglitz-Zehlendorf
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| Geografische Lage: /'>|
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| Berlin, im Südwesten der Stadt zwischen den Ortsteilen Steglitz und Lichterfelde-West und dem Grunewald gelegen.
Viele Villen und kleine Parkanlagen prägen das Bild des Stadtteils. Zahlreiche Wissenschaftseinrichtungen sind in Dahlem angesiedelt, darunter auch die Freie Universität Berlin. Zudem befindet sich hier ein Museumsstandort der Staatlichen_Museen_zu_Berlin mit einer der weltweit bedeutendsten ethnologischen Sammlungen.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung Dahlems findet im Jahr 1275 statt. Im Schoßregister findet sich bereits 1450 eine Erwähnung des Ritterhofes des Otto von Milow. Nach dem Tod des letzten Milow ging das Dorf Dahlem und der Ritterhof an die Brüder Heinrich und Peter von Spiel, die schon über 24 der 52 Hufen Dahlems verfügten. Das repräsentative Gutshaus wurde 1560 von den Spiels angefertigt und ist heute das älteste Profangebäude von Berlin. 1655 wurde Dahlem und das Rittergut an Georg Adam von Pfuhl verkauft, der es 16 Jahre später an seinen Neffen Cuno Hans von Wilmerstorff veräußerte. Letzterer startete intensive Baumaßnahmen in dem vom 30-jährigen_Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogenen Dorf. 1799 verkaufte der letzte Wilmerstorff Dahlem und Schmargendorf an den Grafen Friedrich Heinrich von Podewils, der aber bereits 1804 starb. In seiner Zeit als Gutsherr wurden die letzten Bauern umgesiedelt und durch Landarbeiter ersetzt. Für 80.000 Taler erwarb Carl Friedrich von Beyme das Gut. Nach seinem Tod 1838 verkaufte seine Tochter Charlotte Gerlach 1841 das Dorf an den preußischen Domänenfiskus. 1901 findet die Aufteilung der Königlichen Domäne Dahlem, mit dem damaligen Ziel statt, dort einen vornehmen Villenort mit angegliederten wissenschaftlichen Einrichtungen (Deutsches Oxford) zu bauen, der die Gründerzeit-Villenkolonie Lichterfelde-West nach Norden an die Stadt anschließen sollte. Dahlem hatte zu diesem Zeitpunkt etwas mehr als 1000 Einwohner und lag im Landkreis Teltow. 1920 wird der Gutsbezirk Berlin-Dahlem mit 6244 Einwohnern als ein Ortsteil im Bezirk Zehlendorf nach Groß-Berlin eingemeindet. Martin Niemöller ist von 1931 bis 1937 Pfarrer der Gemeinde Berlin-Dahlem. Die zweite Bekenntnissynode der Bekennenden_Kirche wird 1934 in Dahlem abgehalten, die das kirchliche_Notrecht ausruft.
Sehenswürdigkeiten und Wissenschaftsstandort
Dahlem verfügt über viele Sehenswürdigkeiten und Museen. Darüber hinaus befinden sich am Wissenschaftsstandort Dahlem zahlreiche international bedeutende Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen.
Der U-Bahnhof Dahlem-Dorf wurde 1987 in Japan zum schönsten U-Bahnhof Europas gekürt.
Die Raumskulpturen ("Liebespaare") auf dem Bahnsteig schuf der in Berlin lebende Bildhauer Wolf van Roy.
Sehenswürdigkeiten
Jagdschloss Grunewald mit Gemäldesammlung
Philologische Bibliothek der Freien_Universität_Berlin von Architekt Lord Norman Foster
Der Botanische Garten Berlin-Dahlem liegt erstaunlicherweise gar nicht in Dahlem, sondern in Lichterfelde. Ursprünglich (1895) gehörte etwa ein Viertel der Fläche zur Gemarkung Dahlem. Siehe Grafik im Artikel Botanische_Garten_Berlin-Dahlem. Seit 1920 ? Gründung von Groß-Berlin ? liegt der gesamte Garten in Berlin-Lichterfelde.
Museen:
Museumszentrum Berlin-Dahlem mit:
*Museum_für_Asiatische_Kunst
*Ethnologisches Museum
*Museum Europäischer Kulturen
Domäne Dahlem – agrarhistorisches Freilichtmuseum
Brücke-Museum
Alliiertenmuseum zur Geschichte des Kalten_Krieges in Berlin
Wissenschaftsstandort Dahlem
Freie Universität Berlin
Max-Planck-Gesellschaft, hervorgegangen aus den Kaiser-Wilhelm-Instituten, die in Dahlem gegründet wurden.
*Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft
*Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft
*Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
*Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie
*Max-Planck-Institut für molekulare Genetik
*Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte
*Harnack-Haus, Tagungszentrum der Max-Planck-Gesellschaft
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft
Bundesinstitut für Risikobewertung
Deutsches Archäologisches Institut
Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin
Geheimes_Preußisches_Staatsarchiv
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
Institut für Museumskunde
Literatur
*Michael Engel: Geschichte Dahlems. Berlin-Verlag, Berlin 1984, ISBN 3-87061-155-3
*Harry Balkow-Gölitzer: Eine noble Adresse: Prominente in Berlin-Dahlem und ihre Geschichten. Berlin-Edition, Berlin 2005, ISBN 3-8148-0136-9
*Eckart Henning, Marion Kazemi: Dahlem ? Domäne der Wissenschaft. Ein Spaziergang zu den Berliner Instituten der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft im ?deutschen Oxford?. Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin 2002, ISBN 3-927579-16-5
*Dahlem ? St. Annen: Zeiten eines Dorfes und seiner Kirche. Domäne Dahlem, Verlag und Ökonomie, Berlin 1989, ISBN 3-9802192-1-6
*Carl-Philipp Melms: Chronik von Dahlem, 1217 bis 1945 : Vom Rittergut zur städtischen Domäne. arani Verlag, Berlin 1957 und 1982, ISBN 3-7605-8528-0
Weblinks
• Alliiertenmuseum
• Domäne Dahlem
• Stadtplan von Dahlem (Freie Universität Berlin)
• Harnack-Haus

