Berlin, Berlin
Berlin, Berlin ist eine für die ARD produzierte Fernsehserie, die von 2002 bis 2005 im Vorabendprogramm (Dienstag bis Freitag 18:50 Uhr) des Ersten erstausgestrahlt wurde. Regie führten unter anderem Franziska Meyer Price, Christoph Schnee, Sven Unterwaldt Jr. und Titus Selge.
Handlung
Die Serie erzählt die Geschichte von Lolle (Felicitas Woll), die nach dem Abitur ihrem Freund Tom aus dem Dorf Malente nach Berlin folgt. Dort angekommen stellt sie fest, dass ihr Freund sich für eine andere Frau entschieden hat. Lolle beschließt, in Berlin zu bleiben, und erlebt zahlreiche Großstadt- und Liebesabenteuer.
Seit der ersten Ausstrahlung am 5. März 2002 wurde die Serie von Publikum und Kritikern gleichermaßen positiv aufgenommen. Die ARD unterstützte den Start neuer Staffeln mit massiven Plakat- und Anzeigenkampagnen. Im Schnitt erreichte die Serie in der Altersgruppe der 14- bis 29-jährigen einen Marktanteil von 16,6 Prozent, bevor am 4. April 2005 die letzte Folge gesendet wurde. Die Serie wurde nach vier Staffeln beendet, da die Hauptdarstellerin nicht mehr weitermachen wollteSo der ausführende Produzent Bernhard Gleim in einem Fernsehinterview, das Radio Bremen mit ihm und dem Drehbuchautor David Safier anlässlich der Verleihung des International Emmy Award 2004 führte und das auf der dritten DVD der dritten Staffel enthalten ist..
Comic
Das Besondere an Berlin, Berlin ist der drei-Sekunden-Comic, der die Handlung pro Folge etwa drei- oder viermal unterbricht. Die Comic-Lolle, die selber nicht spricht, drückt mit ihren Taten aus, was in der echten Lolle gerade vorgeht, so zum Beispiel schlägt sich die Comic-Lolle mit einem überdimensionalen Hammer in den Boden, wenn die echte Lolle gerade bemerkt, dass sie irgendwo in ein Fettnäpfchen getreten ist. Oder es quellen der Comic-Lolle vor Gier die Augen aus dem Kopf, wenn die echte Lolle mit einem ihrer zahlreichen Jungs, mit denen sie etwas angefangen hat, spontan ins Bett gehen will. Auch die anderen Figuren der Serie tauchen als Comic-Version auf; Lolles Mutter - mit der sie sich nicht besonders gut versteht - verwandelt sich als Comic-Mutter wahlweise in einen Eiszapfen, einen Feuer speienden Drachen oder ähnliches, je nachdem, was Lolle gerade von ihrer Mutter denkt.
Preise
Die Serie wurde 2004 mit dem Deutschen_Fernsehpreis in der Kategorie ?Beste Sitcom? und dem Emmy in der Kategorie ?Best Comedy? (für die Folge 47) ausgezeichnet. 2005 wurde die Serie erneut für einen Emmy nominiert, gewann aber nicht.
Die Hauptdarstellerin der Serie, Felicitas Woll, wurde für ihre schauspielerische Leistung in der Rolle der Lolle 2002 mit dem Deutschen_Fernsehpreis, 2003 mit dem Adolf-Grimme-Preis und 2004 mit der Goldenen_Rose_von_Luzern für die beste weibliche Sitcom-Hauptrolle ausgezeichnet.
Hauptautor David Safier erhielt für das Buch zur Serie 2003 ebenfalls einen Grimme-Preis in der Sparte Fiktion und Unterhaltung und war 2002 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert.
Ausstrahlung
Berlin, Berlin wird in zehn weiteren Ländern ausgestrahlt:
*Österreich (Erstausstrahlung 16. April 2004)
*Schweiz (Erstausstrahlung 2003)
*Ungarn (Erstausstrahlung 2. Januar 2005)
*Finnland (Erstausstrahlung 8. September 2005)
*Frankreich (Erstausstrahlung 2. Januar 2006)
*Spanien
*Slowenien
*Kroatien
*Slowakei
*Italien
Weblinks
• Episodenführer
• Seite zur Serie bei der ARD
*

