Berken
Berken ist eine politische Gemeinde im Amtsbezirk Wangen des Kantons Bern in der Schweiz.
Geographie
Berken liegt auf , 6 km westlich der Stadt Schotterebene eingegraben hat. Von der Aare erstreckt sich der Gemeindebann südwärts über die Niederterrasse (rund ) auf die deutlich abgegrenzte Hochterrasse (rund ). Die Hochterrasse wird untergliedert durch das Tälchen des Seebachs, des Abflusses aus dem Heimenhausen, Walliswil bei Wangen, Walliswil bei Niederbipp und Bannwil.
Bevölkerung
Mit 49 Einwohnern (Ende 2005) gehört Berken zu den kleinsten Gemeinden des Kantons Bern. Von den Bewohnern gaben im Jahr 2000 100 % Deutsch als Muttersprache an. Die Bevölkerungszahl von Berken belief sich 1850 auf 77 Einwohner, 1900 auf 114 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerungszahl durch starke Abwanderung um mehr als 50 % ab.
Wirtschaft
Berken war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben der Ackerbau und die Milchwirtschaft sowie die Forstwirtschaft einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. Östlich von Oberberken wird eine Kiesgrube ausgebeutet. Einige Erwerbstätige sind Wegpendler, die hauptsächlich in der Region Langenthal-Herzogenbuchsee arbeiten.
Verkehr
Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsachsen an einer Verbindungsstrasse von Wangen an der Aare nach Langenthal. Berken besitzt auch einen Aareübergang. Der nächste Anschluss an die Autobahn A1 (Bern-Zürich) befindet sich rund 5 km vom Ortskern entfernt. Das Dorf hat keine Anbindung an das Netz des öffentlichen Verkehrs.
Geschichte
Einzelne Funde aus dem Mesolithikum und dem Neolithikum belegen eine sehr frühe Besiedlung des Gemeindegebietes. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1272 unter den Namen Berinkon und Berinchoven. Später erschienen die Bezeichnungen Berikofen (1358), Beronkon (1359), Berikon (1365), Bercken (1432) und Berigken (1557). Der Ortsname geht auf den althochdeutschen Personennamen Bero zurück. Mit der Namensendung -ken (eigentlich ein Zusammenzug von -igkofen), die typisch für im 7. und 8. Jahrhundert gegründete alemannische Siedlungen ist, bedeutet er soviel wie bei den Höfen der Leute des Bero, wobei so genannte Aussiedlerhöfe gemeint sind.
Seit dem Mittelalter unterstand Berken der Herrschaft Aarwangen. Nachdem das Geschlecht der Herren von Aarwangen ausgestorben war, gelangte das Dorf 1341 an die Freiherren von Grünenberg (Melchnau), ebenfalls ein Dienstmannengeschlecht der Habsburger. Durch Kauf kam Berken 1432 unter Berner Herrschaft und wurde der Landvogtei Aarwangen zugeordnet. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Berken während der Helvetik zum Distrikt Wangen und ab 1803 zum Oberamt Wangen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt. Berken besitzt kein eigenes Gotteshaus, es gehört zur Kirchgemeinde Herzogenbuchsee.
Weblinks
• Offizielle Website der Gemeinde Berken
*

