Bergwerk San Fernando
Das Erzbergwerk San Fernando liegt in Herdorf (Kreis Altenkirchen) an der Straße nach Daaden. Es war eines der größten und letzten noch aktiven Erzbergwerke in Herdorf.Der ungewöhnliche Name geht zurück auf den Herdorfer Bergmann Wilhelm Hähner, der zunächst etliche Jahre in Mexiko Bergbau betrieben hatte, dann in seine Heimat zurückkehrte und das Grubenfeld im Sottersbachtal fand und benannte. H.D.F. Schneider kaufte dieses Grubenfeld und einige benachbarte Felder, um dann das Bergwerk einzurichten.
Das hier abgebaute Erz gehört zum Florz-Füsseberger Gangzug, auch andere Bergwerke lagen in diesem Gangzug, nämlich Wolf, Zufällig Glück, Friedrich Wilhelm, Füsseberg und Glasberg. Es wurde vor allem Eisenspat, daneben auch Brauneisenstein, Magneteisenstein und in geringem Maße auch Buntmetallerz gewonnen.
Über Tage wurde das Erz in großen Anlagen aufbereitet, vor allem durch Rösten. Das Endprodukt (Rost I oder Rost II) wurde mit einer Schmalspurbahn entlang dem Sottersbach nach Herdorf zur Hütte gebracht.
Von den Gebäuden sind noch etliche erhalten, auf der Höhe über dem Sottersbachtal sieht man noch ein Maschinenhaus, das turmartige Gebäude der Erzaufbereitung steht noch, und einige Gebäude werden durch die Firma Thomas Magnete genutzt. Die ehemalige Waschkaue wird zum Beispiel als Versuchshalle für Dauerversuche benutzt, an der Decke sieht man noch die charakteristischen Umlenkrollen.
Literatur:
* Ute Bosbach: Spurensuche im Eisenland. 1. Auflage. Verlag Wolfgang Stössel, Betzdorf 2006, ISBN 3-9808936-8-5
* Irene Ansorge, Jürgen-H. Schawacht: Aus Eisen ist der Berge Mark.... Siegerlandmuseum, Siegen

