Bergmannskuh
Bergmannskuh wurde im Ruhrgebiet, aber auch im Siegerland scherzhaft die Hausziege genannt.
Die Ziegenhaltung trug mit dazu bei, die Bergleute und ihre Familien mit Milch zu versorgen. Die aneinander gereihten Backsteinhäuser mit Garten, in denen sich jeweils vier Siedlungswohnungen befanden, erlaubten es den Familien, sich eine Ziege oder ein Schwein zu halten. Für viele Bergarbeiterfamilien waren Viehhaltung, Obst- und Gemüseanbau nötig, um die kargen Löhne in der Aufbauzeit des Bergbaus seit dem 19. Jahrhundert aufzubessern. Weil viele der Arbeiter vom Land kamen, war das Know-how dazu vorhanden. Ein Denkmal in Herne soll an die wirtschaftliche Situation der frühen Bergbauzeiten erinnern.
Literatur
* Wolfgang Stoessel, Lars B. Steffens: Bergmannskuh & Himbeerspat. Der Siegerländer Bergbau. Das Erklärbuch. ISBN 3-9808936-7-7

