EC Bergisch Land
Der Eishockeyclub Bergisch Land e. V. (kurz EC Bergisch Land oder ECB) ist ein Eisbahn Ende 1975 wurde im Sommer zuvor der SC Solingen gegründet, der zunächst keine Eishockey-Abteilung beinhaltete. Erst nach Fertigstellung der Eishalle Birker Straße kam es zur Gründung des Eishockey-Bereiches und zum ersten Spiel des SCS gegen den GSV Moers (Endstand 7:9). Zur Saison 1980/81 meldete der SCS erstmals eine Mannschaft zum Ligenspielbetrieb an und startete in der Landesliga NRW. In den ersten beiden Jahren wurden die Solinger jeweils Vizemeister der Landesliga. 1982 verpflichtete der SCS Uli Rudel als neuen Trainer, der zuvor bereits bei den Kölner Haien in der 1._Bundesliga an der Bande stand. Aufgrund seiner guten Kontakte nach Köln holte er Bundesliga-erfahrene Spieler aus der Domstadt nach Solingen, unter anderem den Torhüter Axel Richter. Mit einer Topmannschaft gelang in der Spielzeit 1982/83 der Aufstieg in die Oberliga - die Regionalliga wurde am grünen Tisch übersprungen - mit zwei deutlichen Siegen gegen den Erz-Rivalen Neusser_EC.
In der ersten_Saison in der Oberliga erreichten die Solinger sogar die Qualifikationsrunde zur 2._Bundesliga. Doch am Ende fehlte ein Punkt, um den direkten Durchmarsch in die zweithöchste Spielklasse zu schaffen. Um dem Aufstieg näher zu kommen wurden für die Spielzeit 1984/85 weitere ehemalige Bundesliga-Spieler und deutsche_Meister verpflichtet, so wechselten unter anderem Guido Lenzen, Jörg Lautwein und Georg Kink in die Klingenstadt. Im Finale um die Oberligameisterschaft siegte der SCS gegen den EHC 80 Nürnberg und qualifizierte sich in der anschließenden Aufstiegsrunde für die 2. Bundesliga, der er bis 1989 angehörte. Noch während der Saison 1988/89 musste der SC Solingen den Spielbetrieb in der 2. Bundesliga aufgrund finanzieller Probleme einstellen und zog sich aus dem professionellen Eishockey zurück.
Direkt im Anschluss an den Kollaps wurde als Nachfolgeverein der SC Solingen 88 ?Die Pumas?, gegründet. Dieser kehrte in der Saison 1991/92 in die viertklassige Regionalliga zurück, und stieg 1994 sogar in die damals drittklassige 2._Liga_Nord auf. Nach nur einer Spielzeit folgte jedoch auch für den SCS 88 das endgültige Aus im Sommer 1995. Die Verantwortlichen mussten einsehen, dass sich die finanzielle Situation enorm verschlechtert hatte.
Spielzeiten als SC Solingen:
* 1980/81 Verbandsliga NRW
* 1981/82 Verbandsliga NRW
* 1982/83 Verbandsliga NRW
1983/84 Oberliga
1984/85 Oberliga
1985/86 2. Bundesliga
1986/87 2. Bundesliga
1987/88 2. Bundesliga
1988/89 2. Bundesliga
Spielzeiten als SC Solingen 88:
1991/92 Regionalliga
1992/93 Regionalliga
1993/94 Regionallliga
1994/95 2. Liga Nord
EHC Solingen/Bergisch Blue Knights
Durch den freiwilligen Rückzug des SCS 88 aus der 2. Liga Nord wurde die Gründung des Nachfolgeclubs EHC Solingen am 17. Mai 1995 vereinfacht. Diesem gelang 1999 unter Trainer Peter Schrills der Aufstieg in die Regionalliga. Bis 2004 etablierte sich der EHC in der vierthöchsten Spielklasse, ehe auch für den Nachfolger des SC Solingen das finanzielle Aus drohte. Nur durch die Auslagerung der 1. Herrenmannschaft in die Bergisch Blue Knights GmbH konnte der Kollaps vermieden werden. Doch nur ein Jahr später standen auch die Blue Knights vor dem Ende und man entschied sich zur Gründung eines komplett neuen Vereins.
Spielzeiten des EHC Solingen:
* 1999/2000 Regionalliga NRW
* 2000/2001 Regionalliga NRW
* 2001/2002 Regionalliga NRW
* 2002/2003 Regionalliga NRW
* 2003/2004 Regionalliga NRW
* 2004/2005 Regionalliga NRW
* 2005/2006 Verbandsliga NRW
* 2006/2007 Regionalliga NRW
EC Bergisch Land
Noch in der Sommerpause 2005 wurde der EC Bergisch Land (ECB) als Nachfolgeclub des EHC Solingen beziehungsweise der Bergisch Blue Knights gegründet. Der EC Bergisch Land sollte das Eishockey nicht nur in Solingen sondern auch in den benachbarten Städten (vor allem Remscheid und Wuppertal) bekannt machen und mehr Zuschauer anlocken.Vorsitzender war im ersten Jahr Wolfgang Lingen, Rolf van Hauten (ehemals Düsseldorfer_EG) arbeitete als Trainer und Manager. In der ersten Saison starteten die Raptors in der Verbandsliga NRW, wo das Team die Meisterschaft knapp verpasste. Die anschließende Pokalrunde, in der es auch um den Aufstieg in die Regionalliga geht, schloss der ECB aber als ungeschlagener Sieger ab und feierte den direkten Aufstieg.
Vor der Spielzeit 2006/07 stand lange Zeit eine neuerliche Insolvenz im Raum, erst zwei Wochen vor Saisonstart stand die Teilnahme der Raptors an der Regionalliga fest. Van Hauten war kurz zuvor zurückgetreten und von Jiri Smicek als Coach ersetzt worden. Auch Lingen trat kurz vor Jahresende als Vorsitzender zurück. Sein Nachfolger wurde Johannes Hammerstein, der auch zum Geschäftsführer der neu gegründeten Limited gewählt wurde. In diese wurde die Herrenmannschaft ausgegliedert, um das finanzielle Risiko des Regionalliga-Spielbetriebes vom Stammverein zu nehmen. In der Hauptrunde 2006/07 spielte das spontan zusammengestellte Team sehr unkonstant, verpasste frühzeitig die Oberliga-Aufstiegsrunde und musste in der NRW-Pokalrunde gegen den Abstieg kämpfen. Dieser gelang aber als Pokal-Fünfter souverän mit zehn Punkten Vorsprung. Auch aktuell steht noch nicht fest, ob die Raptors im nächsten Jahr an der Regionalliga teilnehmen können. Grund dafür sind vor allem die geringe Zahl von Sponsoren sowie das mangelnde Zuschauerinteresse (200 Zuschauer im Schnitt pro Partie in der Saison 2006/07).
Aktuelle Mannschaft Saison 2006/2007
(C) = Mannschaftskapitän/(A) = Assistenten des Kapitäns/ (Stand: 3. April 2007)
Weitere Mannschaften des EC Bergisch Land
Neben der 1. Herrenmannschaft existieren im EC Bergisch Land noch zehn weitere Teams. Die Damenmannschaft des ECB, die so genannten Raptösen, schafften 2006 den Aufstieg in die 2. Liga. In der Saison 2006/07 erreichten sie den Klassenerhalt und werden 2007/08 voraussichtlich wieder in der zweithöchsten Spielklasse antreten. Im Jugendbereich nehmen sechs Teams des ECB am Ligenspielbetrieb in den Altersklassen Bambini bis Jugend teil. Zudem bieten die Raptors eine Laufschule für 5- bis 8-jährige an, in der den Kindern die Grundlagen des Schlittschuhlaufens vermittelt werden. Außerdem sind im ECB die Mütter der Nachwuchsspieler in einer Hobbymannschaft, den DollFinis, organisiert, nehmen aber an keinem Spielbetrieb teil. Die ehemalige 2. Herrenmannschaft spielt seit der Saison 2006/07 unter dem Namen Old Snakes in einer Hobbyliga.
Bekannte (ehemalige) Spieler
Troy Bigam (Stürmer, jetzt in der 2. Bundesliga aktiv)
Thomas Bornträger (Torwart, 1986 und 1987 deutscher Meister mit dem Kölner EC)
Siegfried Hardt (Stürmer, 1978/79 deutscher Meister mit dem Kölner EC)
Georg Kink (Verteidiger, ehemals Kölner_EC, EHC München)
Christoph Kreutzer (Verteidiger, fünffacher deutscher_Meister mit der Düsseldorfer_EG)
Ivan Krook (Top-Stürmer beim SC Solingen zu Zweitliga-Zeiten)
Jörg Lautwein (Verteidiger, 1983/84 deutscher Meister mit dem Kölner EC)
Guido Lenzen (Stürmer, 1983/84 deutscher Meister mit dem Kölner EC)
Rainer Philipp (Stürmer, 1983/84 deutscher Meister mit dem Kölner EC)
Axel Richter (Torwart, 1976/77 deutscher Meister mit dem Kölner EC)
Thorsten Sendt (Verteidiger, 1994/95 deutscher Meister mit dem Kölner EC)
Ji?í ?mí?ek (Stürmer, früher Düsseldorfer EG, EC Ratingen, ESC Moskitos Essen)
Walter Stadler (Stürmer, 1972 und 1975 deutscher Meister mit der Düsseldorfer EG, 1979 Meister mit dem Kölner EC)
Dirk Voss (Torwart, 1987/88 deutscher Meister mit dem Kölner EC)
Weblinks
• Offizielle Webpräsenz der Herrenmannschaft
• Offizielle Webpräsenz der Damenmannschaft
• Offizielle Webpräsenz des Nachwuchsbereichs
• Webpräsenz der Eissporthalle Birker Straße

