Bergepanzer Büffel
Der Bergepanzer Büffel oder auch Bergepanzer 3 (BPz3) gehört zur Gruppe der Kampfunterstützungsfahrzeuge. Er ist eine bilaterale Entwicklung der Rheinmetall Landsysteme) den Bergepanzer 3 ?Büffel? auf dem Chassis des Leopard 2 mit dem Ziel, so viele Komponenten des Basisfahrzeugs wie möglich zu nutzen.
In den Jahren 1992 bis 1997 fertigte man 75 Fahrzeuge für die Bundeswehr, wobei Krauss-Maffei Wegmann als Generalunternehmer der Leopard 2-Plattform wesentliche Anteile zulieferte. Weitere 25 Fahrzeuge mit der Bezeichnung Bergingtank 600kN BÜFFEL gingen an die niederländische Armee.
Allgemein
Eingesetzt wird er bei der Bundeswehr in allen Panzerkompanien mit dem Leopard 2 und in den Panzerartillerieeinheiten mit der Panzerhaubitze 2000 sowie in der Heeresinstandsetzungslogistik. Das Einsatzspektrum umfasst das Bergen und Abschleppen von Kettenfahrzeugen bis zur Militärische Lastenklasse 60 (MLC 60), das Sichern von Kettenfahrzeugen bei der Gewässerdurchfahrt, die Einsatzunterstützung bei Instandsetzungsarbeiten, das Bergen von Kampfpanzern mit Schnellbergeeinrichtung unter Panzerschutz, das Räumen von Hindernissen und im Notfall Erdarbeiten. Wie auch beim Bergepanzer 2 kann der Büffel ein Ersatztriebwerk für den Leopard 2 auf seinem Heck mitführen. Zur Selbstverteidigung verfügt die 3-köpfigen Besatzung über ein Maschinengewehr MG3 und eine Nebelmittelwurfanlage. Eine ABC-Schutzanlage ermöglicht den Einsatz des Büffel auch in kontaminiertem Gelände.
Technik
Um die an das Fahrzeug gestellte Anforderungen zu erfüllen, verfügt der Büffel über eine um 270° drehbare Krananlage, die vorne rechts mit dem Chassis des Leopardfahrgestell verbunden ist. Die zur Bergung benötigte Haupt- und Hilfswinde befindet sich im gepanzerten Aufbau, der auch gleichzeitig Kampfraum für die Besatzung ist. Die benötigte Leistung bezieht der Bergepanzer aus einem Zwölfzylinder Dieselmotor von MTU.
Eine Besonderheit gegenüber dem Bergepanzer 2 ist die Schnellbergeeinrichtung. Dazu wird eine Schleppschere mit Federpaketen, am Räum- und Stützschild angebracht, die unter Panzerschutz bedient werden kann. Die Schleppscheren werden am Heck sowie an der Seite in Einzelteilen mitgeführt.
Zur weiteren Ausrüstung gehören eine Elektroschweißanlage und diverses Werkzeuge, welche auch kleinere Reparaturen vor Ort ermöglichen.
Daten
Nutzer
Neben Deutschland und den Niederlanden nutzen den Büffel auch die Schweiz (25*), Österreich, Spanien (16*), Schweden als leistungsgesteigerte Variante unter dem Namen Bgbv 120 (14*) und Griechenland (12*). Neben dem Büffel als Gesamtfahrzeug lieferte Rheinmetall Landsysteme 150 Kits bergespezifischer Baugruppen des Systems an Südkorea, das diese in seinen Bergepanzer K 1 ARV verbaute. Die Vereinigten_Arabischen_Emirate erhielten 46 und Frankreich 22 für ihren Bergepanzer Char de Dépannage DNG/DCL auf dem LECLERC-Chassis.
Literatur
*Jürgen Plate / Lutz-Reiner Gau / Jörg Siegert: Deutsche Militärfahrzeuge, Motorbuch Verlag Stuttgart, ISBN 3-61302-152-8
Weblinks
• Website des Herstellers Rheinmetall Defence zum Büffel
• Webseite mit umfangreicher Bilder und Details von panzer-modell.de
• panzerbaer.de mit Bildern des Prototyps

