Barett
Ein Barett ist eine flache, runde bzw. eckige Kopfbedeckung aus Wollstrick, Stoff, Samt oder gefütterter Seide ohne Schirm oder Krempe. Es ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt und wurde ursprünglich als Zeichen der gebildeten Stände getragen.
Als Schmuck dienten häufig Stickereien, Agraffen, Perlenschnüre (nur beim Adel) oder Federn (z.B. bei den Landsknechten). Der Verbindung Talar und Barett entspricht der akademischen Amtstracht und wird vor allem in den USA, neuerdings auch in Deutschland, bei Graduierungsfeiern von Studenten getragen. Unabhängig vom Import amerikanischer Studentenbräuche ist das Barett bei einigen Studentenverbindungen Teil der Chargenkleidung.
Image:Federico da Montefeltro.jpg/'>Barett eines Fürsten des 15. Jahrhunderts (Auguste Rodin)
Barette findet man heute:
* im Militär und in Anlehnung daran teilweise auch bei Polizei und Feuerwehr; siehe Barett (Uniform)
* bei den Kirchen als Teil der Amtstracht (dann auch Birett); siehe Barett (Kirche)
* bei Wandervögeln und Pfadfindern
* bei Akademikern wenn Talar getragen wird; siehe Doktorhut
* bei den Richtern des Bundesgerichtshofs, des Bundesverfassungsgerichts und den anderen obersten Bundesgerichten_Deutschlands sowie bei Richtern und Staatsanwälten in Österreich
Image:Birett1.gif|Barett oder Birett eines Kardinals
Image:Barett.jpeg|Barett eines Soldaten der Deutschen Bundeswehr
Image:Boyscout3.jpg|Barett eines Pfadfinders
Image:Cam degree ceremony.jpg|Doktorhut, University of Cambridge
Literatur
*Jutta Zander-Seidel: "Textiler Hausrat, Kleidung und Haustextilien in Nürnberg von 1500-1650", Deutscher Kunstverlag, München, 1990, ISBN 3-422-06067-7

