Jelena Wiktorowna Bereschnaja
Jelena Wiktorowna Bereschnaja (russisch ????? ?????????? ????????; 11. Oktober 1977 in Newinnomyssk in der Region Stawropol, ist eine russische Eiskunstläuferin. Sie wurde 2002 Olympiasiegerin im Paarlaufen.
Ihre Mutter heißt Tatjana und sie hat einen jüngeren Bruder Iwan und einen älteren Bruder Alexei. Jelena Bereschnaja begann im Alter von 6 Jahren mit dem Eiskunstlaufen.
Jelena Bereschnaja startete zunächst mit Oleg Schljachow für Lettland. Sie trainierten in Riga. Das Paar trennte sich nach dem Unfall vom 9. Januar 1996, bei dem Oleg Schljachows Schlittschuh bei einer Waagepirouette nebeneinander den Kopf Jelena Bereschnajas traf. Es folgte ein langer Krankenhausaufenthalt für sie mit zwei Gehirnoperationen, bei denen Knochenpartikel aus ihrem Gehirn entfernt wurden. Infolge des Unfalls konnte sie lange nicht sprechen.
Ab Mai 1996 trainierte Jelena Bereschnaja wieder und startete fortan mit Anton_Sicharulidse, den sie schon von früheren Trainingsaufenthalten in Sankt Petersburg kannte. Das Paar trainierte später auch in den USA, in einem Vorort New Yorks in Hackensack. Ihre Trainerin war Tamara_Moskwina. Sie starteten für den Jubileiny Sport Club St. Petersburg für Russland.
1998 wurde das Paar Jelena Bereschnaja und Anton Sicharulidse Olympiazweite trotz fehlerhafter Kür Olympiazweite vor Mandy Wötzel und Ingo Steuer.
Jelena Bereschnaja wurde in der Saison 1999/2000 bei einer Dopingkontrolle positiv getestet. Möglicherweise war diese Substanz in einem in den USA verabreichten Erkältungsmittel enthalten. Wegen dieses positiven Dopingbefunds wurde dem Paar Bereschnaja/Sicharulidse der Europameistertitel 2000 nachträglich aberkannt. Es folgte eine dreimonatige Sperre. Dies war der erste offizielle Dopingfall beim Eiskunstlaufen.
Bereschnaja/Sicharulidse gewannen in Salt Lake City 2002 Olympisches Gold im Paarlaufen. Der Wettbewerb war jedoch überschattet von einem Preisrichterskandal. Da die Entscheidung zwischen Jelena Bereschnaja und Anton Sicharulidse und dem kanadischen Paar Jamie Salé und David Pelletier sehr knapp war, kam es auf wirklich jede Preisrichterstimme an. Die französische Preisrichterin Marie Reine le Gougne hatte unter Druck des eigenen Verbandes für das russische Paar gestimmt, um ein günstiges Votum der russischen Preisrichter für das französische Eistanzpaar zu erreichen. Der Eistanzwettbewerb folgte einige Tage später. Auf Intervention des IOC entschied die Internationale Eislaufunion (ISU), beide Paare zu Olympiasiegern zu erklären. Der Preisrichterskandal von Salt Lake City veranlasste die ISU, das Wertungssystem vollständig zu reformieren.
Ursprünglich planten Jelena Bereschnaja und Anton Sicharulidse eine Teilnahme auch an den Olympischen Spielen 2006 in Turin. Deshalb wurden sie nicht Profis und traten lediglich in Shows auf, die es erlaubten den Amateurstatus nach ISU-Reglement beizubehalten.
Erfolge/Ergebnisse (wenn nicht anders erwähnt mit Anton Sicharulidse)
Olympische_Winterspiele
1994 - 8. Rang mit Oleg Schljachow
1998 - 2. Rang
2002 - 1. Rang
Weltmeisterschaften
1993 - 14. Rang mit Oleg Schljachow
1994 - 7. Rang mit Oleg Schljachow
1995 ? 7. Rang mit Oleg Schljachow
1997 - 9. Rang
1998 - 1. Rang
1999 ? 1. Rang
2000 ? nicht teilgenommen, von der ISU gesperrt
2001 - 2. Rang
2002 ? nicht teilgenommen
Europameisterschaften
1993 - 8. Rang mit Oleg Schljachow
1994 - 8. Rang mit Oleg Schljachow
1995 ? 5. Rang mit Oleg Schljachow
1997 - 3. Rang
1998 - 1. Rang
1999 - aufgegeben
2000 ? disqualifiziert, wegen eines positiven Dopingbefunds in einem früheren Wettbewerb (möglicherweise Erkältungsmedikamente)
2001 - 1. Rang
2002 ? nicht teilgenommen

