Berengar von Toulouse
Berengar von Toulouse, genannt der Weise (* um 800; ? 837) war Graf von Toulouse, Herzog von Septimanien und Graf_von_Barcelona.
Herkunft
Berengar war Sohn des Markgrafen Unruoch von Ternois (Unruochinger) und von Engeltrude von Paris.
Sein Geschwister waren
*Markgraf Eberhard von Friaul (810 ? 866), heiratete Gisela, Tochter von Kaiser Ludwig der Fromme); Berengar war somit Onkel von Berengar_von_Friaul, dem späteren Römisch-deutschen_Kaiser Berengar I.
*Adalhard (? 3. April 864) Abt von Saint-Bertin und Saint-Amand
*und eine unbekannte Schwester, Gattin von Suppo III., Markgraf_von_Spoleto 871/875
Titel
• bis 835] Graf (oder Herzog) von Toulouse
• bis 835] Herzog und [[Markgraf von Septimanien und Graf von Barcelona.
Leben
Als Berater Pippins_I. von Aquitanien riet er diesen davon ab, sich 831 mit seinem Bruder Lothar gegen ihren Vater, Kaiser Ludwig_den_Frommen zu erheben. Ludwig hörte aber auf Bernhard von Septimanien, der ihn zu dem Aufstand ermunterte.
Berengar, der auf der Seite des Kaisers stand, bemächtigte sich Bernhards Grafschaften Roselló, Rasés und Conflent.
Schließlich zwangen fortwährende Siege der kaiserlichen Truppen 832 Pippin und Bernhard vor den Kaiser zu erscheinen. Pippin wurde abgesetzt und nach Trier verbannt. Sein Land wurde Karl_II._dem_Kahlen übertragen. Bernhard wurde der Untreue beschuldigt und verlor seine gesamten Besitzungen in Septimanien an Berengar. Dieser verband nun den alten Grafentitel von Toulouse mit dem von Septimanien/Narbonne.
833 verlor Berengar seine Grafschaften Pallars und Ribagorça an Galindo I. Aznarez, Graf von Urgell und Cerdanya.
834 versöhnte sich Pippin mit dem Kaiser und besiegte seinen Bruder Lothar. Bernhard, der Pippin dabei unterstützt hatte, beanspruchte nun seine ehemaligen Titel als Belohnung. Berengar, der stets seinem Herrn treu gewesen war, sowohl dem Kaiser als auch Pippin, wurden 835 alle seine Länder abgenommen außer der Grafschaft Toulouse.
837 lud der Kaiser Berengar und Bernhard ein um eine Entscheidung über die Besitzungen in Septimanien und Gothien zu treffen. Auf der Reise verstarb jedoch Berengar unerwartet und so verblieben die dortigen Grafschaften in den Händen von Bernhard.

