Johann Berckmann
Johann Berckmann (geb. im letzten Vietel des 15. Jahrhunderts vermutlich in Stralsund, ? 12. März 1560 in Stralsund) war ein deutscher Theologe und Chronist.Berckmann war nach eigenen Angaben bereits lange vor der Reformation in Stralsund als Prädikant tätig. Bartholomäus Sastrow schreibt ihm in seiner Chronik eine Anstellung als Augustinermönch im Stralsunder_Johanniskloster zu; dieses war allerdings ein Kloster der Franziskaner. Franz Dinnes wiederum gibt an, Berckmann wäre Augustiner in Anklam gewesen. Möglicherweise lebte Berckmann tatsächlich im Johanniskloster und war für die Nonnen des Klosters_St._Annen_und_Brigitten, die 1525 in das Katharinenkloster einzogen zuständig.
Er nahm schon kurz nach der Reformation den evangelischen Glauben an und heiratete. Er begab sich nach Neubrandenburg, wo er sich unter den Schutz Albrecht_VI. stellte, und predigte dort die reformierte Lehre.
Ende 1524 kehrte er nach Stralsund zurück, wo er an einer neuen Schul- und Kirchenordnung mitarbeitete. Von 1527 bis 1555 war er Pfarrer an der Stralsunder_Marienkirche, im Jahr 1531 nahm er als Schiffspfarrer an einer Unternehmung gegen Dänemark teil. Vom 10. November 1555 bis zum 19. Juli 1556 war er Seelsorger der letzten Nonnen von St. Annen und Brigitten. Er starb am 12. März 1560 in Stralsund.
Werk
Berckmann verfasste ab dem Jahr 1548 eine Chronik, die als ?Stralsundische Chronik? die Jahre 1510 bis zum 15. Februar 1560 beschreibt. Er folgt dabei abweichend von anderen zeitgenössischen Chroniken nicht der Sicht der Herrschenden. Die Chronik ist in plattdeutsch abgefasst. Während sich Bartholomäus Sastrow noch auf sie bezieht, verschwand sie danach lange Zeit und wurde erst 1819 von Gottlieb Mohnike wieder entdeckt und 1833 veröffentlicht.
Familie
Berckmann war nach evenagelischem Glauben verheiratet. Seine Frau Ursula starb 1532, seine Tochter 1545.
Weblinks
• Berckmann in der ADB

