Sylvia Benzinger
Sylvia Benzinger (16. August 1978) aus dem Weinbaugebiet_Pfalz war die Deutsche Weinkönigin 2005/06.Familie
Sylvia Benzinger ist die Tochter des Winzers Volker Benzinger und seiner Frau Inge, die in Kirchheim an der Weinstraße ein Weingut betreiben. Der Vater ist gebürtiger Pfälzer, die Mutter stammt von der Mosel.
Ausbildung und Beruf
Nach dem Abitur studierte Sylvia Benzinger an der Hochschule Heilbronn das Fach Weinbetriebswirtschaft und schloss das Studium mit einer Arbeit über die Ansprüche des Fachhandels an die Winzer als Diplom-Weinbetriebswirtin ab. Seit Anfang 2004 arbeitet sie im elterlichen Betrieb.
Wahl
Schon 1997/98 hatte Sylvia Benzinger als Weingräfin ihre Heimatregion repräsentiert, das historische Leiningerland, in dem die Deutsche Weinstraße ihren nördlichen Beginn hat. Nachdem Sylvia Benzinger dann am 1. Oktober 2004 zur 66. Pfälzischen Weinkönigin gewählt worden war und dieses Amt ein Jahr lang innegehabt hatte, gewann sie am 7. Oktober 2005 in Neustadt an der Weinstraße gegen zwölf Mitbewerberinnen die Wahl zur 57. Deutschen Weinkönigin und wurde damit Nachfolgerin der |Moselanerin Petra Zimmermann. Als Weinprinzessinnen wurden Katharina Jost (Weinbaugebiet_Mittelrhein) und Nicole Kochan (Mosel-Saar-Ruwer) gewählt. Die Veranstaltung wurde vom Südwestrundfunk live übertragen und von Alexander Mazza sowie Andreas_Müller moderiert.
Bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin hatten die Kandidatinnen in einer Vorausscheidung zwei Aufgabenblöcke zu bewältigen. Zum einen war der fast 70-köpfigen Jury aus Vertretern der Anbaugebiete, der Presse und verschiedener Institutionen der Weinwirtschaft und der Politik Rede und Antwort zu stehen. Beispielsweise musste Benzinger einem Weininteressenten, der gerne einen Sauvignon Blanc trinken wollte, auf Englisch erklären, dass ein Wein dieser Sorte gerade nicht verfügbar sei und was sie ihm stattdessen empfehlen würde. Der zweite Teil der Vorrunde bestand aus unterschiedlichen Rollenspielen, bei denen Prominenten wie Edmund Stoiber, Dieter Bohlen oder Jürgen Klinsmann Weinvorschläge zu unterbreiten waren, die einen Bezug zur beruflichen Tätigkeit aufweisen sollten.
Benzinger erreichte die Endrunde der fünf Finalistinnen, die vor einer kleinen Fachjury ausgetragen wurde, in der die ehemalige Deutsche Weinkönigin und heutige Fernsehmoderatorin Ulrike Neradt saß. Dort entschied Benzinger den Wettbewerb für sich mit ihrem Marketingwissen zur Nutzung der vom Deutschen_Wein-Institut_(DWI) für die Fußball-WM_2006 erworbenen Lizenzrechte. Besonders gut kam auch ihr Wahlspruch an: ?Wein ist für mich Lebensfreude pur.?
Repräsentation
Über 200 Termine im In- und Ausland musste Sylvia Benzinger während ihrer Amtszeit als Deutsche Weinkönigin wahrnehmen. Ziel ihrer ersten offiziellen Auslandsreise war Japan, wohin sie eine Wirtschaftsdelegation aus Nordrhein-Westfalen begleitete, die von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers geleitet wurde. Dabei führte Benzinger zusammen mit dem Auslandsbüro des Deutschen Wein-Instituts Weinverkostungen, kulinarische Weinproben und eine Eiswein-Präsentation durch.
Auszeichnungen
* 1997/98: Weingräfin des Leiningerlandes
* 2004/05: Pfälzische Weinkönigin
* 2005/06: Deutsche Weinkönigin
Weblinks
• Deutsche Weinkönigin

