Benten
im Ueno-Park in Ueno, Tokio]]
Benten (jap. ??, auch: Benzaiten (???) oder Benzai-tennyo (????), wtl. Himmelsgöttin der Beredsamkeit) zählt heute zu den Göttern des Shinto, bzw. zu den Sieben Glücksgöttern (Shichi Fukujin). Sie entstammt allerdings dem Buddhismus. Genauer gesagt leitet sie sich von der indischen Flussgöttin Sarasvati her, die sowohl im Buddhismus als auch im Hinduismus verehrt wird.
Wie Sarasvati ist auch Benten mit der Eloquenz, der Musik, der Kunst und der Weisheit verbunden. Weiterhin gilt sie als Beschützerin der Geishas, der Tänzer und der Musikanten, und verhilft mitunter auch zum Reichtum. Vor allem aber steht sie mit dem Element des Wassers in Verbindung. Daher sind auch die meisten ihrer Schreine auf kleinen Inseln, in Teichen oder auf dem Meer. Durch das Element des Wassers unterhält sie enge Verbindungen zu den Drachen und den Schlangen, beides mythologische Wassertiere. Auf manchen Abbildungen erkennt man eine kleine Schlange auf ihrem Haupt oder sie reitet auf einem Drachen.
Auf frühen japanischen Darstellungen ist sie meist in chinesischer Rüstung, mit acht Armen, diversen Waffen und Gegenständen im Stil einer buddhistischen Beschützergottheit abgebildet. Seit sie aber zu den Sieben Glücksgöttern gezählt wird (seit dem 16. oder 17. Jh.), hat sich ihr Aussehen ?vermenschlicht?. Sie erscheint zumeist als holde, anatomisch korrekte junge Frau mit einer japanischen Biwa-Laute in der Hand.
Eine der berühmtesten Benten-Sagen schildert, wie sie einen Drachen, der einst viele Kinder verschlang, zähmte, indem sie seine Gemahlin wurde. Zum Dank errichtete man ihr den Schrein in Enoshima nahe Tokio, eines der bekanntesten Benten-Heilgtümer. In anderen Benten Schreinen wird die Göttin aber auch als sehr eifersüchtig geschildert. Daher sollen Männer und Frauen diese Schreine nicht gemeinsam aufsuchen.
Weblinks
* Bernhard Scheid: "[http://www.univie.ac.at/rel_jap/ikon/bilder_benten.htm Benten/Benzaiten. Göttin des Wassers, der Musik und der Beredsamkeit]"

