Benny Rebel
----
Benny Rebel (1968 im Iran) ist ein deutscher Fotograf und Umweltschützer. Bekannt wurde er durch seine Fotografien wildlebender Tiere, die in ungewöhnlich geringer Distanz zu den Tieren entstanden.
Biographie
Geboren wurde Benny Rebel 1968 im Iran. Seit 1987 lebt er in Hannover. Nach seiner Ausbildung zum Feinmechaniker und dem Abschluss seines Fachabiturs arbeitete er in den unterschiedlichsten Branchen.
Bereist hat er Länder wie Südafrika, Namibia, Zimbabwe, Sambia, Kenia, Uganda, Galapagos Inseln, USA, Mexiko, Domenikanische Republik, Iran, Türkei, England und einige EU Staaten.
Seit 1988 versucht er, immer mehr über die Tiere, deren Verhaltensweise und den Naturschutz zu erfahren. Seit Jahren ist Benny Rebel Förderer von verschiedenen Tier- und Umweltschutzorganisationen, wie Greenpeace, dem WWF und der Heinz-Sielmann-Stiftung. 1998 ist er über den Naturschutz auf die Fotografie aufmerksam geworden. Er stellte fest, dass es mit Hilfe von Bildern gelingen kann, Emotionen für die schützenswerte Natur zu erwecken. Durch seine Diavorträge und Ausstellungen über bedrohte Tierarten und deren Lebensräume konnte er viele Zuschauer für den Einsatz gegen die Zerstörung unserer Umwelt mobilisieren.
Seine erste Fotoausstellung mit dem Titel ?Too beautiful to die? eröffnete er im Expo-Jahr 2000. Im selben Jahr beschloss er, die Naturfotografie professionell zu betreiben. Etwa ein Jahr lang hat sich der Autodidakt- Fotograf intensiv mit allen Fertigkeiten, die für sein Vorhaben wichtig sind, auseinandergesetzt.
Seine Bilder sollen höchsten Ansprüchen gerecht werden. Es sollen Aufnahmen entstehen, die sich vom Gewöhnlichen abheben. Er hat viele Fachbücher und Fotozeitschriften gelesen und die gelernten Tricks praktisch umgesetzt. Eine umfangreiche Profiausrüstung hat Rebel vom Anfang an gute Dienste geleistet. Im Jahr 2000 wurde er Mitglied im DVF (Deutscher Verband für Fotografie) und in zwei Fotoklubs in Hannover. Aus dem Erfahrungsschatz der Mitglieder konnte er ebenfalls viel profitieren.
Nach stetigen Qualitätsverbesserungen folgten zahlreiche Erfolge bei Wettbewerben und die Vermarktung der Bilder für Bücher, Kalender, Zeitschriften, Broschüren und Werbeplakate. Rebel gewann viele Urkunden, Ehrenpreise und Medaillen und er entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten jungen, europäischen Naturfotografen. Allein im Jahr 2002 gewann er u.a. eine Goldmedaille und zwei Bronzemedaillen beim weltgrößten Fotowettbewerb, dem ?Austrian Super Circuit?, in der Kategorie ?Natur? und er wurde damit der beste Naturfotograf aus dem Wettbewerb. Danach gewann er den ersten Platz beim ?Wildlife-Fotowettbewerb? des Fotomagazins 9/2002 und wurde im April 2003 von den Lesern dieser Zeitschrift als Fotograf des Jahres gewählt. Im Juni 2003 ging Benny Rebel zum zweiten Mal als der beste Naturfotograf aus dem Austrian Super Circuit 2003 heraus. Er gewann dabei zwei Gold- und zwei Silbermedaillen.
Über das fotografische Auge und die Umweltvisionen von Benny Rebel haben viele Zeitschriften, Zeitungen, Radiosender und sogar zahlreiche Fernsehstationen berichtet. Im September 2005 hat der NDR einen 60-minutigen Dokumentationsfilm über die Arbeit von Benny Rebel in Südafrika produziert und im Januar 2006 unter dem Titel ?Auf der Suche nach dem Königsgeparden? ausgestrahlt. Danach folgten Fernsehauftritte von Benny Rebel bei den folgenden Fernsehstationen:
ARD, ZDF, RTL, SAT 1, ARTE, SWR, ARTE, HR, MDR, BR, WDR und bei mehreren verschiedenen Programmen des NDRs.
Im Jahr 2002 entstand neben der weltweiten Vermarktung seiner Aufnahmen eine Filmproduktion über die Wanderung der riesigen Tierherden von der Serengeti in die Masai Mara, sowie die Produktion einer Mulimediashow-CD mit seinen Bildern.
Am 21. März 2003 eröffnete der Künstler seine Ausstellung ?Bedrohte afrikanische Schönheiten? in Hannover, die bis zum 14. Mai 2003 in einer Galerie zu sehen war. Das Ziel der Ausstellung war die Mobilisierung der Besucher für den aktiven Tierschutz in Zusammenarbeit mit dem WWF. Großformatige Bilder, die auf Holz aufgezogen und veredelt waren, setzten neue Maßstäbe in Bezug auf Präsentation und Qualität.
Am 27. Juni 2006 erschien der erste Bildband von Benny Rebel mit dem Titel ?Ungezähmt? im Herbig Verlag (mit einem Vorwort von Heinz Sielmann).
Arbeitsweise
Grundsätzlich versucht der Fotograf und Umweltschützer beim Fotografieren der Tiere immer eine Art Freundschaft mit ihnen aufzubauen. Es bedarf sehr viel Einfühlsamkeit und das Wissen über die Verhaltensweise der Tiere, welches Rebel sich seit vielen Jahren angeeignet hat. ?Es ist überlebenswichtig, zu wissen, ob der Löwe mit mir nur spielen möchte, oder gerade in meiner Person seine nächste Mahlzeit sieht? sagte Benny Rebel in einem Interview. ?Vor allem jüngere Tiere sind oft neugierig und kommen von sich aus, um mich kennen zu lernen. Dann habe ich ein leichteres Spiel. Oft suche ich die selben Stellen auf, wo ich zu früheren Zeiten Tiere beobachtet oder fotografiert habe. Viele Tiere bewegen sich nur in einem bestimmten Territorium und mit einem geübten Auge findet man diese immer wieder. Manche haben einen Lieblingsplatz, den sie oft besuchen. Dort kann man auf sie warten. Das ist alles sehr zeitaufwendig und für den Pauschalurlauber, der in zwei Wochen durch Südafrika fährt, nicht realisierbar?. Rebel erzählt weiter:
?Viele von meinen Bildern entstehen zuerst in meinem Kopf. Ich stelle mir vor, ein bestimmtes Tier in einer Position zu fotografieren, welche kein Fotograf vor mir aufgenommen hat. Dann mache ich mir einen Plan, besorge oder baue das notwendige Equipment, warte auf den richtigen Zeitpunkt und suche den passenden Ort auf, den ich aus früheren Reisen kenne. Wenn alles perfekt organisiert ist, dann brauche ich nur noch etwas Glück. Wenn die Tiere sich so verhalten, wie ich es mir gedacht habe, dann bekomme ich die Aufnahmen, die ich mir vorgestellt habe.
Wenn man ohne Planung loszieht um zu fotografieren, ist man zu sehr vom Glück abhängig. So gelingen sogar auch dem Amateurfotografen gelegentlich gute Aufnahmen?.
Ganz wichtig sind auch Rebels persönliche Beziehungen in Afrika, wie Bekannte und Freunde, die ihm immer mit Rat und Tat zur Seite stehen und oft die besten Tipps parat haben.
Pressestimmen
Wochenspiegel/Hannover Nr. 42 ? 18. Oktober 2000?Zu schön um zu sterben?
Fotoausstellung im Bürgerhaus
Die Liebe zur Natur kann in vielem Ausdruck finden. Ein Beispiel ist die Fotografie. ?Too beautiful to die? ? zu schön um zu sterben ? ist der Titel einer Fotoausstellung, die zur Zeit im Misburger Bürgerhaus zu sehen ist. Der Fotograf Benny Rebel zeigt eine kleine Auswahl seiner faszinierenden Aufnahmen von afrikanischen Tieren. Wir sehen uns Auge in Auge mit einem Löwen, ein kleiner Gorilla beobachtet uns beim Hereinkommen und zwei Zebras wenden uns kess ihr Hinterteil zu. Dem Künstler Rebel ist es gelungen, die Tiere, die die meisten von uns nur aus dem Zoo kennen, in ihrer natürlichen Umgebung auf beeindruckende und fesselnde Weise festzuhalten. Und genau das war auch die Absicht von Benny Rebel.
Seine Arbeit wird getragen vom Gedanken an den Umweltschutz. Rebel möchte den Betrachter beeindrucken, ihn aufmerksam machen auf die Schönheit der Tiere. Jedem soll bewusst werden, dass die Natur mit all ihren großen und kleinen Lebewesen schützenswert ist. Sein Appell richtet sich dabei vor allem an die junge Generation. Über jedes Kind, das er mit seinen Tierfotos erreicht, ist er glücklich. Was als fertiges Bild so heiter und bezaubernd aussieht, hat tatsächlich unzählige Stunden harter Arbeit gekostet. Meilenweites Laufen durch den Busch, stundenlanges Ausharren bis zum günstigsten Moment, die spannende Frage: ?Wann kommt der Leopard zurück oder kommt er überhaupt??
Die meisten ausgestellten Aufnahmen entstanden in Südafrika. Rebel war aber auch in anderen afrikanischen Staaten unterwegs, immer auf der Suche nach lohnenden Motiven. Dabei ging es allerdings nicht immer so friedlich zu, wie die Bilder glauben machen. Im Busch ist die Gefahr ständig gegenwärtig. Bei den meisten Touren war es ratsam, bewaffnete Ranger als Begleitschutz mitzunehmen, erzählt der 32-jährige Rebel. Zu den eher harmlosen Abenteuern gehören mehr als einhundert Zecken, die einmal den Körper des Fotografen befallen haben. Da wirkte eine gelbe Kobra schon furchteinflössender. Wenn man dann noch rückwärts laufend ein tolles Foto davon schießen kann, zeugt das schon von einiger Nervenstärke. Die aufregendste Begegnung war für Benny Rebel jedoch die mit einem männlichen Löwen, der nachts eine dreiviertel Stunde lang um sein Zelt geschlichen ist. Rebel war zu dem Zeitpunkt allein und lediglich mit einem kleinen Messer bewaffnet, das ihm wohl wenig geholfen hätte. Der Löwe hatte aber offenbar andere Interessen und trollte sich schließlich. Zurück blieb ein Fotograf mit vor Anspannung völlig verhärteten Muskeln.
Der Fotograf, der in seiner Freizeit als DJ arbeitet und einer Reggae-Band angehört, ist im Iran geboren und lebt seit 1987 in Deutschland. Rebel war an verschiedenen Aktionen von Greenpeace beteiligt, bis er eine weitere Möglichkeit entdeckte der Natur und der Umwelt zu dienen. Dies ist die Naturfotografie. 1995 bereiste er zum ersten Mal Uganda, um dort Schimpansen und Gorillas zu fotografieren. Die Tiere auf seinen Fotos sollen für sich selbst sprechen. Sie sollen dem Betrachter ins Herz gehen und in ihm den Wunsch entfachen, dazu beitragen, dass die Schönheit dieser Tiere bewahrt werden kann. Denn sie sind zu schön um zu sterben.
Weblinks
*
* http://www.benny-rebel.de/

