Benediktinerstift Gleink
Das Benediktinerstift Gleink ist ein Kloster in der oberösterreichischen Stadt Steyr.Geschichte
Es entstand im 1. Viertel des 12. Jahrhunderts, bald nach der Gründung des Stiftes_Garsten, aus der bambergischen Lehensburg Glunich. Die Stifter Arnhalm I. und sein Sohn Bruno aus dem Ministerialengeschlecht der Gleink-Volkersdorfer, deren Dienstherren, die steyrischen_Otakare, das Stift mitgegründet haben, ließen die Feste in ein Klostergebäude umgestalten. Um 1120 bestand bereits die dem Apostel Andreas geweihte Klosteranlage.
Gleink war eine Tochterbesiedlung von Stift Garsten, aus dem der erste Abt Ulrich kam. Ulrich war ein Verwandter des Heiligen Berthold von Garsten, des ersten Abtes von Stift Garsten. Später wurden die Pfarren Dietach (mit der Filialkirche Stadlkirchen) und Haidershofen (mit der Filialkirche Burg) inkorporiert.
Als vorletzter Abt regierte Andreas von Schwandtner (1735-1762). Im Jahre 1762 wurde der aus Steyr gebürtige und als Prediger berühmte Professor der Universität Salzburg Wolfgang Holmayr zum Abt gewählt. Er leitete als Wolfgang III. das Stift bis zu dessen Aufhebung. Im Zuge der Kirchenreformen Kaiser Joseph_II. wurde Gleink am 21. Mai 1784 säkularisiert. Bald nach der Aufhebung wurden die Stiftsgebäude als Kaserne verwendet. 1791 gelangte Gleink als Dotationsgut an den Bischof von Linz. Die Bischöfe von Linz verwendeten Gleink gern als Sommersitz. Auf Veranlassung von Bischof Gregor Thomas Ziegler kamen 1832 Salesianerinnen von Wien nach Gleink. Ihr Kloster zählte in der Blütezeit bis zu 70 Schwestern. Von ca. 1950 an war kein Eintritt mehr zu verzeichnen, deshalb verfügte man 1977 die endgültige Auflösung.
Interessant ist der Klostergarten des Stiftes, allgemein unter Zwergengarten bekannt.
Weblinks
• Der Zwergengarten.

