Begriffe der Dune-Zyklen
Dieser Artikel befasst sich mit Begriffen aus den Dune-Zyklen von Frank Herbert, Frank Herberts Sohn Brian und Kevin J. Anderson.Gruppierungen/Organisationen/Völker
Atreides
Das Adelshaus der Atreides ist der Besitzer des Inselplaneten Caladan und erhält zu Beginn der ersten Trilogie den Wüstenplaneten als Lehen vom Imperator. Die Atreiden stützen ihre Macht auf die Loyalität ihrer ihnen treu ergeben Truppen, besonders auf die Luftkräfte und Seekräfte vom Inselplaneten Caladan, die aber schon in der ersten Schlacht um Arrakis am Beginn der ersten Trilogie völlig aufgerieben werden (Landtruppen, Ornithopterflotte) bzw. ihnen dort nichts nutzen (Seekräfte). In weiterer Folge können sie die Unterstützung und Loyalität der Fremen erringen und den Planeten wieder zurückerobern.
Harkonnen
Die Harkonnen sind die ehemaligen Lehnsherren des Wüstenplaneten und in ständiger Fehde mit den Atreides. Sie sind für ihre Rücksichtslosigkeit und Brutalität berüchtigt. Ihr Heimatplanet ist der Planet Giedi Prime. Ihren ersten Reichtum erlangen sie durch den Pelzhandel über ihr Lehen Lankiveil; als sie dann Arrakis als Lehen bekommen, wächst ihr Reichtum ins Unermessliche. Dieser geheim gelagerte Reichtum wird allerdings durch ein Selbstmordkommando loyaler Atreidestruppen im großen Gewürzkrieg vernichtet. In ihren Intrigen ziehen sie auch den Imperator auf ihre Seite. Mit Ende des ersten Bandes des Wüstenplaneten verlieren sie komplett an Bedeutung. Allerdings spielt die Beherrschung von Sankt Alia von den Messern, eine Schwester des Mahdis Paul Atreides, durch den toten Baron Wladimir Harkonnen in späteren Bänden noch eine entscheidende Rolle.
Corrino
Das Haus Corrino stellt einundachtzig Generationen lang den Padishah-Imperator. Die Corrinos stützen sich auf die Macht der Sardaukar. Die Sardaukarlegionen (je 30.000 Mann) gelten als unbezwingbar und unüberwindlich, es geht die Legende, dass eine Legion Sardaukar in der Lage ist, einen ganzen aufsässigen Planeten zu befrieden. Durch die massive Furcht und vorzeitige Aufgabe aller anderen Truppen vor den Sardaukar ist selbst ein Kraftverhältnis von Zehn zu Eins zu schaffen. Die Sardaukar werden bereits mit circa sieben Jahren rekrutiert und unmenschlich auf dem völlig verwüsteten Planeten Salusa Secundus ausgebildet. Sie führen zwar ein Leben in Luxus - alle Annehmlichkeiten des Imperiums stehen für sie zur Verfügung - doch nicht umsonst erreicht nur ein kleiner Teil der jungen Rekruten das Erwachsenenalter. Wer in den realen Kriegsmanövern versagt, stirbt. In der zweiten Schlacht um Arrakis werden die Sardaukar von den Zensunni-Wanderern, den Fremen, vernichtend geschlagen. Mit der Heirat von Ghanima Atreides und Farrad'n Corrino am Ende der ersten Trilogie sollen diese beiden Häuser miteinander vereint werden. Doch am Ende besteigt Leto Atreides der Zweite, der sich mit den Sandforellen von Dune vereinigt hat und zur Kreatur halb Mensch, halb Sandwurm wird, endgültig den Thron. Farad'n, der spätere Harq-al-ada, übergibt ihm die Sardaukar.
Bene Gesserit
Die Bene Gesserit sind eine von Raquella_Berto-Anirul gegründete Schwesternschaft, die mit Hilfe von Gewürz Zugang zu den weitergehenden Erinnerungen ihrer weiblichen Vorfahren und der anderen Bene Gesserit erlangen. Seit ihrer Gründung auf Rossak haben die Bene Gesserit sich der Analyse der genetischen Zusammenhänge verschrieben. Mit der Zeit ist daraus das Projekt des Kwisatz Haderach entstanden. Dieser männliche Bene Gesserit soll auch die dunkle Seite der weitergehenden Erinnerungen sehen (die Erinnerung an die männlichen Vorfahren, andere Erinnerungen genannt); außerdem wird der Kwisatz Haderach echte Vorhersehung beherrschen. Nach dem Plan von Mutter Anirul sind Jessica und Leto_Atreides die Großeltern des Kwisatz Haderach. Durch die Geburt von Paul werden die Pläne aber gestört. Paul Atreides entpuppt sich am Ende selbst als der Kwisatz Haderach, er wird der Mahdi der Fremen und erobert mit ihnen das Imperium aller bekannten Welten und pflanzt dort sein grünes Falkenbanner auf.
Außerdem bilden die Bene Gesserit Wahrsager (menschliche Lügendetektoren) und die Töchter der Adelshäuser aus und sind stille Teilhaber der MAFEA. Den Bene Gesserit steht die Mutter Oberin vor, die einen Rat von ehrwürdigen Müttern um sich versammelt hat.
Einzelne Bene Gesserit werden im Artikel Figuren_der_Dune-Zyklen vorgestellt.
Bene Tleilax
Die Teilaxu sind religiöse Fanatiker, welche sich absichtlich den Ruf zulegten, dass es sich bei ihnen um perverse amoralische Wissenschaftler handele. Damit tarnten sie ihre wahren Ziele, die ungläubigen ?Powindah? (Dieses Wort bedeutet in der Sprache der Tleilaxu offenbar ?Ungläubiger?; sämtliche Nicht-Tleilaxu werden von als solche betrachtet) zu vernichten. Sie handelten mit Gholas (menschlichen Klonen, die man so gut wie für alles verwenden kann), verderbten Mentaten (menschlichen Computern), Gestaltwandlern und etlichen biologischen Produkten und in späteren Teilen der Bücher mit künstlich hergestellten Gewürz. Sie wurden von den Geehrten Matres großteils vernichtet, allerdings existiert noch ein Tleilax am Ende des derzeit letzten Buches Die Ordensburg des Wüstenplaneten; er hat alle genetischen Codes für seine gesamte Rasse.
Landsraad
Zusammenschluss der großen Häuser gegen die Vormachtstellung des Imperators mit seinen Sardaukar. Haben ab Ende des ersten Teiles nur noch die Funktion eines Debattierklubs alter Männer.
MAFEA
Die Merkantile Allianz für Fortschritt und Entwicklung im All (eng. Combine Honnete Ober Advancer Mercantiles kurz CHOAM) ist die bedeutendste Handelsorganisation im Imperium. Die MAFEA ist ein gewaltiges wirtschaftspolitisches Machtinstrument, durch das das bekannte Universum und der Handel mit Gewürz kontrolliert wird. Die großen Häuser haben alle Anteile an der Gesellschaft, besonders einflussreiche sitzen im Direktorium. Den Vorsitz führt stets der regierende Imperator bzw. sein Vertreter. Durch seinem Sieg über Shaddam_IV. übernahm Paul_Muad'dib bzw. das Haus Atreides die Leitung der MAFEA.
Mentaten
Mentaten sind lebende Computer. Um ein Mentat zu werden, ist eine komplexe Ausbildung und großes Talent gefordert. Der Schüler muss affektneutral werden, das bedeutet, jeglichen Lüsten und Begehren entsagen. Dann entfaltet sein Gehirn die Fähigkeit, umfassend wahrzunehmen und auf unfassbar hohem Niveau zu kalkulieren und zu taktieren.
Die Qualität eines Mentaten ist abhängig von den Informationen, mit dem man ihn gefüttert hat. Durch diese Daten ist er begrenzt. Auf Basis dieser Daten führt er seine Berechnungen für Entscheidungen, Wahrscheinlichkeiten und Entschlüsse durch. Mentaten können Hochrechnungen für die Zukunft kalkulieren. Dazu ist kein Gewürz nötig. Je höher die mentale Reinheit des Mentaten, desto größer seine Fähigkeiten.
Manche Mentaten verwenden eine Droge genannt Semuta um ihre Fähigkeiten ins unermessliche zu steigern. Mit der Zeit entwickelt der Mentat eine Abhängigkeit zu Semuta, die aber eher eine Sucht nach dem Zustand als eine körperliche Sucht (nach dem Gewürz, zB) ist. Langjähriger Gebrauch färbt die Lippen pink, was ihren ohnehin schon ehrfurchteinflößenden Habitus noch unterstreicht.
Geehrte Matres
Die Geehrten Matres sind eine Gruppierung, die 5000 Jahre nach Beginn der Diaspora, die unmittelbar auf den Tod von Leto II. aufgrund von Hungerkatastrophen und Kriegen erfolgte, aus den unerforschten Randbezirken des Imperiums wieder zurückkehren.
Sie sind eine Organisation von Frauen, ähnlich den Bene_Gesserit, stellen jedoch in gesellschaftlicher Hinsicht einen genauen Gegenentwurf dar. Ihre Entstehung ist zurückzuführen auf die Verbindung von versprengten Fischrednern (weiblichen Elitetruppen des Gottkaisers Leto II.) mit Bene Gesserit, die bewusst in die Diaspora ausgesandt worden sind. Aus der ursprünglichen Organisation der Fischredner entwickelte sich, unter Einbindungen einer Reihe von Fähigkeiten der Bene Gesserit, eine von Frauen dominierte, bürokratische Diktatur.
Die Fähigkeiten der Geehrten Matres setzen sich zusammen aus einer veränderten Form der Prana-Bindhu Muskelkontrolle der Bene Gesserit, die es ihnen erlaubt, ohne bewusste Kontrolle auf äußere Reize zu reagieren und der mentalen Versklavung von Männern durch sexuelle Bindung.
Diese einseitige Betonung spiegelt das Wesen der Geehrten Matres wieder, die, im Gegensatz zu den Bene Gesserit, in jeder Hinsicht unfähig zur Selbstkontrolle sind. Ihr Wesen wird dominiert von extremer Gewaltbereitschaft und Maßlosigkeit. Verantwortlich dafür ist ein weiteres Verwandschaftsmerkmal mit den Bene Gesserit - der Abhängigkeit von einer Droge. Diese ist ein synthetischer Ersatz für das Gewürz, der offensichtlich notwendig wurde, als den in die Diaspora ausgesandten Schwestern die Vorräte ausgingen.
Unbekannt sind den Geehrten Matres jedoch die durch die Gewürz-Agonie freigesetzten Weitergehenden Erinnerungen und die vielen anderen positiven Eigenschaften des Gewürz. Dafür wird jedoch das Gewaltpotential der Matres drastisch erhöht, was sich bei geistiger Erregung in der Bildung von orange-farbenen Flecken in den Augen zeigt.
Die Rückkehr der Geehrten Matres in das alte Imperium wird zu Beginn als Eroberungsfeldzug dargestellt, der sich in erster Linie auf die überwältigende zahlenmäßige Überlegenheit und eine bedingungslose Strategie der totalen Zerstörung stützt. Das erste Opfer ihrer Angriffe wird der Planet Arrakis, auf dem auch der Mentat-Bashar der Bene Gesserit, Miles Teg, durch die totale atomare Zerstörung ums Leben kommt. Im weiteren Verlauf werden fast alle bedeutenden Planeten der Bene Gesserit ebenfalls vollständig zerstört.
Gegen Ende des zweiten Zyklus wird deutlich, dass die Geehrten Matres aus der Diaspora in das alte Imperium vor einem unbekannten Gegner geflohen sind. Ihre Unfähigkeit, weitere Fähigkeiten der Bene Gesserit zu adaptieren, machte sie verwundbar für eine offenbar speziell gegen sie entwickelte biologische Waffe. Als weitere Waffe gegen die Matres treten die Futars auf, die jedoch nur auf Anweisung ihrer Bändiger töten, die möglicherweise aus freien Gestaltwandlern der Bene_Tleilax entstanden sind.
Als wichtigste Vertreterin der Geehrten Matres tritt Murbella auf, die von den Bene Gesserit auf Gámu (Giedi Primus) gefangen genommen und zu einer Schwester gemacht wurde. Sie ist außerdem die Geliebte des Duncan-Idaho-Gholas, eines Klons des Schwertmeisters von Paul Atreides, der seine Erinnerungen zurückerhalten hat.
Die Bene Gesserit entgehen der Vernichtung durch die Geehrten Matres durch die scheinbare Kooperation mit ihnen, deren Zweck darin besteht, den gesamten Orden der Matres, so wie Murbella, in Schwestern umzuwandeln.
Fremen
Die Fremen sind die Bewohner des Planeten Arrakis, den sie Dune (Englisch für Düne) nennen. Sie stammen von buddislamischen Sklaven ab, die vor und während des Kreuzzugs der Maschinen und des Dschihad nach Arrakis geflüchtet waren. Auf dem unwirtlichen Wüstenplaneten fühlten sie sich endlich als Freie Menschen (engl.: free men, woraus sich der Name Fremen ableitet).
Durch das Wirken zweier Anführer lernten die Fremen, sich in der Wüste zu ?verstecken? und die Sandwürmer als Transportmittel zu verwenden. Die Fremen sind Fremden gegenüber sehr misstrauisch und setzten eine fortschrittliche Technik zum Wassersparen ein: Destillanzüge. Dadurch wird der komplette Wasserverlust in der Wüste verhindert und man kann dieses wiederaufbereitete Wasser bequem trinken). Zwei Fremde schafften es schließlich, das Vertrauen der Fremen zu gewinnen und ihre Kultur zu verändern.
Pardot_Kynes, der imperiale Planetologe, gewann sie für sein Terraformingprojekt, das Dune zum Blühen bringen sollte. Außerdem gelang es ihm, alle Stämme zu einen und die internen Fehden zu beenden. Sein Sohn, der Halbfreme Liet_Kynes wurde zum ersten Anführer aller Fremen. Als zweitem gelang es Paul_Atreides, dem sie den Namen Usul im Stamm gaben, und der für sich selbst den Namen Muad´dib wählte, sie für seine Pläne zu gewinnen.
Raumgilde
In der Raumgilde sind die Navigatoren der riesigen Heighliner und Fregatten organisiert. Sie sind durch zu starken Genuss des Gewürzes mutiert, doch ohne dieses können sie die Faltraum-Schiffe nicht steuern. Dies bedeutet: sie bewegen sich durch den Raum mit ihren Schiffen, ohne sich zu bewegen, nur durch Kraft ihrer Gedanken und des Gewürzes können sie bei Lichtgeschwindigkeiten allen Hindernissen ausweichen, weil ihre begrenzte Fähigkeit, in die Zukunft_zu_sehen, ihnen ermöglicht, die möglichen Raumfahrtswege zu sehen. Der Raumgildenausspruch ?Das Gewürz muss fließen!? (engl. ?The Spice must flow!?) ist legendär.
Ixianer
Die Ixianer leben auf dem Planeten IX und sind eine High-Tech-Zilivisation, welche sich der Forschung verschrieben hat. Ihre Navigationsmaschine (zweiter Zyklus) kann wohl als die bedeutendste Erfindung angesehen werden, da sie die Unabhängigkeit der Raumfahrt vom Gewürz und der Raumgilde ermöglicht. Ihre Forschung steht allerdings stets im Verdacht, gegen das Gebot ?Du sollst keine Maschine nach deinem geistigen Ebenbild machen? zu verstoßen.
Technologie
Raumschiffe
Schon von Alters her verwendet die Menschheit Raumschiffe, um sich in der Weite des Alls fortzubewegen. Deren konventionelle Antriebe wurden zwar stetig verbessert, weite Reisen durch den Raum dauerten aber dennoch Wochen oder Monate. Kriegsführung und Handel veränderten sich jedoch maßgeblich, als die von Norma Cenva entwickelten Faltraumschiffe die konventionellen Schiffstypen verdrängten.
=Ballista
=Diese schweren Kampfschiffe bilden das Rückgrat der Flotte des Djihad in der Zeit des Kampfes gegen die Denkmaschinen. Sie sind schwer bewaffnet und können mit Holtzmann-Schilden aufgerüstet werden.
=Javelin
=Mittelschwere Kreuzer der Djihad-Flotte. Dienen auch als Start-Plattform für Kindjal-Bomber. Vorian Atreides hat einen Javelin als Flaggschiff.
=Kindjal
=Die kleinen, für einen einzelnen oder zwei Piloten ausgelegten Kindjal-Raumer sind in zwei Varianten bekannt. Einmal als Jäger, oder auch als Bomber. Sind wohl am ehesten mit Jagdbombern zu vergleichen.
=Heighliner
=Die mächtigen Faltraum-Schiffe der Raumfahrergilde sichern seit dem Ende von Butlers_Djihad den interstellaren Transport. Sie sind eigentlich riesige, mit Holtzmann-Generatoren ausgestattete Hüllen, an die unzählige kleinere Schiffe andocken und dann ins Zielgebiet transportiert werden können. Allerdings können Heighliner auch Passagiere ohne eigenes Schiff, Post und andere Fracht transportieren. Für Jahrtausende muss jeder Heighliner von einem Gilde-Navigator gesteuert werden, bis ixianische Technologie schließlich den lebenden Piloten ersetzen kann.
=Harkonnen-Fregatte
=Sie bilden das Rückgrat der Raumflotte der Harkonnen und sind hinsichtlich der Feuerkraft den Atreides-Zerstörern unterlegen - aber dafür im Normalraum schneller und wendiger.
=Atreides-Zerstörer
=Der Zerstörer ist das stärkste Schiff der Atreides. Er kann sowohl für den Kampf im All als auch für Planeten-Bombardements verwendet werden. Aufgrund des Verbotes von Atomwaffen ist seine Bewaffnung ausschließlich nichtnuklear.
Sowohl der Atreides-Zerstörer als auch die Harkonnen-Fregatte werden explizit nur in den Frühen Chroniken erwähnt. Dort findet in den Schiffsbuchten eines Heighliners ein Scharmützel statt, das von den Harkonnen mit Hilfe eines Nicht-Schiffs provoziert wurde. Das Nicht-Schiff, gesteuert von Glossu_Rabban, feuert von einer nahe des Atreides-Zerstörers gelegenen Position aus auf die Harkonnen-Fregatte. Deren Besatzung war über den Angriff nicht informiert worden, damit sie im Falle einer Befragung durch eine Bene_Gesserit nicht als Lügner enttarnt werden konnten. Demensprechend feuerten sie empört auf den Zerstörer, der an Bord befindliche Herzog_Leto_I._Atreides ließ jedoch das Feuer nicht erwiedern, sondern übergab den Vorfall der Raumgilde zur Klärung. In den später spielenden, älteren Bäden werden diese Schiffstypen nicht mehr erwähnt.
=Nicht-Schiffe
=Nicht-Schiffe haben die Eigenschaft, dass sie Gedankenströme der darin befindlichen Menschen nicht aus sich heraus lassen und damit für Wahrsager nicht auffindbar sind. Sehr wohl kann mit konventionellen Aufklärungsgeräten mit geringer Reichweite ein Nicht-Schiff erfasst werden. Die Flugbahn eines Nicht-Schiffes kann für kurze Zeit anhand der Antimaterierückstände zurückverfolgt werden. Bei entsprechender Rücksicht durch den Piloten (häufiges Kurswechseln) ist es möglich nicht verfolgt zu werden.
Sie haben eine Mindestlänge von 145 Metern und es gibt Exemplare, die bis zu einigen Kilometern groß sind. Die Maximale Größe ist aber unbeschränkt. Jedes Nicht-Schiff ist mit einer Steuereinheit gekoppelt, die es ermöglicht ohne Gilden-Navigator durch den Raum zu navigieren. Damit ist es ohne Gewürz möglich ein Nicht-Schiff durch den Raum zu lenken.
Waffen
=Maulapistolen
=Maulapistolen sind altertümliche Schusswaffen, die Kristallsplitter verschießen, und können durch Schilde abgewehrt werden. Sollte als Munition ein Lähmer eingesetzt werden, so wird ein Sekundärgeschoss beim Aufprall mit langsamerer Geschwindigkeit durch den Schild geschossen und lähmt das Opfer.
=Jäger-Sucher
=Der Jäger-Sucher ist eine kleine pfeilähnliche Drohne, die auf Bewegung und Schall reagiert. Er wird aus der Nähe ferngesteuert und wird häufig verwendet, um Adelige und deren Kinder umzubringen. Der Jäger-Sucher bohrt sich in den Körper und zerstört lebenswichtige Organe. Paul Atreides zerstört ein solches Modell, indem er den Kopf des Gerätes gegen die Wand stößt, den Bohrer abbricht, den Sucher zerstört und das gesamte Gerät in einem Krug Wasser versenkt.
=Lasguns
=Lasguns sind Laserwaffen, die Energie in einen durchgehenden Strahl bündeln. Dieser Strahl zerschneidet fast alle Materie außer der Haut von Sandwürmern. Trifft ein Laserstrahl auf einen Körperschild, kommt es zu einer pseudonuklearen Reaktion, bei der je nach Stärke der Schild oder die Lasgun oder beides mit Freisetzung aller ihrer Energie explodieren.
=Steinbrenner
=Steinbrenner sind Atomwaffen, weshalb ihr ein Einsatz gegen Menschen durch die Große Konvention verboten ist. Menschen erblinden, wenn sie dem extrem hellen Strahlungsblitz eines Steinbrenners ausgesetzt werden. Berühmtestes Opfer eines Steinbrenners ist Paul_Atreides, der nach einer Steinbrennerexplosion erblindet.
=Schilde
=Schilde, oft auch als Körperschilde bezeichnet, sind transparente Energieladungen, die Materie, die ab einer bestimmten Geschwindigkeit durch den Schild dringen will, abwehrt und zurückwirft. Sollte ein Energiestrahl einer Lasgun auf den Schild treffen und der Schild nicht die nötige Stärke besitzen, explodiert er unter Freisetzung all seiner Energie.
(Siehe auch Lasgun).
Sollte zu viel Materie mit zu hoher Geschwindigkeit gleichzeitig auf den Schild treffen und die Energie des Schildes nicht ausreichen, um die Energie der auftreffenden Materie abzuwehren, kann der Schild zusammenbrechen.
Sandwürmer werden durch die Abstrahlung der Schilde extrem aggressiv und über viele Kilometer von ihnen angelockt. Aufgrunddessen, aber auch aufgrund der schwierigen Anwendung in Wüstengebieten (Sandwind) können sie in der Wüste nur begrenzt eingesetzt werden. Die Fremen lehnen einen Einsatz von Schilden grundsätzlich ab. Allerdings stellten sie den Sardaukartruppen des Imperators im großen Gewürzkrieg mehrmals gekonnt Schildfallen. Dies trieb den Sardaukar sehr schnell den Einsatz von Lasern aus.
=Crysmesser
=Crysmesser sind eine traditionelle Waffe der Fremen und werden aus den Kristall-Zähnen toter Sandwürmer gewonnen. Sie können an eine Person gebunden oder ungebunden sein. Gebundene Messer lösen sich nach dem Tod ihres Besitzers innerhalb von wenigen Stunden auf und müssen daher immer am Körper getragen werden. Ungebundene bleiben unbegrenzt haltbar.
Crysmesser haben eine scharfe, gebogene Klinge und eine Spitze. Sie können unter extremen Belastungen brechen, sind aber unter normalen Bedingungen sehr robust.
Sonstiges
=Giftschnüffler
=Sind kleine am Tisch oder an der Wand angebrachte Geräte, die die Aufgabe haben nach Giften in ihrer Nähe zu suchen.
=Kom
=Eine Kommunikationseinheit, das ins Ohr eingesetzt wird. Vergleichbar mit einem Handy, nur viel kleiner. Frank Herbert erkannte schon 1985, dass eines Tages solche Geräte unersetzlich werden.
Lebewesen
Lasa-Tiger
Lasa-Tiger sind eine Zuchtform der irdischen Tiger. In Die_Kinder_des_Wüstenplaneten werden 2 Exemplare mit Steuerungseinheiten im Gehirn eingesetzt, die die Zwilling Ghanima und Leto II. umbringen sollen.
Sandforellen
Sandforellen sind junge unreife Sandwürmer. Für sie gilt noch keine Wassertoxizität. Vielmehr spüren sie alles Wasser auf dem Planeten auf und kapseln es in ihrem Körper ein, um einigen Artgenossen die Weiterentwicklung zu Sandwürmern zu ermöglichen, für die Wasser giftig ist. Die Fremen sammeln solche Sandforellen, destillieren sie und verwenden ihr Wasser und ihre Gewürzessenz.
Sandwürmer
Sandwürmer sind riesige, segmentierte Lebewesen mit wurmartigem Aussehen. Wasser und Luftfeuchtigkeit wird von ihnen gemieden, jedoch wird offenes Wasser von Wurmembryonen (Sandforellen) aufgenommen und eingeschlossen. Sandforellen entstehen, wenn ein Wurm in der Wüste stirbt.
Je älter ein Exemplar wird, desto größer ist es. Es sind Exemplare zwischen einigen Metern und einigen Kilometern in der Wüste gesichtet worden. Auf der Ordensburg sind sie aufgrund des noch starken Feuchtigkeitsgehaltes der Luft nur einige Dutzend Zentimeter groß.
Sandwürmer haben einen Schlund, der von innen mit Zähnen besetzt ist und den Durchmesser des gesamten Wurms aufweist. Die Zähne sind in mehreren nach innen verjüngenden Zahnkränzen angeordnet. Sie werden von den Fremen als Crysmesser verwendet. Sandwürmer sind gegen die Anwendung konventioneller Waffen, wie etwa Lasguns, praktisch immun.
Die einzigen Möglichkeiten, Würmer zu töten bestehen darin
* sie mit einer Atomexplosion durch eine in das Maul geschossene Atomrakete zu vernichten,
* allen Körpersegmenten gleichzeitig einen tödlich hohen Stromschlag zu versetzen (je älter der Wurm desto höher die Stromstärke),
* den Wurm in Wasser zu ertränken. Dabei entsteht das Wasser des Lebens (sofern es von einer Bene-Gesserit als Katalysator umgewandelt wurde) oder - vermischt mit Gewürz bzw. Vorgewürzmasse - das Wasser des Todes, das einen Wurm vergiften kann.
Würmer können nach entsprechender Ausbildung des Reiters und mit entsprechenden Geräten (Wurmhaken) geritten werden. Diese Haken werden zwischen den Ringen eingebracht und die Segmente auseinandergezogen. Der Wurm dreht diese Stelle automatisch nach oben, damit kein Sand auf diese ungeschützte Stelle kommt. Der Reiter kann mit anderen Haken auf der rechten und linken Seite die Richtung und Geschwindigkeit des Wurmes steuern. Je nach Kondition hält der Wurm einige Stunden bis Tage durch und gräbt sich nach dem Ritt zur Erholung ein.
Sandwürmer ernähren sich von Plankton im Sand und allen Lebewesen und bewegten Dingen an der Sandoberfläche. Er hat feine Fühler, die ihn jede Erschütterung im Sand über viele Kilometer hinweg spüren lassen. Aus diesem Grund setzen die Fremen Klopfer oder auch Plumbser ein, die eine gleichmäßige Vibration aussenden, um einen Wurm für einen Ritt anzulocken. Um seine eigenen Schritte im Sand vor einem Wurm zu tarnen, muss der Schritt unregelmäßig ohne einen erkennbaren Rhythmus in der Wüste gegangen werden.
Würmer produzieren in ihrem Inneren die Vörgewürzmasse, welche dann in einer Eruption durch eingeschlossene Feuchtigkeit zum Gewürz wird.
Stuhlhunde
Hunde, die aufgrund ihrer Züchtung als Stühle verwendet wurden. Sie passen sich automatisch an die Körperform des Benutzers an und bieten ein optimals Sitzgefühl. Miles Teg war ein Gegner dieser Stuhlhunde.
Butlers Djihad
Butlers Djihad ist der Kampf der freien Menschheit gegen die Maschinen, er wird in allen Büchern erwähnt und in den Legenden beschrieben. Er wird auf der Erde von Serena_Butler und Iblis_Ginjo ausgelöst, nachdem Erasmus Serenas Sohn Manion getötet hat. Er endet mit der vermeintlich völligen Vernichtung der Denkmaschinen unter der Führung des Computer-Allgeistes Omnius. Dieser und Erasmus tauchen allerdings über 25.000 Jahre später nochmals auf, sie hatten sich in einer schier unvorstellbaren Entfernung in Sicherheit gebracht, und dort neu aufgerüstet. In dieser Zeit lernte auch Omnius, Emotionen zu haben.
Drogen
Gewürz
Gewürz (Englisch Spice) auch Melange (Mischung), ist eine bewusstseinsverändernde Droge, die von Sandwürmern und Sandkaulquappen auf Arrakis produziert wird und während der ersten_Trilogie nicht künstlich erzeugt werden konnte, in der zweiten_Trilogie gelang es den Tleilaxu jedoch mit Hilfe ihrer Axolotl-Tanks künstlich Gewürz herzustellen. Die Suchtgefahr ist bei starkem Gewürzkonsum sehr hoch. Es färbt das Weiße in den Augen blau. Das Gewürz hat lebensverlängernde Wirkung, gibt dazu veranlagten Personen hellseherische Fähigkeiten und verbessert die Immunkraft. Seit seiner Entdeckung während des Maschinenkreuzzuges wurde das Gewürz zur Basis der menschlichen Zivilisation. Ohne das Gewürz würde es keine sicheren Reisen mit Raumfalttechnik (was sich seit den Navigationsmaschinen der Ixianer in der zweiten Trilogie ändert), keine Hellseher und wahrscheinlich auch keine Mentaten geben. Die Kontrolle über den Planeten Arrakis ist daher die Quelle aller Macht. Die Raumgilde und MAFEA kontrollieren den Handel mit dem Gewürz.
Das Gewürz ist ein rötlich braunes Pulver, das an Zimt erinnert, "bei jeder Einnahme aber anders schmeckt". Die Navigatoren der Raumgilde atmen Gewürzgas. Viele Adelsfamilien und die Fremen benutzen das Gewürz als Zutat von verschiedensten Speisen und Getränken. Die Fremen produzieren aus dem Gewürz auch Sprengstoff, Baustoffe, Kleidung und Papier.
Bei Entzug der Droge erleidet der Mensch unendliche Schmerzen und bei besonders schwerer Abhängigkeit einen ebenfalls schmerzhaften Tod.
Semuta
Verfärbt die Augen rötlich und stellt einen Rauschzustand her, der bald wieder verfliegt und erneut nach Semuta verlangt.
Die Wirkung der Droge wird meist durch atonale Musik - sogenannte Semuta-Musik - verstärkt. Mentaten nutzen Semuta, um ihre Konzentrationsfähigkeit zu steigern.
Shere
Eine Droge, um zu verhindern, dass man mit einer Sonde in den Gedanken des Verhöropfers Informationen finden kann. Die Geehrten Matres haben ein Mittel gefunden, das die Droge Shere neutralisiert.
Gifte
Chaumurky oder Musky
Ein Gift, das nur in Getränken oder Verbindung zu Flüssigkeiten wirkt. Imperator Elrood wird durch eine Vermischung zweier Gifte, die zusammen Chaumurky ergeben, getötet.
Titel
Viceroy
Der Viceroy ist der gewählte Vorsitzende der Liga der Edlen. Sein Sitz liegt in Zimia auf Salusa_Secundus. Aus dem Viceroy entsteht durch Verschmelzung mit dem Titel des erblichen großen Patriarchen des Djihads das Amt des Paddischah-Imperators. Die Familie Butler stellte mehrere Viceroys (Manion_d.Ä., Serena und Faykan)
Bashar
Ein militärischer Titel im Generalsrang.
Höchster Bashar
Der Höchste Bashar ist der Kommandant aller Bashars und ranghöchste Offizier in den Streitkräften der Menschen. Der einzige in den Dune-Zyklen namentlich erwähnte Höchste Bashar ist Vorian_Atreides, der Oberbefehlshaber der Armee des Djihads.
Herzog
Ein Adelsrang im "Faufreluches" genannten Kastensystem des Imperiums. Herzöge gebieten meist über mehrere Planeten. Der einzige namentlich genannte Herzog ist Herzog_Leto_I.
Baron
Ebenfalls ein Adelsrang im Imperium. Wladimir_Harkonnen bekleidet diesen Rang. Vom Stand her steht er unterhalb des Herzogs, aber in diesem Fall sind die Harkonnen mächtiger, allerdings nur durch das heimliche Bündnis mit dem Imperator.
Graf
Niedriger, normalerweise nicht vererbbarer Adelsrang, der als Belohnung verliehen wird (vgl. mit dem Ritterschlag der englischen Königin). Graf_Fenring wurde dieser Rang verliehen, da er durch die Ermordung von Imperator Elrood dessen Sohn Shaddam_IV. auf den Thron brachte.
Imperator
Der Imperator ist der Herrscher über die Menschheit. In der Zeit des alten Imperiums herrscht das Haus Boro über die Galaxie, bis die Titanen und dann Omnius die Herrschaft übernehmen. Nach Ende der Maschinenherrschaft kommt das Haus Corrino an die Macht und stellt 81 Generationen lang den Padischah-Imperator (vom persischen P?dish?h, ?Schah der Schahs?). Nach dem Abdanken Shaddams IV. wird Paul Atreides der neue Imperator; ihm folgt sein Sohn als dreieinhalbtausend Jahre regierender Gottkaiser, mit dessen Tod das imperiale Zeitalter endet.
Der Herrscher wird auch mit den Ehrentiteln ?Imperator des Bekannten Universums? oder ?Herrscher über eine Million Welten? bezeichnet. Wichtigste Insignien seiner Herrschaft sind das Kommando über die Sardaukar und der im Thronsaal auf Kaitain befindliche Goldene Löwenthron.
Sprachen
Bhotani Jib
Die Bhotani Jib oder ?Jägersprache? ist eine für einen speziellen Zweck entstandene Sprache der Zensunni, aus der die Fremensprache Chakobsa hervorging. Die Bene_Gesserit Jessica_Atreides hat durch ihre Ausbildung Kenntnis von dieser Sprache.
Chakobsa
Chakobsa ist die Sprache der Fremen, eine Sprache, die auf Romani basiert und stark von arabischen_Sprachen beeinflusst ist. Sie entwickelte sich aus den arabischstämmigen Sprachen der Zensunni-Sklaven, von denen die Fremen abstammen.
Galach
Galach, ein Ergebnis der Vermischung alter irdischer Kreolsprachen, ist die lingua franca des Imperiums und die offizielle Amtssprache am Hof von Kaitain. In ihr werden amtliche Dokumente verfasst und interplanetare Verträge geschlossen. Den Bewohnern der verschiedenen Welten, die meist regionale Sprachen sprechen, dient sie hauptsächlich zur Verständigung mit Außenweltlern.
Die Stimme
?Die Stimme? ist im eigentlichen Sinne keine Sprache, sondern eine spezielle Sprachtechnik der Bene_Gesserit. Sie ermöglicht den Ehrwürdigen Müttern, anderen, ungeschulten Geistern ihren Willen aufzuzwingen. Selbst wenn es sich dessen bewusst ist, kann sich das Opfer der Macht der Stimme kaum entziehen. Paul Atreides gehört zu den wenigen außerhalb der Schwesternschaft, die diese Fähigkeit erlernten.
Fingersprache
Eine besondere, den kämpfenden Klassen vorbehaltene Art der Kommunikation durch Fingerzeichen. Sowohl die Atreides als auch die Sardaukar und Corrinos haben eine eigene Fingersprache. Sie wird meistens in Räumen benutzt, in denen Abhöranlagen vermutet werden, und zur Ablenkung mit normalen Gesprächen getarnt.
Atreides-Kampfsprache
Eine auf caladanische Dialekten basierende Kampfsprache, hauptsächlich von Duncan Idaho und Gurney Halleck während Kriegszeiten gesprochen. Wird auch über Funk gesprochen, die Harkonnens verstehen sie allerdings auch.
Visionen
Mithilfe von Gewürz können bestimmte sensibilisierte Personen die Zukunft vorhersehen. Von besonderer Bedeutung sind dabei einerseits die Gildennavigatoren, die nur mithilfe ständigen Gewürzkonsums - sei es in festem, flüssigem oder gasförmigem Zustand - überleben können. Sie haben sich spezialisiert auf die nahe Zukunft, um die ihnen anvertrauten Schiffe so sicher wie möglich durch den gefalteten Raum zu transportieren.
Detailliertere Zukunftsvisionen hat Paul_Atreides aufgrund seiner genetischen Vorbelastung bereits als Kind. Als er auf Arrakis beginnt, unter immer stärkerem Gewürzeinfluß zu stehen, intensivieren sich die außersinnlichen Erfahrungen enorm, und er ist allmählich in der Lage, sogar Zusammenhänge zwischen Ereignissen zu erkennen. Nachdem er vom Wasser des Lebens gekostet hat, verstärken sich seine hellseherischen Kräfte noch mehr, und er wird in die Lage versetzt, gegenwärtige Ereignisse an fernen Orten zu sehen. Auf diese Weise kann Paul noch vor der Ausführung einer Handlung erkennen, wie die Umwelt darauf reagieren kann. Dadurch verändert er auch die Zukunft. Auf diese Weise versucht er zunächst, den Djihad zu verhindern, von dem er gesehen hat, dass er ihn anführen könnte. Dabei stößt er jedoch auf systemimmanente Widerstände, so dass er den Djihad letztendlich doch auslöst.
Im zweiten_Band ist Paul, nach jahrelangem Umgang mit Visionen, derartig sensibilisiert, dass er nur noch einem Pfad folgt, den er zuweilen schon dutzende Mal in verschiedenen Visionen gesehen hat. Dieser Pfad ist keineswegs vorbestimmt, doch für ihn fühlt es sich so an, da alle anderen Zeitlinien zu von ihm nicht erwünschten Resultaten führen. Auch seine Schwester Alia hat solche Ahnungen, doch diese sind weniger detailliert, außerdem verwirrend, mystisch und im dritten Band beeinflußt vom Baron Harkonnen - trotzdem äußerst geeignet für die breite Masse der Gläubigen des Muad'dib-Kultes.
Das Problem, vor dem sowohl Paul als auch die gewürzabhängigen Navigatoren stehen, ist die gegenseitige Blockade der sogenannten Orakel. Eine Vorhersage kann nicht zu einer Person gemacht werden, welche selbst Vorhersagen trifft. Somit kann es nicht zur paradoxen Situation kommen, dass zwei Wahrsager ihr Zusammentreffen vorhersehen und dieses Zusammentreffen beide zu ihren Gunsten zu verändern suchen. Die prinzipielle Unmöglichkeit dieses Paradoxons hat Folgen: Eine Verschwörung, die von einem Gildennavigator geschützt wird, kann vom Imperator Paul nicht aufgedeckt werden, umgekehrt kann allerdings auch niemand das Verhalten Pauls vorhersagen. Die zunehmende Dichte von Orakeln auf Arrakis im zweiten Band erschwert den Handlungsspielraum Pauls erheblich, wenn er auch dank der besseren seherischen Gabe erfolgreich alle Gefahren meistert.
Pauls Kinder Leto und Ghanima haben noch klarere Visionen. Leto folgt dem ?goldenen Pfad?, indem er die Symbose mit den Sandforellen eingeht und seine Schwester Ghanima mit Farad'n Corrino zusammenbringt. Deren Nachkommen, wie Siona_Atreides haben zwar keine hellseherischen Fähigkeiten, sind aber für Seher und Gildenavigatoren unsichtbar.
Diese Eigenschaft kommt in der Zweiten_Trilogie besonders den Bene_Gesserit zugute, die in ihrer Ordensburg nur Nachkommen Sionas dulden.
Siehe auch
Portal:Phantastik
WikiProjekt_Dune

