Ben Vereen
Ben Vereen (10. Oktober 1946 in Miami, Florida, USA; eigentlich Benjamin Augustus Middleton) ist ein US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler sowie Prediger.Biografie
Erst 1967, im Alter von 21 Jahren, wurde Vereen beim Beantragen eines neuen Reisepasses aufmerksam gemacht, dass er adoptiert sei. In den zum Teil falschen Unterlagen wurde der Name seiner Mutter mit Essie Middleton sowie sein Geburtsort mit Laurinburg (North Carolina) angegeben. Erst im April 2006 konnte mit Hilfe eines Genealogen Vereens leibliche Familie ausgeforscht werden. So erfuhr er, dass seine Mutter, Essie May Pearson hieß, und Vereen ein uneheliches Kind war. Um in der konservativen Stimmung jener Zeit nicht gebrandmarkt zu werden, unternahm Pearson, die im Jahr 1982 verstorben war, einen Ausflug nach Miami, wo Sohn Ben geboren wurde. Sie ließ ihr Kind bei Unbekannten, und kehrte nach Laurinburg zurück. Im Mai 2006 lernte Vereen seine Schwester Gloria kennen, die in New_Haven (Connecticut) lebt.
Vereen, der in Bedford (New_York) aufwuchs, wurde bereits früh von seinen Adoptiveltern James und Pauline Vereen, einem Fabrikarbeiter und einer Garderobenarbeiterin gefördert, und trat bereits als Kind im Kirchenchor auf.
Nach dem Besuch der New York's High School of the Performing Arts und des Emerson College debütierte Vereen im Alter von 18 Jahren in der Bühnenproduktion Prodigal Sun, um kurz danach mit Sweet Charity erstmals auf Tournee zu gehen. 1969 wurde Sweet Charity auch verfilmt. Der Film, in dem Vereen an der Seite von Shirley MacLaine zu sehen war, markierte sein Filmdebüt.
1970 gewann Vereen einen Theatre World Award für seine Darstellung des Judas Iskariot in Andrew Lloyd Webbers Musical Jesus Christ Superstar. Vereen wurde Mitglied der National Shakespeare Company, und feierte beruflich Erfolg nach Erfolg. So kam es, dass er auf zahlreichen US-amerikanischen Bühnen stand, darunter in Las Vegas, Atlantic City und Lake Tahoe. Selbst in Europa und Asien trat er auf. Seinen Erfolg verdankte er dabei seinen Glauben an Jesus Christus. Dieser wurde in den 1980er Jahren auch oft auf eine harte Probe gestellt.
So war Ben Vereen zweimal verheiratet. Aus einer kurzen ersten Ehe mit Andrea Townsley, die er in den 1960er Jahren führte, ging Sohn Ben hervor. Bereits durch seine Beziehung mit Townsley kam Vereen dem Glauben immer näher, da sie Pastorin an einer Kirche in Brooklyn ist. Seit dem 15. Juli 1976 ist Vereen mit der gebürtigen Britin Nancy Bruner verheiratet. Das Paar hatte vier gemeinsame Töchter, Kabara, Malaika, Naja und Karon. Die Familie erlitt 1987 einen harten Schicksalsschlag, als Naja, im Alter von 16 Jahren, bei einem Verkehrsunfall, ums Leben kam. Im Juni 1992 wurde er an der California State Route 1 von Musikproduzent David Foster angefahren. Die Umstände des Unfalls sind bis heute nicht restlos geklärt. Obwohl einiges für einen Schlaganfall spricht, den Vereen ausserhalb seines Wagens erlitt, nach dem er wenige Stunden zuvor mit seinem Kopf an das Lenkrad geprallt war, gibt es auch Stimmen, die von einem Suizidversuch sprechen.
Ben Vereen überlebte den Unfall, und konnte nach einer längeren Rehabilitation seine Karriere wieder aufnehmen. Sein Glaube wurde nach dem Unfall dermaßen stark, dass er sich zum Prediger weihen ließ.
Zusatzinformationen
* Ben Vereen ist Veganer.
* Er ist außerdem Pate des Sängers Usher Raymond.
Filmografie
Spielfilme
* 1975: Funny Lady (Funny Lady)
* 1979: Hinter dem Rampenlicht (All that Jazz)
* 1985: A.D. ? Anno Domini (A.D.)
Auftritte in Fernsehserien
* 1976: Muppet Show (The Muppet Show)
* 1977: Roots (Roots)
* 1979-1980: Die Schnüffler (Tenspeed and Brown Shoe)
* 1993: Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert (Star Trek: The Next Generation)
* 1994: Die Nanny (The Nanny)
* 1994: Superman ? Die Abenteuer von Lois & Clark (Lois & Clark: The New Adventures of Superman)
* 1994: Der Prinz von Bel Air (The Fresh Prince of Bel-Air)
* 1996: Ein Hauch von Himmel (Touched by an Angel)
* 1999: Ein Wink des Himmels (Promised Land)
Auszeichnungen
* drei Emmy-Nominierungen
* zwei Golden Globe Award-Nominierungen
Weblinks
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