Belmont-sur-Lausanne
Belmont-sur-Lausanne ist eine politische Gemeinde im Distrikt Lausanne des Kantons Waadt in der Schweiz.
Geographie
Belmont-sur-Lausanne liegt auf , 3.5 km östlich der Kantonshauptstadt Savigny, Lutry und Paudex.
Bevölkerung
Mit 3098 Einwohnern (Ende 2006) gehört Belmont-sur-Lausanne zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Waadt. Von den Bewohnern sind 87.3 % französischsprachig, 5.9 % deutschsprachig und 1.6 % englischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Belmont-sur-Lausanne belief sich 1850 auf 455 Einwohner, 1900 auf 491 Einwohner. Seit 1950 (405 Einwohner) wurde eine rasante Bevölkerungszunahme mit einer Versiebenfachung der Einwohnerzahl innerhalb von 50 Jahren beobachtet.
Wirtschaft
Belmont-sur-Lausanne war bis in Mitte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Heute hat der Ackerbau nur noch eine untergeordnete Bedeutung in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Am Hang unterhalb des Ortes befindet sich ein kleines Weinbaugebiet.
Im Tal der Paudèze wurden im 17. Jahrhundert Kohlevorkommen entdeckt. Die Stein- und Braunkohle wurde besonders in der Zeit zwischen 1771 und 1796, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und während der beiden Weltkriege abgebaut und verhüttet. Weitere Arbeitsplätze sind im Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden (Informationstechnologie, Möbelgeschäfte und eine Druckerei). In Belmont-sur-Lausanne befindet sich seit 1964 die Kunststiftung Hans und Joram Deutsch, 1989 wurde das Museum Fondation Deutsch eröffnet.
In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf dank seiner attraktiven Lage zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die vor allem in Lausanne arbeiten.
Verkehr
Die Gemeinde ist verkehrstechnisch gut erschlossen, die Hauptzufahrt erfolgt von Lutry. Der Autobahnanschluss Belmont an der 1974 eröffneten A9 (Lausanne-Sion) ist rund 1 km vom Ort entfernt. Der Sporn von Belmont wird in einem rund 300 m langen Tunnel unterfahren. Durch die Autobuslinien 47 (Pully-Belmont) und 66 (Lausanne-Grandvaux) der Transports publics de la région Lausannoise ist Belmont-sur-Lausanne an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1160 unter dem Namen Bellomon. 1228 erschien die Bezeichnung Belmunt und die lateinische Form apud bellum Montem (beim schönen Berg). Im Mittelalter unterstand Belmont-sur-Lausanne dem Lausanner Domkapitel, aber auch das Benediktinerkloster Lutry hatte das Recht, Zehnten und Zinsen im Ort einzutreiben. Mit der Eroberung der Waadt durch Bern im Jahr 1536 kam Belmont-sur-Lausanne unter die Verwaltung der Vogtei Lausanne. Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime gehörte das Dorf von 1798 bis 1803 während der Helvetik zum Kanton Léman, der anschliessend mit der Inkraftsetzung der Mediationsverfassung im Kanton Waadt aufging. 1798 wurde es dem Bezirk Lausanne zugeteilt.
Sehenswürdigkeiten
Die erste Kirche von Belmont, die Saint-Martin geweiht wurde, geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Umfassende Restaurierungen und Umbauten fanden im 16. Jahrhundert statt. Das Tal der Paudèze wird unterhalb von Belmont-sur-Lausanne vom 1858 bis 1862 erbauten Viadukt der Eisenbahnlinie Lausanne-Bern überspannt.
Weblinks
• Offizielle Website der Gemeinde Belmont-sur-Lausanne (französisch)
*
• Luftaufnahmen

