Belinda Carlisle
Belinda Carlisle (geboren als Belinda Jo Kerzeskhi Carlisle am 17. August 1958 in Hollywood, Kalifornien) ist die Sängerin der Rock ?n? Roll-Band Go-Go's, jedoch noch bekannter als Solo-Künstlerin.Musikkarriere
Mitglied verschiedener Bands
Carlisle begann ihre musikalische Karriere unter dem Künstlernamen Dottie Danger als Schlagzeugerin der Punk-Band The Germs. Schon nach wenigen Proben wechselte sie dann als Background-Sängerin zu "Black Randy and the Metrosquad". Danach wurde sie Mitglied der Go-Go's. Als sich die Go-Go's 1984 erstmals auflösten, begann Belinda Carlisle ihre Solo-Karriere.
Beginn der Solokarriere
Ihr erstes Solo-Album Belinda, wurde von I.R.S. Records 1986 veröffentlicht. Während sie in ihrer Zeit bei den Go-Go'S noch etwas übergewichtig war, erschien sie im Musikvideo ihrer ersten Hit-Single "Mad about you" wesentlich schlanker. Ihr Auftreten wirkte zudem wesentlich "glamouröser" als zuvor. Neben dem neuen Image folgte auch die Musik einer neuen Stilrichtung. Während die Musik der Go-Go' Rockmusik mit starken Einflüssen aus Punk und Rock 'n' Roll war, produzierte Carlisle als Solo-Künstlerin eher Pop-Musik mit leichten Rock-Einflüssen. Der neue Sound ist sicherlich dem Einfluss ihres Produzenten Rick Nowels zuzuschreiben, der zuvor mit Stevie Nicks gearbeitet hatte und später Madonna produzierte.
Ebenfalls 1986 heiratete Carlisle Morgan Mason, den Sohn des britischen Schauspielers James Mason. Morgan hatte auch Rollen in Carlisles Videos "Mad About You" und "Heaven is a Place on Earth".
Durchbruch als Solokünstlerin
Carlisle baute das glamouröse Image auf dem Cover ihres 1987 erscheinenden zweiten Solo-Albums Heaven on Earth weiter aus. Das Album wurde in den USA durch MCA veröffentlicht, in Großbritannien dagegen durch Virgin_Records. Die erste Auskopplung aus dem Album Heaven on Earth war Heaven Is a Place on Earth. Der Titel wurde ein internationaler Hit, der es nicht nur in den USA, sondern auch in Großbritannien und zahlreichen anderen Ländern an die Spitze der Charts schaffte.
Heaven Is a Place on Earth wird allgemein als Belindas größter Hit und ihr Markenzeichen angesehen. Der Erfolg des Titels wurde durch das dazugehörige Video noch gefördert, das unter Regie der amerikanischen Schauspielerin Diane Keaton entstand. Auch im Video behielt Carlisle ihr neues glamouröses Image inklusive der nun rot gefärbten Haare bei.
Der nächste veröffentlichte Titel aus Heaven on Earth war I Get Weak, bei dessen Video ebenfalls Keaton Regie führte. Es folgten die Titel Circle in the Sand und I Feel Free, eine Cover-Version des Klassikers von Cream.
Carlisles nächstes Album war Runaway Horses (veröffentlicht am 23. Oktober 1989). Das Album hatte nicht den gleichen weltweiten Erfolg wie Heaven on Earth. Die erste Auskopplung Leave a Light On, erreichte in den USA nicht die Top Ten und die zweite Single Summer Rain schaffte es im Frühjahr 1990 nicht einmal in die Top-20, obwohl sie eine gewisse Bekanntheit in Australien erlangte. Mehr Erfolg in Großbritannien hatte sie bei der Veröffentlichung eines Remixes von "(We Want) The Same Thing", einem anderen Titel aus Runaway Horses. Hier zeigte sich, dass Belinda Carlisle in Europa wesentlich populärer war als in ihrer Heimat, den USA.
Ende 1990 fanden sich die Go-Go's erneut zusammen, um auf eine Greatest-Hits-Tournee zu gehen. Ein Bestandteil der Tournee war eine Anti-Pelz Kampagne, als die Bandmitglieder, und vor allem Belinda Carlisle die Tierschutzorganisation People for the Ethical Treatment of Animals (PETA) unterstützten.
Nachlassender Erfolg
1991 veröffentlichte Carlisle ihr viertes Solo Album Live Your Life Be Free Das Album wurde in den USA kaum wahrgenommen und die Sängerin ging damit auch nicht auf Tournee, da sie zu diesem Zeitpunkt schwanger war. Ihr Sohn James Duke Mason (benannt nach Morgans Vater James und Belindas Stiefvater Duke Kurczeski) wurde am 27. April 1992 während der Aufstände in Los Angeles geboren. Ein paar Monate später veröffentlichte sie Greatest-Hits Alben in den USA und Großbritannien.
Ihr fünftes Solo-Album, Real, wurde 1993 unter dem Label Virgin in the USA und in Europa veröffentlicht. Ohne den Produzent Nowels entfernte sich das Album von Carlisle´s vorigem "polierten Pop" Stil. Einige Kritiker begrüßten diese Entwicklung und verglichen den Sound mit dem der Go-Go's. Die erste Auskopplung "It's Too Real (Big Scary Animal)" wurde trotzdem in den USA gar nicht und in Europa nur wenig wahrgenommen.
Nach dem Erdbeben 1994 in Los Angeles zogen Carlisle, Mason und ihr Sohn nach Südfrankreich.
1994 gab es eine weitere kurze Wiedervereinigung der Go-Go's. Die Band löste sich aber schon nach der Promotion Tournee wieder auf.
Carlisle kehrte ins Aufnahmestudio zurück und arbeitete erneut mit dem Produzenten Rick Nowels. 1996 veröffentlichte sie ihr sechstes Solo-Album A Woman and A Man in Großbritannien und Australien, diesmal unter dem Plattenlabel Chrysalis_Records. Mit Hilfe von Roxette-Sänger Per Gessle, der zwei Songs für diese Platte geschrieben hatte, kehrte Belinda zurück in die UK-Top10. Das Album schaffte es, weiters ihre Solo-Karriere auch im restlichen Europa wiederzubeleben und enthielt einige Hit-Singles wie In Too Deep, Always Breaking My Heart, Love in the Key of C und California. Letzterer Titel setzte sich mit den Gründen auseinander, warum die Sängerin ihre Heimat verlassen hatte.
Wegen des Erfolges von A Woman and A Man, wurde das Album im Sommer 1997 durch das Label Ark21 auch in den USA vertrieben. Trotz der Promotionsauftritte von Belinda Carlisle im amerikanischen Fernsehen und Radio konnte das Album dort aber nicht an den Erfolg in Großbritannien anknüpfen.
Belinda Carlisle heute
1997 veröffentlichte Belinda Carlisle außerdem eine Cover-Version von I Won't Say (I'm in Love) aus Disneys Hercules. Der Titel wurde beim Vertrieb des Filmes in Europa verwendet. Die Single wurde nur in Frankreich und Deutschland verkauft.
1999 veröffentlichte Carlisle ein weiteres Greatest-Hits-Album in Großbritannien - diesmal unter dem Label Virgin. Das Album enthielt drei neue Stücke, darunter All God's Children, das auch als Single veröffentlicht wurde. Der Titel war wenig erfolgreich; das Album wurde dagegen von Kritikern als die bisher beste Zusammenstellung ihrer Solo-Arbeit bewertet.
Im August 2001 ließ sich Carlisle nackt für das Magazin Playboy fotografieren. Es gab Spekulationen, sie hätte dies getan, um Werbung für das Album God Bless the Go-Go's der erneut gegründeten Go-Go's zu machen.
2004 nahm Belinda als eine von zehn Prominenten an der Fernsehshow "Hell's Kitchen" teil und war die erste, die von den britischen Zuschauern herausgewählt wurde.
Im Februar 2007 erschien mit ihrem 7. Album Voila ihr erstes französisch gesungenes Chanson-Album. Auf die Idee zu so einem Album kam sie, da sie seit vielen Jahren in Frankreich in der Nähe von Cannes lebt und dort französische Oldie-Sender hört. Die Titel sind Cover-Versionen, unter anderem von Jacques Brel, Edith Piaf, Serge Gainsbourg und Udo Jürgens.
Diskografie
Alben
1 Dieses Album wurde nur in den USA veröffentlicht.
2 Dieses Album wurde außerhalb der USA mit verschiedenen Covern veröffentlicht.
3 Auszeichnung: Gold
4 Auszeichnung: Platin
5 Auszeichnung: 2x Platin
6 Auszeichnung: 3x Platin
Singles
1 Die Chartsplatzierungen der deutschen Airplaycharts sind nur bis 1990 vorhanden.2 Diese Single wurde nur als Promo-Single veröffentlicht.
3 Diese Single wurde nur in Kanada veröffentlicht. Der deutsche Titel des Films "Burglar" lautet "Die diebische Elster".
4 Diese Singles wurden in den USA, UK und Deutschland in einer unterschiedlicher Reihenfolge veröffentlicht.
5 Diese Single wurde nur in Deutschland und Spanien veröffentlicht.
6 Die Wiederveröffentlichung dieser Single ist auch als Remix '91 bekannt.
7 Diese Single wurde nur in den USA als Single-Kassette veröffentlicht.
8 Diese Single wurde nur in Frankreich und Deutschland veröffentlicht.
Weblinks
• Inoffizielle Homepage
• Ananova article on Carlisle appearance in Playboy (via Wayback Machine)

