Belianske Tatry
Die Belianske Tatry (früher Belanské Tatry, Belanské vrchy, Bielske Kvapnikové Alpy, Belanské vápencové Alpy; deutsch Beler Kalkalpen/Beler Tatra/Beler Gebirge, auch Weiße Tatra; ungarisch Bélai-havasok) sind ein Gebirge im Norden der Slowakei. Sie sind nach der Stadt Spi?ská Belá (deutsch Zipser Bela) benannt.Lage und Ausdehnung
Die Belianske Tatry bestehen aus einem ca. 15 km langen Hauptkamm. Insgesamt nimmt das Gebirge eine Fläche von ca. 65 km² ein. Begrenzt wird es
*im Nordwesten von der Senke Podtatranská brázda,
*im Nordosten vom Gebirge Spi?ská Magura (Zipser Magura),
*im Osten und Südosten vom Talkessel Podtatranská kotlina,
*im Süden und Südwesten von der Hohen_Tatra.
Über die Bergpässe Kopské sedlo (deutsch Großer Sattel/Kopp-Pass, 1749 m) und Sedlo pod Príslopom (deutsch Morgenröther/Zdjarer Pass, 1077 m) besteht Anschluss an die Hohe Tatra beziehungsweise an die Spi?ská Magura.
Charakter
Der in west-östlicher Richtung verlaufende Hauptkamm fällt nach Süden steil ab, wohingegen nach Norden kurze, in tieferen Lagen bewaldete Seitenkämme abzweigen. Im Gegensatz zur Hohen Tatra dominieren in den Beler Kalkalpen verschiedenartige Kalksteine. Dadurch entstanden hier Karsterscheinungen, insbesondere Höhlen. Auch ist die Flora vielfältiger als in den benachbarten Gebirgen.
Geschichte
Im 14. Jahrhundert sollen die Belianske Tatry als Weidefläche genutzt worden seinVladimír Adamec/Radek Roubal: Hohe Tatra. Touristenführer. ?port Verlag Bratislava 1993.. Die zahlreichen Höhlen lockten Schatzsucher an. Ab dem 17. Jahrhundert wurde in bescheidenem Umfang Bergbau (Kupfererz) betrieben.
Tourismus und Naturschutz
Im Zuge der touristischen Erschließung der nahe gelegenen Hohen Tatra während des 19. Jahrhunderts wurden auch die Belianske Tatry bekannt. Reger Fremdenverkehr setzte jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg ein. 1949 wurde das Gebirge Teil des neugegründeten Tatra-Nationalparks (TANAP). Mehrere markierte Wanderwege führten durch das Gebiet, u.a. über den flachen östlichen Teil des Hauptkammes.
Im Jahre 1978 wurde durch die Nationalparkverwaltung nahezu das gesamte Gebirge wegen des nicht mehr beherrschbaren Besucherandrangs gesperrt. Lediglich am Südhang führten begehbare Wege entlang. 1993 wurde ein Pfad von der Gemeinde ?diar über den zentral gelegenen Sattel ?iroké sedlo zum Kopské sedlo wieder freigegeben.
Seit 1997 dient auch die im südöstlichen Teil des Gebirges gelegene Berghütte Chata Plesnivec wieder touristischen Zwecken.
Bekannteste Sehenswürdigkeit der Region ist die bei Tatranská Kotlina befindliche Tropfsteinhöhle Belianska jasky?a (deutsch Beler Tropfsteinhöhle).
Bedeutende Erhebungen
• (Berg)|Havran] (deutsch Greiner), 2152 m
*?diarska Vidla, 2142 m
*Hlúpy (deutsch Törrichter Gern), 2061 m
*Zadné Jatky, 2020 m
*Ve?ký Ko?iar, 2012 m
*Buja?í vrch (deutsch Stirnberg), 1947 m
*Murá? (deutsch Wandberg), 1890 m
Einzelnachweise
Weblinks
• Beschreibung der Belianske Tatry (deutsch)

