Beizen (Kochen)
Unter Beizen versteht man das Einlegen bzw. das Marinieren eines Lebensmittels. Zumeist werden rohes Fleisch oder Fisch gebeizt um Geschmack zu verleihen, Geschmack zu entziehen oder auch um das Produkt haltbar zu machen. Dabei unterscheidet man zwischen einer trockenen und einer nassen Beize. Auch Gemüse kann gebeizt werden wobei man hier eigentlich von einem marinieren nach dem Garvorgang spricht, z.B. beim italienischen Antipasti Gemüse.Anwendungen und Wirkungsweisen
Beim Beizen zum Verleihen eines Aromas das nach dem Garvorgang hervorgehoben werden soll gibt es zweierlei Arten.
Trockene Beize
Die trockene Beize besteht aus einer Mischung von vorwiegend Salz und verschiedenen Gewürzen. Hierbei wird z.B. ein Steak einige Zeit vor dem Braten eingerieben um es mürber (weicher) zu machen. Auch trockene Schinkenprodukte werden durch beizen vor dem Räuchervorgang aromatisiert bzw. gepöckelt.
Auch beim skandinavischen Graved Lachs wird eine trockene Beize aufgetragen die nach einigen Tagen wieder abgewaschen und durch gehackte Dillspitzen ersetzt wird. Dadurch wird dem Lachsfilet Wasser entzogen und das Produkt haltbar gemacht.
Nasse Beize
Eine nasse Beize wird in der Küche z.B. für Wildfleisch verwendet um den typischen "Hautgout", den Wildgeschmack zu mindern, der meist bei Gemsen, Ziegen oder auch Wildschwein sehr kräftig sein kann. Das Einlegen in Buttermilch ist z.B. eine weit verbreitete Variante. Dabei wird aber kein Salz verwendet da das Fleisch sonst beim Garen zäh werden würde.
Eine andere Variante der nassen Beize wird in der Metzgerei verwendet. Hierbei wird eine sog. Pöckellake in das Schinkenfleisch eingespritzt die für die Durchrötung des Schinkens während des Garvorgangs verantwortlich ist. Hier werden der Pöckellake auch Aromen und Gewürze beigemengt die so in das Schinkenfleisch übergehen.
Beim Beizen oder Marinieren von Gemüsen wird in der Regel ein hochwertiges, kaltgepresstes Olivenöl mit Aromen wie Majoran, Oregano, Thymian oder etwas Essig verwendet. Hierbei wird das Gemüse nach dem Garvorgang mariniert, nicht wie beim Fleisch vorher.

