Bei lebendigem Leib
Bei lebendigem Leib (Originaltitel: Brûlée vive) ist die von Souad (Pseudonym), Marie-Therese Cuny (Mitarbeit) sowie Anja Lazarowicz (Übersetzung) im Jahre 2003 veröffentlichte Autobiographie einer Frau, die im Westjordanland in den 1950er-Jahren in einer streng muslimischen Familie aufgewachsen ist.Inhalt:
Die 17-jährige Souad wird unverheiratet schwanger. Sie wird von ihrer Familie zum Tod verurteilt und von ihrem Schwager bei lebendigem Leib mit Benzin übergossen und angezündet.
Zufällig sind in dem Dorf an diesem Tag zwei Frauen aus Europa unterwegs und sehen die brennende Frau. Souad wird mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert. Trotzdem bringt sie einen Sohn zur Welt. Er wird ihr weggenommen und kommt in ein Waisenhaus.
Eine Mitarbeiterin der Organisation Terre des Femmes erfährt von ihrem Schicksal. Sie findet Souads Sohn wieder und lässt Mutter und Sohn in die Schweiz ausfliegen, wo Souad gepflegt wird. Sie und ihr Sohn kommen zu Pflegeeltern. Souad verliebt sich wieder, bekommt noch zwei Töchter und findet nach 25 Jahren ihren Sohn wieder.
Das Buch ist eine mitreißende Geschichte über einen versuchten Ehrenmord und über Menschen, die ihn nur knapp überlebt haben. Es beschreibt, wie Menschenrechte missachtet werden und wie wichtig Organisationen sind, die etwas dagegen tun.
Souad lebt heute mit falscher Identität gemeinsam mit ihrem Mann und drei Kindern irgendwo in Europa.
ISBN
*ISBN 3-7645-0180-4
Weblinks
• Hintergrundinformationen zur Autorin auf den Randomehouse-Verlagsseiten

