Behringen
Zur Gemeinde Behringen im Klosters_Hersfeld von Freien verliehenen Güter erstmals urkundlich erwähnt. Die Gemeinde Behringen war bis 1. Juli 1994 eigenständig. Sie ist historisch zusammengewachsen. Zu Behringen gehörten einstmals: Großenbehringen, Oesterbehringen, Hütscheroda und die heutige Wüstung Heßwinkel.
Sehenswürdigkeiten sind das Behringer Schloss und ein Skulpturenwanderweg. Die Weymouthskiefer im Schlosspark ist ein Wahrzeichen des Ortes Behringen.
Ortsteile
Craula
Ersterwähnung - 10. Dezember 1280 (Dobenecker, IV, 1851). 328 Einwohner (Stand: September 2005) hat das nah am Hainich gelegene Dorf. Von dort aus lassen sich viele Wanderungen und Spaziergänge in den Nationalpark machen. Des Weiteren befindet sich in Craula eine Hainich-Jugendherberge.
Außerdem ist Craula der höchstgelegene Ort der Einheitsgemeinde mit 442 m über NN. Im Zentrum des Dorfes steht ein Waidmühlendenkmal, da früher Waid nur in Craula angebaut werden durfte, weil in diesem Ort keine Slawen ansässig waren.
Wichtige Anlaufpunkte für eine Wanderung von Craula aus sind das Craulaer Kreuz, die Thiemsburg mit dem Baumkronenpfad und die eiserne Hand.
Craula war im 30 jährigen Krieg von einer hohen Hecke umwachsen und wurde so weitgehend verschont. Die Hecken sind zum Teil heute noch zu finden.
Reichenbach
Ersterwähnung - 1170 (Dronke, Codex Diplomaticus Fuldensisi 831). Der Ortsteil Reichenbach ist im klassischen Reihendorfstil aufgebaut. Die Häuser haben ein gepflegtes Outfit, geprägt von historischer Bausubstanz im ländlichen Stil, kombiniert mit neuen Fassaden und frohen Farben. In Reichenbach wohnen 412 Leute (Stand: September 2005). Es liegt direkt an der B84 zwischen Behringen (westlich) und Bad Langensalza (nordöstlich). Von Reichenbach erreicht man die Orte Behringen, Tüngeda, Craula und Bad Langensalza. Sehr zentral liegt der Waidich (zurückzuführen auf den früheren Waidanbau), welcher einem Fußballplatz, Spielplatz, Volleyballplatz und den Jugendclub zu bieten hat. Der Jugendclub wurde seit 2003 über 3 Jahre renoviert und ausgebaut. Durch die Neu-Einweihung am 13. April 2006, trägt er jetzt den Namen "Grüne Oase". Eine reichenbacher Tradition ist das am Karfreitag stattfindende Osterfeuer und das im Sommer stattfindende Dorffest, welches aber ab 2006 Feuerwehrfest heißt. Beides wird von der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr organisiert. Die Kinder der Ortsteile Craula, Tüngeda und Reichenbach besuchen den Kindergarten "Zwergenland" in Reichenbach. Neben der Reichenbacher Kirche liegt das alte Schulgebäude, welches neu saniert wurde und deren Räume nun von einem Planungsbüro und einer Versicherung gemietet werden. Im Obergeschoss befindet sich ein Feierraum, der für Feierlichkeiten mietbar ist, aber auch für die Sprechstunden des Bürgermeisters genutzt wird.
Bekannte Personen: Fabian Kirschner (Parteilos), der zu Bundestagswahl 2005 als zweitjüngster Direktkandidat Deutschlands antrat.
Tüngeda
Ersterwähnung - bis 775/786 (Berviarium sancti Lulli - im Hersfelder Güterverzeichnis als Dungede). Der Ortsteil Tüngeda hat 561 (Stand: September 2005) Einwohner. Der Ort hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie das Tüngedaer Schloss, den einzigen Waidmühlenteich in Thüringen, sowie die Bockwindmühle Tüngeda. Die Tüngedaer Vereine sind sehr aktiv, so fand das 8. Landeskirmesburschentreffen Thüringen vom 29. Juli bis 31. Juli 2005 in Tüngeda statt.
Wolfsbehringen
Wolfsbehringen - Ersterwähnung am 1 .Juni 932 (Die Urkunden der Deutschen Könige und Kaiser. I.Band. Die Urkunde Konrad I., Heinrich I., Otto I., Hannover 1879-1888. Nachdruck München 1980.)
Persönlichkeiten
Werner Rockstuhl
Literatur
* Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer - Ein Handbuch, (Autor: Wolfgang Kahl, 4. Auflage 31.01.2005, ISBN 3-937135-61-8
* Chronik der Gemeinde Tüngeda von den Anfängen bis 1871, Band 1 und 2, (Autoren: Werner Rockstuhl und Harald Rockstuhl), 2005, ISBN 3-937135-73-1
* Chronik der Gemeinde Tüngeda 1871 - 1945, Band 3, (Autor Werner Rockstuhl), 1997, ISBN 3-929000-74-1
* Die Geschichte der Bockwindmühle Tüngeda 1840-2001 sowie der Windparks Wangenheim/ Hochheim und Wiegleben 1999 - 2001, (Autoren: Werner Rockstuhl und Harald Rockstuhl), 2000, ISBN 3-934748-16-3
* Die Geschichte der Nessetalbahn 1890 - 1995, Bahnlinie Bufleben -Großenbehringen 1890-1947, Bufleben - Friedrichswerth (mit Miltärbahnhof Kindel) 1954-1995, (Autor: Harald Rockstuhl), 2004, ISBN 3-937135-55-3
* Chronik der Gemeinde Behringen 1920-1945, Grossenbehringen, Oesterbehringen, Wolfsbehringen, Hütscheroda und Hesswinkel, (Autor: Günter Groth), Verlag Rockstuhl, 2006, ISBN 3-938997-08-7
Weblinks
• Gemeinde Behringen

