Mohammed Beheschti
thumbnail|250px|Seyyed_Mohammad_Hosseini_BeheshtiAyatollah Seyyed Mohammed Hosseini Beheschti (oder Beheshti) (; Politiker, Vorsitzender des iranischen Revolutionsrats und Oberster Richter des Iran.
Biographie
Beheshti studierte islamische Theologie an der Universität von Teheran und unter Allameh Tabatabaei in Qom. Von 1965 bis 1970 war er Leiter des Islamischen Zentrums an der Hamburger Außenalster und damit ein Vorgänger von Chatami.
Während des Exils von Chomeini in Frankreich, gehörte Beheshti zu den ersten Mitgliedern des Revolutionsrates, war Verbindungsmann zu den iranischen Revolutionären und wurde nach dem 12. Februar 1979 ins Justizministium berufen. Von Chomeini zum Obersten Richter befördert, gehörte er auch zu den Gründungsmitgliedern der Islamisch_Republikanischen_Partei und gleich zu dessen erstem Vorsitzenden.
Apologetik
Beheshti beschäftigte sich mit schiitischer Apologetik, Erlöserinterpretationen und der Frage des marja-e taqlid. Die elementaren Aufgaben der iranische Geistlichkeit beschrieb Beheshti 1979 so:
:"das beherrschende Element werden nicht die Mullahs, nicht die Geistlichen, sondern die geistigen Führer, die islamischen Ideologen sein."
Womit er zweifelsfrei recht hatte. Er plädierte für eine "reine" Umsetzung der Herrschaft der Rechtsgelehrten (velayat-e faqih) ohne Gewaltenteilung und demokratischer Ansätze. Damit galt er selbst unter den revolutionären Mullahs als Ultra-Hardliner.
Attentat
Er wurde bei einem Bombenanschlag auf die Zentrale der Islamisch_Republikanischen_Partei (IRP) in Teheran zusammen mit 85 anderen Parlamentariern getötet, wobei die Opferzahl nachträglich auf 72 reduziert wurde, um den Vergleich mit Hussein herzustellen. Der Anschlag wurde wahrscheinlich von den Volksmudschahedin ausgeführt.
Posthum
Neben zahlreichen Straßen tragen die frühere Nationaluniversität des Iran in Teheran sowie der internationale Flughafen Isfahan den Namen Shahid Beheshti (arab./pers. Shahid: ?Märtyrer?).
Literatur
*Hans Georg Ebert, Henner Fürtig, Hans-Georg Müller: Die Islamische Repubik Iran. Akademie-Verlag Berlin 1987.
• Nirumand]: Iran - hinter den Gittern verdorren die Blumen. Hamburg 1985. - ISBN 3-499-15735-7
|KURZBESCHREIBUNG=iranischer Politiker
|GEBURTSDATUM=28. Juni 1981
|STERBEORT=Teheran
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