Begleitautomatik
Eine Begleitautomatik ist häufig Bestandteil eines Keyboards zur Anreicherung der gespielten Musik mit Klängen, die der Einzelspieler nicht ansteuern kann (Schlagzeug, Bass, diverse Instrumente). Auch eine Bauform in einem räumlich getrennten Gehäuse ist üblich.Es gibt auch rein softwaremäßig realisierte Lösungen, deren Bedienergonomie aber selten für eine Live-Darbietung taugt.
Wenn Alleinunterhalter flexibel innerhalb des Liedes reagieren müssen (noch ein Refrain), sind sequenzerbasierte Techniken (oder gar bespielte Bänder/ CDs) nicht geeignet; ausschließlich Begleitautomaten erlauben die Änderung des Arrangements in Echtzeit.
Meist sind die Rhythmen vorgegeben und manchmal zu Gruppen oder Variationen zusammen gefasst. Fast obligatorisch sind Intros, Fill-ins und Überleitungen, die jeweils durch Fuß- oder Fingertaster abgerufen werden können.
Die Begleitinstrumente (siehe oben, aber auch komlexe Arrangements ganzer Orchester und Effektinstrumente sind möglich) werden von einer Akkorderkennung angesteuert. Diese kann die meist mit der linken Hand (es gibt auch "Ein-Finger"-Automatiken) beeinflusst werden. Unterschiedlich und vom Rhythmus oder "Style" abhängig ist, ob beispielsweise ein "reiner" Dur-Akkord mit großer oder kleiner Septime oder noch mehr Tönen angereichert wird. Typische Beispiele für solche erwünschten Anreicherungen sind Cha-Cha-Cha und bluesige Styles wie R&B.

