Befehlszeilenergänzung
Die Befehlszeilenergänzung, auch Tabcompletion genannt, erleichtert und beschleunigt den Umgang mit einem Kommandozeileninterpreter wie beispielsweise bash unter Unix/Linux oder Windows PowerShell unter Windows. Sie wird, je nach Einstellung, durch die Tabulator- oder Escapetaste ausgelöst. Auch Escape-Backslash ist verbreitet.Soll z. B. in das Verzeichnis /etc gewechselt werden, genügt es cd /e einzutippen und anschließend die Ergänzungs-Taste zu drücken ? der Rest des Namens wird automatisch ergänzt.
/# cd /e [Tabulator]
/# cd /etc
/etc#
Das funktioniert jedoch nur, wenn hier kein zweites Verzeichnis mit einem e am Anfang existiert.
Existieren im aktuellen Verzeichnis mehrere Unterverzeichnisse, die mit e beginnen, werden die verschiedenen passenden Verzeichnisse nacheinander angeboten, oder es wird (etwa durch einen Ton) ein weiteres Zeichen angefordert, je nach Kommandozeileninterpreter und seiner Konfiguration.
/# cd /s [Tabulator] Es ertönt ein Piep-Ton.
/# cd /sb [Tabulator]
/# cd /sbin
/sbin#
Der Windows Kommandozeileninterpreter cmd.exe beherrscht ebenfalls Tabcompletion. Dies muss jedoch in den Einstellungen, wie bei diversen Unix-Systemen auch, erst aktiviert werden (cmd.exe /F:ON).
Alternative Zusatzprogramme (z.B. 4DOS/4NT) als Kommandozeileninterpreter unterstützen die Befehlszeilenergänzung für Windows schon seit Jahren.
Neben der einfachen Befehlszeilenergänzung für Programme und Dateien bietet die unter GNU/Linux standardmäßig als Kommandozeileninterpreter eingesetzte bash optional die Möglichkeit der sogenannten Programmable Completion zur kontextabhängigen Ergänzung bis hin zu den möglichen Argumenten für das jeweilige Programm.
Siehe auch
Autovervollständigen
Weblinks
* http://www.caliban.org/bash/index.shtml#completion

