Beechcraft XA-38
Die Beechcraft XA-38 Grizzly war ein schwer bewaffneter amerikanischer Erdkampfbomber-Prototyp von 1944. Er war mit einer vorwärtsfeuernden 75-mm-Kanone ausgestattet.
Geschichte
Im Dezember 1942 schloss die USAAF mit der Beech Aircraft Corporation einen Vertrag über zwei Prototypen ab. Das Flugzeug sollte die Douglas_A-20_Havoc ersetzen und zusätzlich schwere Ziele wie Panzer und Bunker zerstören können. Dazu bekam das Flugzeug eine feste 75-mm-Kanone und zwei weitere vorwärtsfeuernde 12,7-mm-M2-MGs. Im Heck und unten im Rumpf waren zusätzlich ferngesteuerte Waffentürme mit einem 12,7-mm-Zwillings-MG eingebaut. Das Flugzeug hatte eine Besatzung von zwei Mann, den Piloten und den Beobachter/Bordschütze in der hinteren Kabine. Dieser benutzte Periskope, um die ferngesteuerten Waffen einzusetzen.
Der Erstflug des Prototyps erfolgte am 7. Mai 1944. Aber nach der Testserie war er noch nicht soweit, um an der Operation Downfall, der geplanten Besetzung Japans, teilzunehmen.
Das Flugzeug verwendete unglücklicherweise die gleichen Motoren wie die großen B-29_Superfortress-Bomber. Die Motoren waren daher praktisch nicht für andere Flugzeuge verfügbar. So wurde das Projekt abgebrochen, obwohl das Flugzeug hervorragende Eigenschaften besaß.
Das Flugzeug überzeugte in allen Aspekten und übertraf einige Erwartungen inklusive der Höchstgeschwindigkeit. Die Bewaffnung war effizient, aber noch nicht in dem Stadium um direkt im Kampf eingesetzt zu werden. Das Flugzeug hätte trotzdem in großen Stückzahlen geordert werden können, obwohl die Wright R-3350-Motoren für die B-29 Vorrang hatten.
Nach Abbruch des Projekts wurde der erste Prototyp verschrottet. Der zweite Prototyp war für das USAF-Museum vorgesehen, kam aber nie dort an, sein Schicksal ist unbekannt.
Technische Daten
Weblinks
• USAF-Museum: XA-38 Grizzly
• XA-38 Fotoseite

