Becherwerk
Ein Becherwerk ist eine Fördermaschine für das Aufwärts-Bewegen von Schüttgut in der Senkrechten.
An einem doppelten Kettenstrang, einer Gelenkkette oder auf einem Gurt sind V-förmige Behälter aus Stahl befestigt, die
*über Rutschen bzw. Schurren kontinuierlich mit Material beladen werden,
*dieses in den Trögen oder Bechern an den Ketten oder dem Gurt aufwärts fördern
*und es hinter der oberen Umkehrstation (Paternoster) auf eine Entlade-Rutsche abkippen.
Ein Becherwerk hat also eine obere Station (mit der Antriebs-Achse, Motor und Getriebe) und eine untere Umkehr-Station. Die stählernen "Aufzugsschächte" für die Aufwärts- und Abwärtsbewegungen zwischen den Umlenkstationen nennt man "Becherwerks-Schlote".
Becherwerke erfordern je nach Baubreite, Fassungsvermögen der Behälter und je nach Förderhöhe eine recht hohe Antriebsleistung. Aufgrund der Eigengewichte von Bechern und Ketten sind die Förderhöhen begrenzt. Kaum jemals wird über mehr als 120 Meter aufwärts gefördert. Diese Förderhöhen werden in Zementwerken erreicht, um die Kalkstein-Rohmehlmischung aus den Silos in die Wärmetechnik-Strecke nach oben auf den Vorwärmerturm zu fördern.
Hersteller solcher Becherwerke in Deutschland sind z.B. die Unternehmen RUD Ketten in Aalen (Schwäbische Alb), Aumund in Rheinberg, Emde Industrietechnik mit Standorten in Nassau an der Lahn und in Wurzen (Sachsen), Beumer in Beckum (Westfalen) und DHT in Ennigerloh (Westfalen).

