Odoardo Beccari
Odoardo Beccari (19. November 1843 in Florenz; ? 1920 in Florenz) war ein italienischer Reisender und Botaniker.
Beccari studierte in Pisa, Bologna und in den Kew-Gärten in London und ging 1865 auf Veranlassung des Weißen_Rajas von Sarawak, Sir James Brooke, mit Marchese Giacomo Doria nach Borneo und sammelte besonders im nordwestlichen Teil der Insel unter anderem über 20.000 Pflanzen und 35 Orang-Utanschädel. 1868 zurückgekehrt, veröffentlichte er seine Beobachtungen in einem eigenen Journal mit dem Titel Il nuovo giornale botanico italiano. Zwei Jahre später besuchte er mit Marchese Orazio Antinori und Arturo Issel die Barka- und Bogosländer, die Assabbai und den Dahlakarchipel in Abessinien.
1871 ging er mit dem Ornithologen Luigi Maria d'Albertis nach Neuguinea, von dort allein nach den Aru- und Kayinseln und 1873 nach Celebes. 1875 bereiste er zum zweiten Mal Neuguinea und erforschte besonders das Arfakgebirge. Nach einer dritten Expedition nach Neuguinea kehrte er 1876 nach Italien zurück.
Beccari entdeckte unter anderem die Titanenwurz (Amorphophallus titanum) mit einer der größten Blüten der Welt. Während einer Expedition im Atjer Mantior auf Sumatra beobachtete er am 6. August 1878 die Blätter sowie eine fruchtende Pflanze, am 5. September 1878 ein blühendes Exemplar dieser Art. Er schickte einige Knollen und Samen nach Florenz. Während die Knollen zugrunde gingen, keimten einige Samen aus. Von den Jungpflanzen gelangten einige an den Botanischen_Garten_Kew in London. Dort blühte 11 Jahre nach der Entdeckung 1889 erstmals ein Exemplar außerhalb Sumatras.
Beccari veröffentlichte seinen Fund im November Bereits im November 1878 im Gardeners Chronicle und benannte die Pflanze Conophallus titanum. Arcangeli gab der Art 1879 ihren derzeit gültigen wissenschaftlichen Namen Amorphophallus titanum (Becc.) Becc. ex Arcang.
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