ÖBB 258
Die Baureihe 258 der ÖBB (258.901?926) hatte ihren Ursprung in der Südbahn-Baureihe 580, die diese Type (1E h2) als Gebirgs-Schnellzuglokomotiven für die Brennerstrecke beschaffte und zwischen 1912 und 1917 in 27 Exemplaren in Dienst stellte. Vier weitere Lokomotiven wurden 1917 bestellt, aber erst 1920 ausgeliefert. 1922 beschaffte die BBÖ noch weitere 6 Lokomotiven, sodass insgesamt 37 Lokomotiven gebaut wurden, von denen aber in Folge der Aufteilung nach dem Ersten_Weltkrieg nur 27 Exemplare mit ihren alten Nummern in Österreich verblieben.
Die Lokomotiven wurden nun auch auf anderen Strecken eingesetzt (Semmeringbahn, Arlbergbahn). 1939 wurden alle 27 Lokomotiven in die DRB eingegliedert und erhielten die Bezeichnung 58 (901?927), 1953 wurden 23 Loks zur ÖBB-Baureihe 258 umgezeichnet, behielten jedoch die letzten drei Stellen der Nummer (901?907, 909?911, 913?918, 920?926). Sie waren bei den Heizhäusern Villach, Mürzzuschlag, Lienz und Bruck an der Mur eingesetzt. Zwischen 1956 und 1959 waren insgesamt 13 Lokomotiven an die Griechische Staatsbahn verliehen, die nach ihrer Rückkehr nicht mehr in Betrieb genommen wurden. Da die wichtigen Bergstrecken bereits elektrifiziert waren und sich Alterserscheinungen einstellten, wurden die Lokomotiven bereits ab 1953 ausgemustert, 1964 wurde die 258.902 (ehemals 580.03) als letzte ihrer Reihe ausgeschieden und für das Eisenbahnmuseum reserviert. Sie ist heute wieder mit ihrer Südbahn-Nummer 580.03 im Eisenbahnmuseum Strasshof ausgestellt.
Literatur
* Dieter Zoubek - Erhaltene Dampflokomotiven in und aus Österreich, Eigenverlag, 2004, ISBN 3-200-00174-7

