BBÖ 409
Die Dampflokomotivreihe BBÖ 409 war eine Schnellzug-Schlepptenderlokomotivreihe der BBÖ, die durch Rekonstruktion aus der ehemaligen kkStB-Reihe kkStB 9 entstanden ist.
Für Hügellandstrecken entwarf Karl Gölsdorf die Reihe 9 der kkStB, mit deren Leistungen man nicht zufrieden war.
Die BBÖ unterzog daher zwischen 1922 und 1928 19 Stück einem Umbau.
Die umgebauten Maschinen erhielten die Bezeichnung 409.
Der Rekonstruktion wurde von der Lokomotivfabrik der StEG durchgeführt.
Die Loks wurden in Heißdampfzwillingslokomotiven umgebaut, wobei die schwergängige Steuerung durch eine Lenz-Ventilsteuerung ersetzt wurde.
Ansonsten blieben die Maschinen äußerlich unverändert, auch der monströse Dampfsammelbehälter blieb erhalten.
Die Leistung der Maschinen betrug nun 1200 PS und sie konnten 305 t schwere Züge mit 50 km/h über 10? befördern.
Sie waren hauptsächlich auf der Gesäuse- und Ennstalstrecke eingesetzt.
Die Deutsche Reichsbahn übernahm noch elf Stück 1938 als 17.601?611 und musterte die letzte von ihnen 1945 aus.
Literatur
* Karl Gölsdorf: Lokomotivbau in Alt-Österreich 1837?1918, Verlag Slezak, 1978. ISBN 3-900134-40-5
* Griebl, Slezak, Sternhart: BBÖ Lokomotiv-Chronik 1923?1938, Verlag Slezak, 1985. ISBN 3-85416-026-7
* Heribert Schröpfer: Triebfahrzeuge österreichischer Eisenbahnen - Dampflokomotiven BBÖ und ÖBB, alba, Düsseldorf, 1989, ISBN 3-87094-110-3
* Johann Stockklausner: Dampfbetrieb in Alt-Österreich, Verlag Slezak, Wien, 1979, ISBN 3-900134-41-3

