Bayern
Der Freistaat Bayern liegt im Südosten Deutschlands und ist das flächengrößte deutsche Bundesland. Nach der Einwohnerzahl steht es hinter Nordrhein-Westfalen an zweiter Stelle. Benachbarte Länder sind Baden-Württemberg, Hessen und die Freistaaten Thüringen und Sachsen, im Süden grenzt Bayern an Österreich, im Bodensee an die Schweiz und im Osten an die Tschechische_Republik.
Der Freistaat besitzt mit den Saalforsten in Österreich Ländereien, die nicht zum deutschen Staatsgebiet gehören.
Traditionell gliedert sich Bayern in die drei Landesteile Franken, Schwaben und Altbayern (Ober- und Niederbayern sowie die Oberpfalz).
Geografie
Landschaften
Bayern liegt in Süddeutschland und umfasst:* die Bayerischen_Alpen im Süden
* das Alpenvorland bis zur Donau mit den drei großen Seen Oberbayerns
* das ostbayerische Mittelgebirge und
* die Stufenlandschaft der Schwäbischen und Fränkischen Alb.
Die niedrigste Stelle von Bayern befindet sich mit 107 m in Kahl am Main (Unterfranken), die höchste auf dem Gipfel der Zugspitze (2.962 m über NN), dem höchsten Berg Deutschlands im Wettersteingebirge (Landkreis Garmisch-Partenkirchen).
Siehe auch: Liste der Berge und Landschaften in Bayern
Gewässer
Hauptfluss ist die Donau, die bei Passau nach Österreich übertritt. Ihre größeren Nebenflüsse sind (von Westen):
Iller, Lech, Isar und Inn (fließen rechts zur Donau hin)
Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen (kommen ihr von links entgegen).
Die vier ersteren entspringen in den Alpen und sind wasserreicher. Der Inn führt (wegen des langen Oberlaufs) bei seiner Mündung in Passau meist etwas mehr Wasser als die Donau. Auch der Lech übertrifft zeitweise die Donau.
Der größte Teil Frankens wird durch den Main und seine Nebenflüsse (Regnitz und Tauber von links, die fränkische Saale von rechts) nach Westen entwässert.
Siehe auch: Liste der Flüsse und Seen in Bayern
Klima
Das Klima geht vom Nordwesten (relativ ausgeglichen) nach Osten ins Kontinentalklima über. An etwa 100 Tagen sind die Temperaturen unter Null, die Westwinde bringen durchschnittlich 70 cm Regen, im Nordstau der Alpen lokal bis 180 cm. Die mittlere Sonnenscheindauer beträgt etwa 1600 bis 1900 Stunden.
Grenzen
Bayern grenzt, im Westen beginnend, im Uhrzeigersinn an:Zur Hymne siehe: Amtlichen_Gemeindeschlüssel_(AGS) und mit den Abkürzungen des Bayerischen Staatsministeriums des Innern:{| class="prettytable"
|- align="center"
| bgcolor=#dddddd| Regierungsbezirk||bgcolor=#dddddd| Hauptstadt ||bgcolor=#dddddd| AGS || bgcolor=#dddddd| Abk. ||bgcolor=#dddddd| Fläche || bgcolor=#dddddd| Einwohner
(Sep 2005) ||bgcolor=#dddddd| E./km²
|- align="right"
| align="left" | Oberbayern /'>| Landshut /'>| 092 ||align="left" | NB || 10.329,91 km² || 1.197.631 ||116
|- align="right"
| align="left" | Oberfranken /'>| Ansbach /'>| 095 || align="left" |Mfr. || 7.244,85 km² || 1.708.841 ||236
|- align="right"
| align="left" | Schwaben || Augsburg /'>| 097 || align="left" |Schw. || 9.992,03 km² || 1.789.698 ||179
|- align="right"
| align="left" bgcolor=#dddddd| Bayern || bgcolor=#dddddd| Gebietskörperschaften des öffentlichen Rechts. Der Bezirk ist in Bayern die dritte kommunale Ebene über den Gemeinden (1. Ebene) und Landkreisen (2. Ebene). Sie sind Selbstverwaltungskörperschaften und haben daher demokratisch gewählte Verwaltungsorgane, den Bezirkstag, der alle 5 Jahre von den Wahlberechtigten des Bezirks direkt gewählt wird und einen Bezirkstagspräsidenten, der aus der Mitte des Bezirkstags gewählt wird. Sie können Wappen und Fahnen wie eine Gemeinde oder ein Landkreis haben, was ein staatlicher Regierungsbezirk nicht hat.
Landkreise und kreisfreie Städte
Die sieben Regierungsbezirke unterteilen sich in 71 Landkreise (Bezirke) und 25 kreisfreie_Städte (kreisunmittelbare Städte). Die Landkreise und die kreisfreien Städte sind kommunale Gebietskörperschaften mit Selbstverwaltungsrecht. Die Landkreise haben als Verwaltungsorgane den Kreistag und den Landrat. Die kreisfreie Stadt handelt durch den Stadtrat und den Oberbürgermeister. Sowohl der Landrat bzw. der Oberbürgermeister als auch der Kreistag bzw. der Stadtrat werden von den Wahlberechtigten auf die Dauer von 6 Jahren gewählt (süddeutsche Ratsverfassung).
Die Landkreise bilden gleichzeitig Sprengel, welche die örtliche Zuständigkeit der Unterbehörden der allgemeinen und inneren Verwaltung festlegen. Anders als auch der Ebene der Regierungsbezirke hat der Staat hier jedoch keine eigenen inneren Behörden errichtet, sondern bedient sich durch Organleihe des Landrates zur Erfüllung der Aufgaben der staatlichen Verwaltung; der Landrat ist insoweit Kreisverwaltungsbehörde. Bei den kreisfreien Städten ist im Gegensatz dazu eine Vollkommunalisierung gegeben, da ihnen die Aufgaben der unteren staatlichen Verwaltungsbehörde zur selbständigen Erledigung übertragen werden.
{|
| colspan="3" | Die 25 kreisfreien Städte in Bayern:
|----
| width="34%" valign="top" |
# Amberg (AM)
# Ansbach (AN)
# Aschaffenburg (AB)
# Augsburg (A)
# Bamberg (BA)
# Bayreuth (BT)
# Coburg (CO)
# Erlangen (ER)
# Fürth (FÜ)
/'> width="33%" valign="top" |
- Ingolstadt (IN)
- Kaufbeuren (KF)
- Kempten (Allgäu) (KE)
- Landshut (LA)
- Memmingen (MM)
- München (M)
- Nürnberg (N)
/'> width="33%" valign="top" |
- gemeindefreien_Gebieten (ausmärkischen Gebieten).
Die Gemeinden verteilen sich wie folgt (Stand 1. Oktober 2004):
* 25 kreisfreie_Städte
* 28 Große_Kreisstädte
* 262 sonstige Städte
* 383 Märkte
* 1.358 sonstige Gemeinden
Von den 2.031 kreisangehörigen Gemeinden sind 991 Mitgliedsgemeinden in 314 Verwaltungsgemeinschaften, 1.040 sind Einheitsgemeinden (Stand 1. Januar 2005).
Änderungen seit dem 1. Januar 2005:
* Erhebung der Gemeinde Postbauer-Heng zum Markt am 17. September 2005
* Erhebung der Stadt Fürstenfeldbruck zur Großen_Kreisstadt am 1. Januar 2006
Siehe auch: Liste der Städte und Gemeinden in Bayern, Liste der gemeindefreien Gebiete in Bayern.
Größte Städte
Anmerkung: Außer Neu-Ulm sind alle aufgeführten Städte kreisfrei.
Regionen
Bedeutende historisch gewachsene Regionen in Bayern sind
{| width="100%"
|- valign="top"
| width="20%" |
• Altmühltal
*Alpenvorland/'>Alpenvorland]
•_Alpen]
•_Wald]
•_]
• Alpen]
• Wald]
• Alpen]
•_Chiemgauer' target='blank'>Alpen]
• ' target='blank'>width="20%" |
*]
•_Franken' target='blank'>(Land)|Franken ]
• Frankenwald
*Alb]
•_Schweiz]
/'>_width="20%"_|
•_
*Haßberge
*Holledau
*Inn-Salzach
*Lechfeld
*Oberbayern
*(Bayern)/'>Oberland]
•_Wald]
|_width="20%"_|
•_]
• Wald]
/'> width="20%" |
• ]
•_Nördlinger' target='blank'>Ries ]
• Kalkalpen]
• (Mittelgebirge)/'>Spessart]
• align="right" |
mit Planungsregionen in Bayern.
Wirtschaft
Bayern gilt als sehr wirtschaftsstarker und reicher Staat, es hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Agrar- zum Technologieland entwickelt. Die wirtschaftlich stärkste Region ist der Großraum München mit Automobilindustrie (BMW, MAN, Knorr-Bremse), IT-Sektor (Siemens, Infineon, Microsoft), Medien und Verlage (Premiere, Kabel Deutschland, Burda Verlag), Rüstungsindustrie (EADS, Krauss-Maffei), Touristik (historische Sehenswürdigkeiten, Museen, Biergärten, Oktoberfest, Kongresse und Messen). Weitere bedeutende Wirtschaftsstandorte in Südbayern sind Augsburg, Ingolstadt und das Bayerische_Chemiedreieck zwischen Chiemsee, Inn und Salzach.
In Nordbayern ist die Metropolregion Nürnberg?Fürth?Erlangen der wichtigste Standort. Daneben kann der Raum zwischen Aschaffenburg und Würzburg/Schweinfurt sehr gute Wirtschaftsdaten aufweisen, etwa eine Arbeitslosigkeit von durchschnittlich unter 6? % und eine florierende Wirtschaft.
Manche Grenzregionen sind durch Wettbewerbsvorteile in den Nachbarstaaten einesteils und mangelnde Infrastruktur andernteils von Subventionen abhängig. Speziell der Bayerische_Wald hatte zu Zeiten des Kalten_Krieges durch seine abseitige Lage im Zonenrandgebiet wenig Standortattraktivität besessen. Zwar fiel nach 1990 dort der Eiserne_Vorhang zur CSFR, gleichzeitig wurde aber im wiedervereinigten Deutschland die Zonenrandförderung aufgehoben, und zugleich bot das angrenzende Tschechien ? ab 2004 auch EU-Mitglied ? oft bessere Investitionsanreize.
Touristisch sind neben München besonders die Regionen um die bayerischen Seen und in den Alpen stark. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 2006 6,1 %. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Bayern einen Index von 128.2 (EU-25:100) (2003).Eurostat News Release 63/2006: Regional GDP per inhabitant in the EU 25[http://epp.eurostat.cec.eu.int/pls/portal/docs/PAGE/PGP_PRD_CAT_PREREL/PGE_CAT_PREREL_YEAR_2006/PGE_CAT_PREREL_YEAR_2006_MONTH_05/1-18052006-EN-AP.PDF]
An drei Standorten in Bayern befinden sich Kernkraftwerke, außerdem wird in Garching bei München ein Forschungsreaktor betrieben.
Verkehr
Bayern ist verkehrsmäßig gut erschlossen. Durch Bayern führen unter anderem die Autobahnen A_3, 6, 7, 8, 9 und 70 sowie die seit dem Herbst 2005 fertig gestellte A_71 und die teilweise noch im Bau befindliche A_73, die beide Bayern mit Thüringen verbinden. Sternförmig von München aus führen die A 95 nach Garmisch-Partenkirchen, die A 96 über Memmingen nach Lindau, die A 93 über Regensburg nach Hof und die A 92 über Landshut nach Deggendorf. Südlich verbindet ein Stück der A 93 die A 8 mit der Brenner Autobahn. Seit den 1970ern geplant, bisher aber wegen Streitigkeiten um die Trassenführung nur in Abschnitten fertig gestellt ist die A 94 von München über Altötting nach Passau.
Im Süden wird Bayern überdies gerne als Abkürzung im innerösterreichischen Verkehr benutzt, da aufgrund der geographischen Gegebenheiten der Weg durch die Alpen bei weitem länger ist als von Innsbruck über die A 8 oder von Lofer über die B 305 nach Salzburg (?Großes? bzw. ?Kleines Deutsches Eck?)
Bayern verfügt ebenfalls über ein dichtes Streckennetz im Eisenbahnverkehr mit zahlreichen_Bahnhöfen. Der Münchener_Hauptbahnhof ? einer der größten in Deutschland ? stellt dabei einen wichtigen Knotenpunkt im transeuropäischen_Verkehr dar. Die Städte München und Nürnberg verfügen über U-Bahnen sowie S-Bahnen mit einem weiten Einzugsgebiet.
Eines der größten europäischen Drehkreuze für den Flugverkehr ist der Flughafen München Franz Josef Strauß. Ein weiterer internationaler Verkehrsflughafen befindet sich in Nürnberg, überdies gibt es zahlreiche Verkehrslandeplätze. Die meisten Binnenschifffahrten finden auf der Donau, dem Main sowie auf dem Main-Donau-Kanal statt. Hierfür gibt es zahlreiche Güterhäfen.
Sehenswürdigkeiten
Bayern kann auf eine über 1000 Jahre alte Kultur- und Geistesgeschichte zurückblicken.
Laut Art. 3 der Verfassung des Freistaates Bayern ist Bayern ein Kulturstaat. Der Freistaat fördert in seinem Haushalt 2003 Kunst und Kultur mit jährlich über 500 Mio. ?, zusätzlich kommen erhebliche Leistungen der bayerischen Kommunen und privater Träger hinzu.
Bild:Wuerzburger_Residenz_vom_Hofgarten.jpg|Würzburger Residenz
Bild:BambergDom.jpg/'>Dom in Regensburg
Bild:Walhalla_aussen.jpg|Walhalla, Donaustauf bei Regensburg
Bild:A_rathausplatz.jpg|Augsburger Rathaus und Perlachturm
Bild:wieskirche_boenisch_okt_2003.jpg/'>Die Hintersee
Bild:Suro mh.jpg/'>Hochofen 3 der München
Neue Pinakothek, München
Pinakothek der Moderne, München
Deutsches Museum, München
Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
Fränkisches_Freilandmuseum, Bad Windsheim
Maximilianmuseum, Augsburg
/'> width="40%" |
Nürnberg
Museum der Phantasie, Bernried
Museum Georg Schäfer, Schweinfurt
Künstlerhaus Marktoberdorf, Marktoberdorf
/'>}
siehe auch: Niederbayrischer Vogelpark Abensberg
Zoo Augsburg
Tierpark Röhrensee, Bayreuth
* Zoologischer Garten Hof
Tiergehege am Baggersee, Ingolstadt
Kleinzoo Wasserstern, Ingolstadt
Tierpark_Hellabrunn,_München
Tiergarten Nürnberg
Wildpark Poing
Reptilienzoo Regensburg
Wildpark an den Eichen, Schweinfurt
Tiergarten Straubing
Kultur
Theater, Schauspiel und Oper
Bayern verfügt über vier staatliche und 18 kommunale Theater mit eigenen Ensembles sowie eine Vielzahl privater Bühnen und freier Gruppen. Als letzte große Neugründung ging 2004 aus den Städtischen Bühnen Nürnberg das Staatstheater Nürnberg hervor. Insgesamt gibt es 35 feste Schauspiel-, Opern- und Operettenbühnen, 41 Freilicht- und Festspielunternehmen und 17 Puppentheater mit mehr als 14.000 Vorstellungen und über 4,8 Millionen Zuschauern jährlich. Unter diesen Bühnen befinden sich so renommierte Häuser wie:Musik
Bayern ist nicht nur das Land der traditionellen Krautkrapfen
Leberspätzle(suppe), Speckknödel(suppe), Pfannkuchensuppe(Flädlesuppe)
Weißwurst, Wollwurst, Stockwurst, Regensburger, Nürnberger_Rostbratwurst, Blaue Zipfel
Apfelstrudel, Topfenstrudel, Kaiserschmarrn, Dampfnudeln, Rohrnudeln, Schmalznudeln, Bayerisch Creme
Bayrischer_Kartoffelsalat, Bayrischer_Wurstsalat
Obazda oder fränkisch: Grupfter
Leberkäse
Schwaben und Allgäu: Kässpatzen
Kartenspieltradition
Siehe: Schafkopf
Industriekultur
Mit der Maxhütte (Sulzbach-Rosenberg) verfügt Bayern zur Zeit noch über eines der bedeutendsten Industriedenkmale Europas. Die technik- und architekturhistorisch einmalige Anlage wird derzeit trotz bestehenden Denkmalschutzes abgerissen.
Sport
Fußball
Überregionale bis internationale Bekanntheit erreichen die Teams der 1._Bundesliga, der FC Bayern München und der 1. FC Nürnberg. Der TSV 1860 München und die SpVgg Unterhaching spielen als ehemalige Erstligisten momentan ebenso in der 2._Bundesliga wie die SpVgg Greuther Fürth, Wacker Burghausen und der FC Augsburg.
Handball
Der TV Großwallstadt spielt in der 1. Handball-Bundesliga. Heimat des TV Großwallstadt ist der Landkreis Miltenberg. Bekannt, wenn auch nicht mehr erstklassig, sind die Münchener Vereine TSV Milbertshofen und MTSV Schwabing. In dieser Disziplin findet jährlich in der Münchener Olympiahalle der DHB-Supercup statt.
Basketball
Im Damen-Basketball konnte die in der 1. Bundesliga spielende Mannschaft des TSV Wasserburg in den Jahren 2004 bis 2007 den Deutschen Meistertitel erringen und wurde zudem 2005-2007 Deutscher Pokalsieger.
Volleyball
Teams des SV Lohhof und des TSV Unterhaching sind erstklassig
Bergsteiger
Nicht zuletzt durch den Dokumentarfilm Am Limit wurden die Sportkletterer Thomas und Alexander Huber einem größeren Publikum ein Begriff. Auch früher waren Bayern unter den weltbesten Gipfelstürmern, unter anderen Johann Grill, Josef Enzensperger, Otto Herzog oder Toni Schmid.
Wintersport
Speziell im alpinen Raum hat der Wintersport eine traditionell große Bedeutung:
= Alpiner Skisport
=
Günstige Bedingungen für Ski-Rennlauf finden sich in den Bayerischen Alpen. Die herausragenden Vertreter dieser Sportart sind Mirl Buchner, Heidi Biebl, Rosi Mittermaier, Marina Kiehl, Christa Kinshofer, Martina Ertl, Hilde Gerg, Franz Pfnür und Markus Wasmeier.
= Nordischer Skisport
=
Aus dem Biathlon-Bundesleistungszentrum in Ruhpolding gingen zahlreiche Gewinner internationaler Wettbewerbe hervor, die bekanntesten unter ihnen sind Fritz_Fischer, Michael Greis, Uschi Disl und Martina Glagow. Im Langlauf erreichten Tobias Angerer und Evi Sachenbacher-Stehle bedeutende Resultate.
= Eishockey
=
Bekannte Vereine sind bzw. waren die Augsburger Panther, München Barons, EC Hedos München, SB Rosenheim, EV Füssen, SC Riessersee, EC_Bad_Tölz, EV_Landshut und die Straubing Tigers.
Weitere bekannte Wintersportler aus Bayern sind Georg Hackl (Rodeln), Anni Friesinger (Eisschnelllauf) und Rudi Lochner (Bob).
Brauchtumssportarten
Im sehr traditionsbewussten Bayern haben sich auch einige bisweilen kurios anmutende Sportarten erhalten, die nichtsdestotrotz in organisierten Ligen betrieben werden. Dazu zählen etwa Fingerhakeln und Eisstockschießen.
Religion
in Südbayern]]
Bayern gilt allgemein als katholisches Land. In Teilen Frankens sind die Protestanten jedoch in der Mehrheit, was auf die frühere Herrschaft der protestantischen Hohenzollern (Markgrafschaften Ansbach und Bayreuth) zurückzuführen ist.
Der Anteil der Katholiken und Protestanten hat sich in den letzten Jahren verringert. Dieser Trend ist auch in anderen Bundesländern zu beobachten.
Jüdische Gemeinden gab es bis zum 19. Jahrhundert vor allem in ländlichen Gebieten Frankens und Schwabens sowie den freien Reichsstädten wie z. B. in Nürnberg und Regensburg. Im wittelsbachischen Altbayern gab es so gut wie keine Juden, seit der Judenemanzipation aber zunehmend in bayerischen Städten. Von fast 200 jüdischen Gemeinden vor dem Holocaust existieren heute in Bayern noch bzw. wieder 12 Gemeinden.
Verteilung der Religionszugehörigkeit: Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid)[http://fowid.de/nc/datenarchiv/uebersicht/themenfeld/religionszugehorigkeiten/?tx_damdownloads_pi1%5Bpointer%5D=1]Siehe auch: Liste bayerischer Klöster
Stämme
Das bayerische Volk setzt sich aus vier staatlich anerkannten Stämmen zusammen: Zu den drei alten Stämmen, den Altbayern (Baiern), Franken und Schwaben, kamen nach 1945 über zwei Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene, vor allem Sudetendeutsche.
Auch Sinti und Jenische haben eine, staatlich bisher nicht anerkannte, sehr lange Tradition in Bayern.
Bekannt ist vor allem der lange Streit zwischen den Franken und den Altbayern um die angebliche Ungleichbehandlung der Franken durch die Bayern. So liegen viele, aber nicht nur fränkische, Kulturgüter in München und nicht in ihren Ursprungsorten. Eine Rückführung ist teilweise aus Gründen des Erhalts der Kulturgüter nicht mehr möglich. Der Streit gipfelt regelmäßig in der Forderung, dass Franken ein eigenes Bundesland werden solle. Bei der letzten Landtagswahl gab es auch den ersten Versuch einer fränkischen Partei. Dies scheiterte jedoch auf Grund von rechtlichen Schwierigkeiten.
Sprache
Amts- und Verkehrssprache ist Deutsch. Zahlreiche weitere Sprachen werden von jenen gesprochen, die aus anderen Sprachregionen kommen bzw. den entsprechenden Migrationshintergrund haben.
Dialekt
Die angestammten Dialekte lassen sich drei großen Dialektfamilien zuordnen:
Bairisch: in der Südosthälfte des Landes (Nord- und Mittelbairisch, am Rand zu Tirol auch Südbairisch).
Fränkisch: von etwa 3 Millionen im Norden und Nordwesten (Ostfränkisch und Rheinfränkisch).
Alemannisch: von 2 Millionen im Westen und Südwesten (Schwäbisch und Niederalemannisch).
Zwischen diesen drei Mundarträumen bestehen nicht zu unterschätzende Übergangsgebiete, die sich nicht widerspruchslos einem dieser Gebiete zuordnen lassen. Es existieren bairisch-fränkische (u. a. Nürnberg und Umgebung), bairisch-schwäbische (u. a. Lechrain) und schwäbisch-fränkische (Gebiet um Dinkelsbühl und Hesselberggebiet) Übergangsgebiete, in manchen Orten sogar bairisch-schwäbisch-fränkische Mischdialekte (z. B. Treuchtlingen).
Die Dialekte sind bei den Einheimischen, besonders außerhalb der großen Städte, sehr verbreitet. Eine Verschriftlichung der Mundart wie in der Schweiz oder in Luxemburg steht aber nicht zur Debatte.
Zahlreiche weitere deutsche und nichtdeutsche Dialekte werden von jenen gesprochen, die aus anderen Dialekt- oder Sprachregionen kommen.
Siehe auch: Dialekte in Bayern, Grenzorte des alemannischen Dialektraums.
Sonstiges
Als weibliche Symbolgestalt Bayerns gilt die Bavaria.
Die Bayerische Polizei ist der größte Polizeiverband Deutschlands. Sie unterhält mit der Polizeihubschrauberstaffel Bayern auch die größte Polizeihubschrauberstaffel einer Landespolizei.
Viele bairische_Vornamen haben sich bis heute erhalten.
Literatur
* Max Spindler (Hrsg.), Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas, München, 1969
* Max Spindler (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, München, 1971-1975 (4 Bände)
* Wilhelm Volkert, Richard Bauer: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte: 1799-1980, München, 1983 ISBN 3-406-09669-7
* Peter Claus Hartmann: Bayerns Weg in die Gegenwart. Vom Stammesherzogtum zum Freistaat heute, 2. Auflage Regensburg 2004, ISBN 3-7917-1875-4
* Fritz Koller, Hermann Rumschöttel: Bayern und Salzburg im 19. und 20. Jahrhundert, vom Salzachkreis zur EUregio, Samson 2006, ISBN 3-921635-98-5
* Bayerisches Jahrbuch, 86. Jahrgang, K. G. Saur Verlag, München 2007, XIII, 611 S., ISBN-13: 978-3-598-23666-2; ISBN-10: 3-598-23666-2; auch CD-ROM Ausgabe: ISBN-13: 978-598-23667-9; ISBN-10: 3-598-23667-0 (wichtiges Nachschlagewerk mit Informationen zu mehr als 7.000 Institutionen und ca. 12.500 Personen)
Siehe auch
Weblinks
• Bayerische Staatsregierung
• Bayerische Landesbibliothek Online
• Haus der Bayerischen Geschichte
• Detaillierte Karten flächendeckend
• Zehn-Jahres-Bericht bayerischer Bürgerbegehren und Bürgerentscheide (deutsche und englische Version verfügbar)
*
Quellenangaben
bar:Baian
hsb:Bayerska
hy:???????
pdc:Bavaari
pms:Bavierata:???????
vo:Bayän

