Barbara Albert
Barbara Albert (22. September 1970 in Wien) ist eine österreichische Filmregisseurin, Autorin und Produzentin.1991 begann sie ihr Studium der Filmregie an der Wiener Filmakademie unter Lukas Stepanik. Filme, von denen sie sich zu dieser Zeit beeinflusst fühlte, waren unter anderen Aki Kaurismäkis Das Mädchen aus der Streichholzfabrik und Jane Campions Sweetie und An angel at my table. Die Geschichten der Regisseurin und Drehbuchautorin ?sind immer eine Mischung aus Erfahrenem, Erzähltem und Erfundenem?.[http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/frauenkunst2003c.pdf ?Die Zukunft des österreichischen Films ist weiblich...?] ? Eine Präsentation von 10 Kino-Filmregisseurinnen und Drehbuchautorinnen
Ihr Langspielfilmregiedebüt lieferte sie 1999 mit Nordrand, wo sie die Befindlichkeiten zwei junger Frauen und südosteuropäischer Immigranten in Wien schildert. Dieser Film wurde international vielfach ausgezeichnet, unter anderem an der Biennale_in_Venedig, was nicht nur sie und ihren Film, sondern auch das junge österreichische Filmschaffen generell ins nationale wie internationale Rampenlicht stellte. Da internationale Auszeichnungen für österreichische Filme damals noch eine Außergewöhnlichkeit waren, und in Venedig seit Jahrzehnten keine österreichische Produktion mehr ausgezeichnet wurde, kommt dem Film auch eine gewisse Vorreiter-Funktion zu. Der Film steht beispielhaft für eine Trendwende des österreichischen Filmschaffens, das in den folgenden Jahren immer mehr an internationalen Filmfestivals ausgezeichnet wurde.
1999 war auch das Gründungsjahr der coop99, die sie gemeinsam mit Jessica Hausner, Antonin Svoboda und Martin Gschlacht gegründet hat und leitet. Dadurch erlangten die vier Filmschaffenden Unabhängigkeit von der Meinung von Produzenten, jedoch nicht von staatlichen Fördergeldern. Barbara Albert tritt stark für die Unterstützung durch den Staat ein, da ?dies die einzige Möglichkeit für das Überleben des europäischen Films neben dem amerikanischen Mainstream darstellt. Akzeptanz und kommerzieller Erfolg des europäischen Kinos können nur durch eine Bewusstseinsveränderung des Publikums erfolgen, und die stellt sich nur dann ein, wenn eine breit gestreute Vielfalt von europäischen Filmen im Kino und Fernsehen zu sehen ist! Die Basis dafür muss von staatlicher Seite geschaffen werden.?
Filmografie
* 1993: Nachtschwalben (Regie)
* 1993: Die Frucht deines Leibes (Regie)
* 1998: Sonnenflecken (Regie und Drehbuch)
* 1998: Slidin? ? alles bunt und wunderbar (Co-Regie)
* 1998: Somewhere else (Regie)
* 1999: Nordrand (Regie und Drehbuch)
* 2001: Zur Lage (Regie und Drehbuch)
* 2003: Böse Zellen (Regie und Drehbuch)
* 2006: Slumming (Drehbuch)
* 2006: Fallen (Regie und Drehbuch)
Auszeichnungen
• Filmpreis] 1999: Bester Film für Nordrand
• 1999: Preis der International_Film_Festival]_1999:_Best_Feature_Film_für_Nordrand
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_Einzelnachweise_
_Weblinks_
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