Bar-le-Duc
Bar-le-Duc ist eine Stadt und Verwaltungssitz im Nordosten Frankreichs im Département_Meuse in der Region Lothringen. Die Stadt hat etwa 17.000 Einwohner und erstreckt sich auf einer Fläche von 23,62 Quadratkilometer.
Geografie
Die Stadt liegt innerhalb eines schmalen Tales und wird umschlossen von Wäldern und Weinhügeln. Die Stadt liegt am Ornain, über den zahlreiche Brücken führen. Sie liegt an der Eisenbahnstrecke nach Paris und wird auch vom Canal de la Marne au Rhin (deutsch: Rhein-Marne-Kanal) erschlossen, der unter Ausnutzung weiterer Kanäle eine schiffbare Verbindung aus dem Raum Paris bis an den Rhein ermöglicht.
Geschichte
Bar-le-Duc war zunächst Sitz einer Grafschaft innerhalb Lothringens. 1301 spaltete es sich ab und wurde französisches Lehen (Barrois mouvant). Ab 1354 war Bar-le-Duc Hauptort des neuen Herzogtums_von_Bar. Obwohl die Stadt bereits antike Siedlungsreste aufweist, wird sie urkundlich erst als Grafensitz im 10. Jahrhundert erwähnt.
Eine historische Ansicht der Stadt Bar-le-Duc stammt von Matthäus Merian, dem Älteren.
Nach der Französischen Revolution hieß die Stadt von 1792 bis 1815 Bar-sur-Ornain.
Während des Ersten_Weltkrieges führte von Bar-le-Duc nach Verdun eine wichtige Versorgungsroute. Sie war auf französischer Seite die einzig verbliebene Verbindungsstraße nach Verdun. Die gesamte französische Versorgung der Schlacht von Verdun erfolgte über diese Straße, die man seitdem als Voie Sacrée bezeichnet.
Städtepartnerschaften
Die Stadt Bar-le-Duc ist befreundet mit den deutschen Städten
• südlich vom sächsischen Zwickau] und mit
• in der Nähe von Darmstadt.
und mit der ungarischen Stadt
*Gyönk Ungarn]
Sehenswürdigkeiten
Die Stadt ist ein Zeugnis der Renaissancearchitektur. Sie enthält zwei historisch interessante Teile: die Unterstadt am Fluss [[Ornain und die Oberstadt auf dem Berghang. In der Unterstadt sind sehenswert unter anderem die Kirche Notre-Dame aus dem 12. Jahrhundert, die Brücke Notre-Dame und das Gebäude des Collège Gille de Trêves (1571).
In der Oberstadt sind viele Steinhäuser aus dem 15., 16. und 17. Jahrhundert erhalten. Das Schloss der Herzöge von Bar wurde 1670 weitgehend geschleift. Das Gelände ist heute ein großer Platz, geschmückt mit Blumenrabatten, Bäumen und Bänken. Direkt daneben befindet sich das Museum (Musée Barrois) in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. Die Kirche Saint-Etienne (15. Jh.) enthält die berühmte Statue des Bildhauers Ligier Richier (ca. 1500-1567) Le Transi oder auch Das Skelett genannt.
Weitere Sehenswürdigkeiten:
*Pfarrkirche Saint Antoine, errichtet als Klosterkirche, 14. Jh.
*Rathaus, errichtet als repräsentatives Wohngebäude, klassizistisch, 1803/1813
*Schloss Marbeaumont, errichtet als repräsentatives Wohngebäude eines Bankiers, eklektizistisch, 1903-1904
*Uhrturm, einziger Rest der Burgbefestigung
*Rue des Ducs, La Place Saint-Pierre
Kulinarische Spezialitäten
*La Duchesse, Johannisbeerkonfitüre, deren Beeren mit der Gänsefeder entkernt werden, auch als Kaviar von Bar bezeichnet
*Le Ducale und Le Renaissance'', Schokoladenspezialitäten
*Johannisbeer- und Rhabarberweine
*Biere aus Kleinbrauereien
Söhne und Töchter der Stadt
Bar-le-Duc war Geburtsort von:
• II. (Lothringen)|Anton der Gute], Herzog von Lothringen
• d'Anglebert], französischer Komponist, Cembalist und Organist
• Errard de Bar-le-Duc], Vater der französischen Festungsbaukunst
• Exelmans], französischer Marschall von Frankreich
• de Lorraine, duc de Guise], französischer Feldherr und Staatsmann
• de Guise], als zweite Ehefrau des verwitweten Jakob V. Königin von Schottland und Mutter von Maria Stuart
• Oudinot], Marschall von Frankreich
• Poincaré], französischer Staatsmann und Politiker
Weblinks
• Webpräsenz der Stadt Bar-le-Duc
• Schlacht von Bar-le-Duc (15. November 1037)

