Bant
Bant war eine Insel in der Emsmündung nordwestlich von Marienhafe. Die erste Erwähnung stammt etwa aus dem Jahr 800. Durch Torfabbau und Salzgewinnung kam es zu einer Erosion der Küstenlinie. Die Insel ging um 1170 in einer Sturmflut unter bzw. brach auseinander. Das neben den Inseln Borkyn, Just, Ruise (Buise) und Norderoog (dem späteren Norderney) übriggebliebene kleine Eiland Bant verschwand um 1750. Brauchbares Kartenmaterial aus der Zeit vor dem 16. Januar 1362 ("erste grote Mandränke", verheerendste bekannte Nordsee-Sturmflut des Mittelalters) ist nicht vorhanden.
Häufig vermutet wird ein Zusammenhang mit der Insel Burchana, von der Plinius der Ältere um 50 n. Chr. berichtet. Die Vorstellung, dass die Inseln Juist, Norderney bzw. Buise, Borkum und Bant um die Zeitenwende eine einheitliche Inselfläche bildeten, ist aber aus geologischen Gründen in mehrfacher Hinsicht nicht haltbar. So war Bant ehemaliges Festland, während die übrigen Ostfriesischen_Inseln aus Sanddünen entstanden.

