Bang, Bang, Du bist tot
Bang, Bang, Du bist tot (Bang, Bang, You're Dead) ist der Titel eines Spielfilms aus dem Jahr 2002, dessen Handlung grob an das Schulmassaker von Littleton drei Jahre zuvor angelehnt ist. Der Film nimmt jedoch ein anderes Ende.
Handlung
Der 16jährige Trevor Adams besucht eine kalifornische High School, in der er zu den Außenseitern zählt, die von den Sportlern der Schule drangsaliert und gedemütigt werden. Wohl auch, um auf sich aufmerksam zu machen, richtete er ein Jahr zuvor eine Bombendrohung gegen die Schule, und entging nur knapp dem Rauswurf. Seit diesem Augenblick nahmen die Hänseleien an der Schule zu, die Trevor nun mit seiner Videokamera festhält. Es entsteht so ein ?Tagebuch der Gewalt?. Gleichzeitig ist er Mitglied in einer Theatergruppe, die eine Aufführung probt ? der Titel: Bang, Bang, Du bist tot!
Doch allein das genügt nicht, um seiner Wut freien Lauf zu lassen. Mit seinen Freunden Sean, Mark und Kurt plant er mit Waffen die Schule zu stürmen, und so viele verhasste Sportler wie möglich umzubringen. Trevor lernt die gleichaltrige Jenny kennen, die zu ihm hält und sich für ihn einsetzt, so dass Trevor Zweifel plagen, ob seine geplante Tat richtig sei.
Am Ende sieht er als einziger ein, dass durch ein Blutvergießen nur mehr Gewalt und Hass geschürt wird, und evakuiert mit seinem Kunstlehrer, Mr. Duncan, die Schule, bevor das geplante Attentat durchgeführt werden kann. Kurt, Sean und Mark werden von Trevor in letzter Minute überwältigt.
Mit Erfolg kann er am selben Tag sein Theaterstück uraufführen.
Hintergrundinformationen
Die Handlung des Films basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück Bang, Bang, Du bist tot! von William Matrosimone, das am 9. April 1999, nur elf Tage vor dem Amoklauf an der Columbine High School nahe Littleton (Colorado), uraufgeführt wurde.
Mit einfachen Bildern und ohne es zu beschönigen, vermittelt Regisseur Ferland dabei den Alltag an Schulen. Dabei vermeidet er es gekonnt, die Situation zu US-amerikanisch wirken zu lassen, denn Gewalt und Intoleranz gibt es nicht nur in den USA.
Das Ende des Films, als der Glaube an das Gute im Menschen triumphiert, ist eine Nachricht an Jugendliche (?Täter? und ?Opfer?) gleichermaßen.
Der Film, der im kanadischen Vancouver gedreht wurde, lief nur kurz in den US-Kinos, und wurde am 7. Juni 2002 beim Internationalen Filmfestival von Seattle uraufgeführt.
Aktueller Bezug
Ähnlich wie Trevor Adams im Film seine oft negativen Gefühle in Form eines Theaterstücks zu Papier bringt, hatte auch Cho Seung-Hui, der Schütze des Amoklaufs_an_der_Virginia_Tech vom 16. April 2007, seinen Hass auf die Welt verarbeitet. Man kann sich nur schwer dem Eindruck entziehen, dass Cho sich Teile der Filmhandlung zu eigen gemacht hat, wenn er auch nicht das positive Ende des Films im realen Leben umgesetzt hatte.
Weblinks
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• Text des Theaterstücks (Englisch; PDF-Datei)

