Bandschlinge
"]]Die Bandschlinge ist ein Hilfsmittel für die Absturzsicherung und Höhenrettung sowie eine Zusatzgerätschaft bei der Persönlichen_Schutzausrüstung_der_Feuerwehr. Es handelt sich dabei um eine einfache Schlinge aus besonders belastungsfähigen Kunstfasern, die eine Tragkraft von mehreren Tonnen haben kann.
Die Bandschlinge beim Klettern
Die Bandschlinge wird in der Regel als Anschlagmittel für Fixpunkte, Zwischensicherung oder auch für die Arbeitssicherung verwendet. Wenn sie als Zwischensicherung beim Klettern verwendet wird, wird sie meist als Köpfel- oder Zackenschlinge über hervorstehende Felsköpfe oder -platten gelegt oder durch Sanduhren geführt. Bandschlingen, wie auch andere textile Arbeitssicherheitsmittel müssen, sofern sie professionell verwendet werden, einmal jährlich revidiert werden und nach maximal 8 Jahren ausgesondert werden (Ablegereife). Im privaten Einsatzbereich beim Klettern ist dies nicht vorgeschrieben, eine regelmäßige Überprüfung der Schlingen wird trotzdem empfohlen.
Die Bandschlinge bei der Feuerwehr
Bei der Feuerwehr wird die Bandschlinge auch als Rettungsschlinge bezeichnet und kann für eine Vielzahl von Aufgaben eingesetzt werden. Das Mitführen einer Rettungsschlinge beim Brandeinsatz im Innenangriff ist bei den Feuerwehren in Deutschland keine Pflicht, wird aber empfohlen und an vielen Orten praktiziert.
Mit der Schlinge kann sich ein Trupp gegenseitig verbinden, um in verrauchten Objekten Kontakt zu halten. Auch das Absuchen von Räumen kann mit bestimmten Suchtechniken mit einer Bandschlinge verbessert werden. Außerdem kann damit eine Tür durch Herunterziehen der Türklinke aus der Deckung geöffnet werden.
Ist bei einer Crashrettung aufgrund von Zeitdruck, fehlendem Material oder drohender Gefahr keine Rettung durch eine Trage oder Rettungstuch möglich, kann eine verunfallte Person auch mit der Bandschlinge gerettet werden. Hierzu wird die Schlinge auseinandergezogen und unter den Armen um den Körper der verunfallten Person gelegt. Hinter dem Kopf wird die Schlinge über Kreuz gelegt, um den Kopf zu stabilisieren. Die Länge der Schlaufe sollte dafür mindestens 1,50 m betragen. Ist die verunfallte Person ein Atemschutzgeräteträger, kann die Schlinge durch die Begurtung des Pressluftatmers geführt, und die Person gezogen werden.
Hinweis: Die gängigen Bandschlingen für die Feuerwehr sind im Normalfall nicht für die Höhenrettung geeignet!

