Posterisation
Posterisation (von engl. posterization; posterized images), bezeichnet den fotografischen Effekt der Tontrennung (oder TonwertPosterisation kann als Mittel der künstlerischen Gestaltung erwünscht sein, kann aber auch als unerwünschtes Artefakt des technischen (digitalen) Prozesses entstehen, es wird dann auch mit dem englischen Begriff Banding bezeichnet. Banding zeigt sich z.B. dadurch, das ein Helligkeitsverlauf nicht gleichmäßig, sondern in sichtbar abgegrenzten Streifen dargestellt wird.
Gestalterische Anwendung
Zunächst werden durch mehrmaliges Umkopieren auf hart arbeitendes Lith Material drei oder mehr Dichteauszüge von normalen Halbtonnegativen erstellt. Daraus entsteht ein Bild, das den gesamten Tonwertumfang der Originalaufnahme in wenige Tonwerte (zum Beispiel Weiß, Grau, Schwarz) umsetzt. In der herkömmlichen Fotografie kommt beim Umkopieren vorzugsweise hart arbeitender Lithfilm zum Einsatz, der unterschiedlich lange belichtet und/oder entwickelt wird. Die die einzelnen Tonwerte repräsentierenden Filme werden passgenau übereinander montiert und vergrößert.
Wie bei den meisten fotografischen Effekten vereinfacht sich auch hier der Aufwand bei der elektronischen Bildbearbeitung. Bei folgendem, in einem Standard-Bildbearbeitungsprogramm manipulierten Bild wurden die Tonwerte auf fünf reduziert, gleichzeitig wurden die verbleibenden teilweise eingefärbt, nachdem bei einzelnen auch der Kontrast zurückgenommen wurde. Dabei entsteht ein Bild, das an Pop-Art erinnert.
Bild:160604 kew-gardens-waterlily-house 2-normal-histogramm 640x480.jpg|Unbearbeitetes Bild
Bild:160604 kew-gardens-waterlily-house 2-popart-histogramm 640x480.jpg|Bearbeitetes Bild
Das Bild zeigt den Teich im Wasserlilien-Haus der Royal Gardens of Kew in London. Die eingeblendeten Histogramme veranschaulichen, was mit den Tonwerten bei diesem Effekt geschieht.

