Band (Anatomie)
Bänder oder Ligamente (lat. Ligamenta, Singular Ligamentum) sind dehnbare, faserartige Bindegewebsstränge, die bewegliche Teile des Knochenskeletts flexibel verbinden, aber die Beweglichkeit auf ein funktionell sinnvolles Maß einschränken. Bänder verbinden Knochen mit Knochen, wogegen Sehnen Knochen mit Muskeln verbinden. Bänder bestehen im Wesentlichen aus Collagen.Werden Bänder über ihr natürliches Maß hinaus gedehnt (z. B. bei Umknicken eines Gelenks), kann es zu Bänderdehnungen oder Bänderrissen kommen.
In der Biologie wird die Verbindung der beiden Schalenteile bei Muscheln auch als Ligament oder Schlossband bezeichnet.
2007 kostete eine Bänderrissoperation durchschnittlich 4.200 Eur.
Beispiele
• arteriosum]
• carpi transversum] (Retinaculum flexorum, Karpalband, in der Hand)
• coronarium]
• falciforme hepatis]
• flavum] (Gelbes Band, an der Wirbelsäule)
• hepatoduodenale] (zwischen Leber und Zwölffingerdarm)
• hepatogastricum] (zwischen Magen und Leber)
• inguinale] (Leistenband )
• longitudinale anterius] (vorderes Längsband, an der Wirbelsäule)
• longitudinale posterius] (hinteres Längsband, an der Wirbelsäule)
• nuchae] (Nackenband, an der Halswirbelsäule)
• patellae] (Kniescheibenband )
• supraspinale] (Dornfortsatzband, an der Wirbelsäule)
• teres hepatis]
• teres uteri] (Rundes Gebärmutterband)
• triangulare dextrum]
• triangulare sinistrum]
Siehe auch
Kreuzbandriss (cruciate ligament rupture)
Kontrakturen

